Samstag, 17. März 2018

In heaven No. 283 - verschlafen

Gestern, am 16. März, feierte die Welt den internationalen Schlaftag. Habt ihr es gemerkt? Ich ja. Wer seit mehr als einer Woche mit einem fiesen Infekt flachliegt und nach Luft röchelt, der ist dankbar für jede Stunde Schlaf, die er dem Husten abringen kann. Dementsprechend habe ich gestern dafür jede Gelegenheit genutzt, um mich möglichst endlich gesundzuschlafen. Wird noch etwas dauern.
Der Weltschlaftag wurde 2008 vom Weltverband für Schlafmedizin ins Leben gerufen, um darauf hinzuweisen, wie unheimlich wichtig gesunder Schlaf für unseren Körper und unsere Psyche ist. Wer sich noch an "Schlafes Bruder" erinnert, der weiß: wer nicht schläft, stirbt. Nach 24 Stunden ohne Schlaf entspricht unser Zustand dem eines Menschen, der 1,0 Promille Alkohol im Blut hat.


Jahrelang getestet und für zutreffend befunden - als Mensch mit Konzentrationsproblemen arbeite ich gerne nachts, wenn es still ist und das führt zwangsläufig zu Schlafmangel, da das Leben der Mehrheit nunmal einem anderen Zyklus folgt. Nüchtern fühlt sich das definitiv nicht an. Nicht umsonst benötigt unser Körper eine Regenerationsphase von ungefähr acht Stunden Schlaf pro Tag, also ungefähr einem Drittel des Tages, um die restlichen zwei Drittel wach, geistig und körperlich fit durchzuhalten. Welch fatale Auswirkungen auf das körperliche Wohlbefinden und seelische Gleichgewicht es hat, wenn man nicht genug und nicht tief genug schläft, kann man erst ermessen, wenn man am eigenen Leib erlebt hat, was es bedeutet, nicht gut und ausreichend schlafen zu können. Zu wenig Schlaf macht unausgeglichen und krank.


Großer Brombachsee . Enderndorf

Im Schlaf verarbeiten wir komplexe Sachverhalte, mit denen wir uns tagsüber beschäftigt haben. Müssen zu viele Dinge im Schlaf sortiert werden, führt das zu sehr unruhigen Träumen und insgesamt schlechterem Schlaf. Da mein Gehirn leider nicht wirklich zwischen wichtigen und unwichtigen Informationen entscheidet, hat es im Schlaf schon immer verflixt viel zu tun, was meine Träume extrem ausufernd und oft so anstrengend macht, dass ich beim Aufwachen den Eindruck habe, ich wäre vor lauter Träumen nicht zum Schlafen gekommen und mich erstmal sortieren muss, um Traum und Realität auseinanderzusortieren, wenn mich der Wecker mitten aus einem Traum reisst.
Viele Menschen erinnern sich auch gar nicht an ihre Träume, was wohl bedeutet, dass das Wegsortieren in die Fächer "Wichtig" und "Unwichtig" sehr dezent und effizient weit genug im Hintergrund abläuft, so dass Körper und Geist ausreichend Möglichkeit zur Erholung haben. Ich wäre froh, das wäre bei mir ähnlich, dann wäre ich vielleicht ausgeruhter.

Wie ist das bei euch? Seid ihr gute Schläfer? Erinnert ihr euch (gern) an eure Träume?

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Für mich ist "blauer Himmel" nur die Minimalversion gegenüber der beeindruckenden und faszinierenden Dramatik, zu der unser Himmel in Verbindung mit Sonne, Mond und Wolken fähig ist. Deshalb zeige ich hier jeden Samstag eines oder auch mehrere Himmelsbilder,die ich die Woche über (oder auch bereits vor einiger Zeit) eingefangen habe. Manchmal sind es nur die Bilder, manchmal aber auch Gedanken, die mich die Woche über beschäftigt haben. Wer mitmachen möchte ist herzlich eingeladen, seinen Himmel und seine Worte hier zu verlinken.
 
Tags: Himmel, in heaven, sky watch, skylover, cloudseeker, Wintersonne, Brombachsee, Fränkisches Seenland

Kommentare:

  1. Liebe Katja,
    das ist ein sehr interessanter Post zum Traum.
    Es ist richtig, dass wir da was wir so Tag für Tag erleben im Traum verarbeiten.
    Da kann ich schon auch die tollsten Träume verarbeiten, aber es ist oft auch so, dass mal gewisse "Schulden" dort verarbeitet.
    So träume ich viel von meiner Oma, der ich sehr viel zu verdanken habe, aber wir uns leider - ich war ja auch das 6. Kind, was ist mir denn nur eingefallen auf die Welt zu kommen - nie so recht verstanden habe. Vielleicht ist es auch die Schuld, überhaupt auf die Welt gekommen zu sein.
    Naja, ich habe das wohl auch noch nicht verarbeitet.

    ABER, ich schlafe gut und viel und ich bin kein Nachtmensch, ich stehe morgens früh auf und falel so ca. um 22 Uhr um, wie ein Baum. Bin ich da noch unterwegs, habe ich Probleme nicht stehend freihändig einzuschlafen.
    Aber schlafen kann ich wie ein Bär und, das stimmt, viele Träume, weiß ich gar nicht mehr.

    Ich wache auf und bin fit und die Träume nun ja, ich kann damit leben.

    Ich wünsche dir alles Liebe, einen schönen Tag und ein schönes Wochenende, vor allem gute Besserung.

    Grüßle Eva

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  2. Eigentlich bin ich auch eine Nachteule, habe aber aus gesundheitlichen Gründen da jetzt Konsequenzen gezogen. Um 22 Uhr wird der PC spätestens abgeschaltet. Dann wird nur noch gelesen und mit einer Tasse Tee allmählich der Schlaf vorbereitet. Vor 23 Uhr kann ich aber nicht einschlafen, also wird es meist so eine halbe Stunde später (je nach Buch ;-) . Leider weiß ich nur selten, was ich geträumt habe, meist ist es dann ziemlich bizarr.
    Liebe Grüße
    Andrea

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  3. Ich liebe es zu schlafen. Und spüre zu wenig Schlaf sehr schnell. Leider. In sehr jungen Jahren ging ich oft erst nach 21.00 Uhr "raus" ins Nachtleben. Heute finde ich mich in der dunklen Jahreszeit oft vor 21.00 Uhr im Bett. Manchmal nervt mein Schlafbedarf bzw. dass ich so rasch merke, wenn ich zu wenig schlafe. Na ja, ich kann's nicht ändern... Bei dir ist mir deine Nachtaktivität schon öfter an den Kommentarzeiten aufgefallen. Und ich dachte mir so, ach könnt' ich doch auch mit so wenig Schlaf auskommen... .
    Ich wünsche dir gute Besserung und erholsamen Schlaf.
    Liebe Grüsse
    Sibylle

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  4. Ich erinnere mich nicht nur an meine Träume, ich kann sogar weiterträumen, wenn ich will, Katja. Falls ich kurz aufwache (00) und ich mich dann wieder hinlege, brauche ich mich nur an die letzte Szene erinnern und - peng - geht es weiter. Dafür klopft mein Herz bei schlimmen Träumen so sehr, dass ich lieber erstmal aufstehe ;)) Dir weiterhin gute Besserung! Hab' einen kuscheligen Sonntag, Nicole

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  5. Liebe Katja,
    ich bin jemand, der normalerweise eher weniger Schlaf braucht. Bevor ich Mama geworden bin, reichten mir 6 Stunden Schlaf aus, um erholt zu sein. In der Stillzeit wurde ich von meinen Mäusen - laut meiner Aufzeichnungen ;-) bis zu 9 mal pro Nacht geweckt. Das war aber nicht so schlimm, weil die Hormone das irgendwie ausgeglichen haben. Allerdings schlafen meine Mädels mit inzwischen 5 und 9 Jahren genauso wenig wie ich. Meine Große geht um halb 9 ins Bett, schläft aber vor halb 11 nicht ein. Meine Kleine schläft zwar schnell ein, wacht aber nachts immer noch oft auf und ist auch kurz nach 6 fertig ;-) Hätte ich 6 Stunden Schlaf am Stück ohne Störung, wäre das in Ordnung. Aber momentan fühle ich mich nach der Nacht durch die Unterbrechungen immer gar nicht erholt.
    An meien Träume erinnere ich mich nur, wenn ich sie kurz vor dem Aufwachen geträumt habe. In meinen Träumen vermische ich die absurdesten Themen kreuz und quer. Manches taucht auch wieder auf, von dem ich schon lange gedacht hätte, dass es verarbeitet wäre.
    Ein interessantes Thema! Dankeschön für die Anregung!
    Dir eine schnell und gute Genesung! Und viel frische Energie, wenn dann der Frühling endlich kommt!
    Ganz liebe Grüße
    Melanie

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