Samstag, 23. Dezember 2017

In heaven No. 271 - über den Dächern

"Besinnliche Weihnachtszeit" wünscht man netten Menschen gerne ab Mitte Dezember, wenn der Kalender sich langsam aber sicher auf das Weihnachtsfest hinbewegt. Womöglich ist dieser Wunsch so beliebt und nutzt sich nicht ab, weil es eben so selten tatsächlich eine wirklich besinnliche Zeit ist. Da sind immer noch diese Projekte, die dringend vor den Feiertagen noch fertiggemacht werden müssen ... es wird mit Hochdruck gebacken, gebastelt, genäht, gestrickt, eingekauft, verpackt und vorbereitet und wer sich gestern und heute in einen Supermarkt zum Einkaufen gewagt hat, dem wurde die Besinnlichkeit bereits auf dem Parkplatz aber sowas von um die Ohren gehauen, wo es so hektisch und aggressiv zuging, als stünde eine Naturkatastrophe kurz bevor und man müsse die letzte Gelegenheit nutzen, um sich nochmal mit Lebensmitteln einzudecken und sich notfalls auch darum kloppen, bevor es dann für die nächsten zwei Jahre keine mehr geben wird. Ich stand da gestern etwas fassungslos davor und beschloss dann: das gebe ich mir nicht, zur Not gibt es ein Butterbrot. Auch an drei Tagen hintereinander.

Seine Lieblingsmenschen um sich zu haben und selbst entspannt zu sein, Zeit und Muse zu haben, um sich zu besinnen - auf sich und die seinen, auf das, was wirklich wichtig ist im Leben - das ist so viel wertvoller als ein "perfektes", prunkvolles Weihnachten. Was wirklich zählt in diesen Tagen sind ganz andere Dinge, als ein zum Brechen voller Esstisch und Berge von Geschenken unter einem prächtig geschmückten Baum. Wir haben ausreichend zu essen, mein Sohn übt "Stille Nacht" auf der Klarinette, wir haben es warm und unsere kleine, dumme Katze hat nach einer Vergiftung den gestrigen Tag und die Nacht überlebt. Weihnachten ist jetzt schon perfekt für mich.

Und wie ist das bei euch - Stress oder Besinnlichkeit?

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Für mich ist "blauer Himmel" nur die Minimalversion gegenüber der beeindruckenden und faszinierenden Dramatik, zu der unser Himmel in Verbindung mit Sonne, Mond und Wolken fähig ist. Deshalb zeige ich hier jeden Samstag eines oder auch mehrere Himmelsbilder, die ich die Woche über (oder auch bereits vor einiger Zeit) eingefangen habe. Manchmal sind es nur die Bilder, manchmal aber auch Gedanken, die mich die Woche über beschäftigt haben. Wer mitmachen möchte ist herzlich eingeladen, seinen Himmel und seine Worte hier zu verlinken.
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Kommentare:

  1. Besinnlichkeit steht bei uns absolut im Vordergrund, liebe Katja. Tja, wenn da nicht... das Leben wäre. Da gibt es meine ans Bett gefesselte Mutter im Heim, die an Weihnachten nicht alleine sein soll; meinen Vater, der sich weigert Hilfe anzunehmen, sie aber dringend braucht; meinen GG, der kurzerhand noch das Kinderzimmer streichen wollte; meine Schwiegereltern, die immer zu kurz kommen, da sie "noch rüstiger" sind als meine eigenen Eltern; die Jahresabschlussarbeiten im Büro und die weihnachtlichen Verpflichtungen gemeinsam mit meinen Kindern. Dennoch versuche ich, mich zu besinnen, loszulassen und die ruhigen Momente gemeinsam mit meiner "kleinen Familie" zu genießen. Nicht einkaufen zu gehen, ist da leider keine Lösung, versorge ich doch drei Haushalte. Ach, Katja - jetzt habe ich mehr geschrieben als ich eigentlich wollte. Denn "eigentlich" wollte ich Dir und Deinen Lieben auf diesem Wege ein gesegnetes Weihnachtsfest mit funkelnden Glücksmomenten, strahlenden Kinderaugen und einem ganz zufriedenem (und gesundem!!) Katzengeschnurre wünschen. Und das mache ich auch hier mit! Herzlichst, Nicole

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  2. Ich weiß wie es Frau Frieda geht...ich habe mein Möglichstes getan daß alles in guter Zeit und in Ruhe vorher erledigt war - wenn da nicht der Mann wäre, der am Nachmittag von Heilig Abend das Essen kaufen gehen will oder meine Arbeit, die mich an 9 von 12 Tagen "bestellt" hat weil wir so dünn gesät sind mit Mitarbeitern die nächsten Monate. Und in meiner Arbeit muß 356 Tage im Jahr wer dort sein, also meine Vizechefin und ich, mit Hilfe von zwei anderen immer wieder mal...während die restlichen Kollegen genesen. Oder mein Sohn, der direkt vor seinen Examen im Januar sein Laptop geliefert hat und nun nicht darauf lernen kann bis wir ihm nach Weihnachten ein neues kaufen. Life happens, aber trotz allem wünsche ich Dir ein ruhiges Weihnachtsfest mit Deinen Lieben und eine gesunde Katze. ♥nic

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  3. Da fällt mir auf, dass ich eigentlich nie "besinnliche" Weihnachten wünsche, sondern heitere, fröhliche... Aber das geht vielleicht in eine ähnliche Richtung. Und ein ebensolches Weihnachtsfest wünsche ich Dir, dem Sohn, den Katzen.
    Wenn es mit der Katze wieder bergauf geht, dann wird das auch gelingen. Gute Besserung der armen Mieze!
    Liebe Grüße
    Andrea

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  4. Perfekt gibt es eh nicht, deshalb haben wir uns vom Versuch das zu erreichen weitgehend verabschiedet. Heiligabend sind wir seit Jahren immer nur zu 4. Jetzt mit dem Kleinen natürlich zu 5. Und die anderen Tage besuchen wir unaufgeregte Familientreffen. Kein Geschenkewahnsinn, kein Backmaraton und keine wahnsinnig aufwändigen Menues. Manchmal fehlt mir das Weihnachtsgefühl aus der Kindheit, aber das ist eben Vergangenheit, genau wie die Kindheit.
    Ich wünsche dir und deinen Lieben ein angenehmes Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr
    Jennifer

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  5. Alles zusammen, wie immer...Dieses Jahr in der "Vorbereitungszeit" auch etwas beängstigend. Dafür mit häufig schönstem Himmelsblick in den letzten zehn Tagen.
    Habt es fein bei euch, ruhig und gelassen!
    Herzlichst
    Astrid

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  6. Abgesehen von meiner heftigen Erkältung haben unsere Tage an Besinnlichkeit echt nichts zu wünschen übrig gelassen. An den Kommentaren und deinem Post sehe ich, wie luxoriös es uns damit geht... Allerdings lassen wir auch viel weg, wenn uns so ist, schon seit Jahren das zwanghafte Reisen zu allen Familienmitgliedern, das machen wir nur bis zu einer Stunde Autofahrt, ansonsten eben vor- oder hinterher, in aller Ruhe, da haben alle mehr davon. Und dieses Jahr erstmals das Selberkochen. Seit über 30 Jahren habe ich mit Freuden Heiligabend für den 1. Feiertag vorgekocht, Pute, Grünkohl und Klöße, dieses Jahr waren wir essen. Und es war herrlich... Liebe Grüße und gutes Hinüberkommen ins neue Jahr - Ghislana

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    1. Also Weihnachten in Luxor, das wäre dann doch allzu luxuriös gewesen... ;-), sorry...

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