Samstag, 2. Dezember 2017

In heaven No. 268 - entsättigte Welt

In einer Welt, die immer lauter, greller und aggressiver wird, freue ich mich über alle Orte und Momente der Stille, zu denen diese Welt keinen Zutritt hat. Ohne religiös zu sein, mag ich deshalb Kirchenräume - nicht die überladenen, schnörkelvergoldeten, sondern die ganz schlichten, hohen, kargen, mit alten Holzbänken, hohen Decken, weißen Wänden und dicken, schweren Türen, um die Welt auszusperren. Ein ähnliches Gefühl der gedämpften Welt gibt mir aber auch der beginnende Winter, der die Stadt mit Schnee, Raureif und Nebel in Watte packt und alles Hässliche und Laute zudeckt. Übrig bleibt eine entsättigte Welt, in der das Atmen so viel leichter fällt und aus der all jene ausgeschlossen sind, die ihre Schönheit nicht sehen und ihre Stille nicht hören können.





Gestern Morgen in Fürth-Ritzmannshof an der Zenn.

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Für mich ist "blauer Himmel" nur die Minimalversion gegenüber der beeindruckenden und faszinierenden Dramatik, zu der unser Himmel in Verbindung mit Sonne, Mond und Wolken fähig ist. Deshalb zeige ich hier jeden Samstag eines oder auch mehrere Himmelsbilder, die ich die Woche über (oder auch bereits vor einiger Zeit) eingefangen habe. Manchmal sind es nur die Bilder, manchmal aber auch Gedanken, die mich die Woche über beschäftigt haben. Wer mitmachen möchte ist herzlich eingeladen, seinen Himmel und seine Worte hier zu verlinken.
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Kommentare:

  1. Was für schöne stille Winterstimmungen. Ja, so in die Stille einmummeln möchte ich mich auch. Nach der Unruhe im Krankenhaus habe ich fast ein Dauerrauschen im Ohr...
    Liebe Grüße
    Andrea

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  2. So schön, hier so selten ( bzw. Gar nicht )
    Ein schönes Adventswochenende!
    Astrid

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  3. So winterlich ist es bei uns noch nicht, hier fielen zwar einige kleine Schneekrümel vom Himmel - schön sah es aus - aber nichts ist geblieben.
    Dein Foto beim Fluss ist wunderschön - die Stille greifbar. Eine ähnliche Ruhe hat man in den nicht übervölkerten Monaten an der See ;-)
    Einen schönen 1. Advent und viele Grüße
    Kirsi

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  4. seltsam im Nebel zu wandern...

    schön wäre, wenn der Nebel die "anderen" nicht ausschlösse, sondern mit einschließen könnte in die leisere Stimmung des Horchens.

    schöner Traum.
    lieben Lisagruß!

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  5. Wie vermisse ich diese Situationen. Diese kalten, trüben Winter. Diese Bilder lösen eine Sehnsucht nach Heimat aus. Vielen Dank fürs Teilen. Ich hoffe, dass ich bald wieder an meinen Ort der Stille kommen kann.

    Liebe Grüße

    Rea

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  6. Wie schön du das geschrieben hast!!!
    Ich liebe auch immer wieder die Ruhe.
    Deine Bilder passen sooo gut dazu!
    Das zweite Foto ist unheimlich schön!!!

    Ich wünsche dir einen geruhsamen, friedlichen Ersten Advent!

    Biene

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  7. ...eine herrliche Stimmung konntest du da einfangen...habe ich leider bei uns schon lange nicht gesehen...

    wünsche dir einen frohen 1. Advent,
    liebe Grüße Birgitt

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  8. schön beschrieben - stille,ruhe,sanftheit. entsättigt ist ein gutes wort!
    liebe grüße
    mano

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  9. schöne fotos! im nebel spazieren ... das passiert ja eher selten.

    liebe grüße . die tabea

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Schön, dass Du hier bist. Ich freue mich über deine Worte!
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