Samstag, 4. Juni 2016

In heaven no. 220 - Bergglück

Vielleicht bin ich so ein Himmelsmelancholiker, weil ich hier in der Stadt den Himmel kaum zu sehen bekomme. Um meine Augen auf dem Horizont ausruhen zu können, muss ich sogar ganz aus der Stadt hinausfahren und mir eine Anhöhe suchen. Vielleicht ist auch das der Grund, warum ich meine freie Zeit noch lieber in den Bergen als am Meer verbringe, denn dort ist mir der Horizont zu undefiniert, zu schlicht, zu gerade, zu weit weg. Der Horizont in den Bergen ist dagegen klar umrissen, er ist fast greifbar und lässt doch genug Raum, ist sich ständig ändernde Kulisse und dramatisches Bühnenbild für Wetter und Jahreszeiten, für Sonne und Mond, die sich auf und über ihm ständig wechselnde Inszenierungen liefern. Noch nie zuvor hatte ich ein Ferienzuhause, das diesem wunderbaren Himmelstheater so nah war, so zum Greifen nah. Wenn der letzte Akt des Tages vom Bänkchen vor dem Haus aus betrachtet so aussieht, dann ist es leicht, sich glücklich und frei zu fühlen.

Blick vom Wörnhof auf Gosaukamm mit Bischofsmütze in der letzten Abendsonne.

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Für mich ist "blauer Himmel" nur die Minimalversion gegenüber der beeindruckenden und faszinierenden Dramatik, zu der unser Himmel in Verbindung mit Sonne, Mond und Wolken fähig ist. Deshalb zeige ich hier jeden Samstag eines oder auch mehrere Himmelsbilder, die ich die Woche über eingefangen habe. 
Wer mitmachen möchte ist herzlich eingeladen, seinen Himmel und den entsprechenden Post hier zu verlinken.  
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Kommentare:

  1. Es ist schon was dran an dem Reinhard May Lied - und auf dieser Bank mit DER Aussicht wäre ich zum Schauen und Plaudern gerne neben dir gesessen!

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  2. wunderschöne berglandschaft * aus dem flugzeug haben wir die noch mit schnee bedeckten Pyreneen überflogen und es war *himmlisch* und da vor so einem berg wie du zu sitzen und traümen zu können da kann man bestimmt vom stadttrubel 100 % abschalten ! liebe grüsse *

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  3. Wenn der Blick in die Berge so weit reicht, ist es wunderschön!! Ich mag gerade das Salzkammergut und den Gosaukamm sehr gern!
    Man kann sich in den Bergen oder eher in engen Tälern aber auch beengt und wie "erdrückt" fühlen...
    Ich habe heute Flachlandbilder verlinkt, dort ist der Blick auch weit ;-) lg

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  4. Großartiges Foto, ein Sehnsuchtsblick gewissermaßen..., einfach herrlich. Lieben Gruß Ghislana

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  5. Wie schön die Abendsonne die Bergspitzen vergoldet. Magisch.
    Grüße aus Köln :-)
    http://kunterbunt11.wordpress.com

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  6. Oh, wie sehr du mir aus dem Herzen sprichst, genau das ist der Grund, warum ich so glücklich bin, in Alpennähe zu wohnen und dieses Schauspiel bewundern zu können, wann immer ich will. Ein tolles Bild, das würde ich mir sofort an die Wand hängen.
    Schöne Abendgrüße,
    Karin

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  7. wie wahr. von ganz so weit oben zwar nicht, aber doch sehr ähnlich war mein abendlicher kindheitsaus- und -anblick — so ganz hab ich ihn wohl nie zu schätzen gewusst. heute verzaubert er mich viel mehr. der langweilige meerhorizont ist aber bei mir doch noch mehr der ruhespender, so glaube ich; hm, am grübeln ...

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  8. ein sehr schöner Himmel..
    aber ich mag auch die "geraden" Horizonte..
    wo man ganz viel Himmel sehen kann ;)
    ich hab da ja auch noch was ;)
    liebe Grüße
    Rosi

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  9. auch wenn ich vom meer und den dortigen himmelsblicken nicht genug bekommen kann, so verstehe ich allzu gut, wie man sich bei deinem wunderbaren blick fühlt. ich bin sicher: großartig!!
    herzliche grüße von mano

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Schön, dass Du hier bist. Ich freue mich über deine Worte!