Mittwoch, 15. Juni 2016

Gestrüpp.

Als wir nach den Pfingstferien in unsere Wohnung zurückkamen, roch es nach zwei Wochen ohne Lüften dort nicht so besonders und außerdem war auch alles reichlich leer. Da musste schnell ein frischer Blumenstrauß her, aber so wirklich auf die Schnelle ließ sich gar nichts auftreiben. Am Feldrand stehend schlich sich da auf einmal aus dem unspektakulär gelbgrünen Gestrüpp ein süßer Geruch in meine Nase und ich musste doch mal nachschauen, ob sich tief im Gras nicht doch etwas Brauchbares versteckt. Tat es, ganz zart und bescheiden und duftete dort sternchenbestäubt vor sich hin. Und weil ich finde, dass Blumensträuße nicht unbedingt spektakulär und bunt sein müssen, durfte das wolkige Wiesen-Labkraut samt umstehenem Gras auf unseren Esstisch ziehen...





Begleitet wird das duftende gelbgrüne Gestrüpp (ich mag das Wort, hat wahrscheinlich kaum einer bemerkt...) von einer alten Kuchenform und einem noch älteren Sensenschleifsteinköcher... einige der wenigen Dinge, die aus dem Haushalt meiner Eltern jetzt zu uns umgezogen sind. Erinnerungskleinode.



Inzwischen steht dort auf dem Tisch schon der nächste Wiesenblumenstrauß, ganz ohne Grassterne (ein so passender anderer Name für das Labkraut), aber bei Nicole hatte das Wiesen-Labkraut letzte Woche sogar einen Soloauftritt - ich hab mich sehr darüber gefreut, dass  noch jemand gleichzeitg mit mir seinem Charme erlegen ist.

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Kommentare:

  1. ich finde das labkraut auch ganz bezaubernd, habe hier aber dieses jahr noch nicht viel von ihm entdeckt. dein tisch ist wie immer wunderbar schlicht und dabei rundum schön. ich mag es sehr, wenn erinnerungsstücke von menschen oder landschaften in meiner nähe sind.
    liebe grüße, mano

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  2. Hab ich auch gerade auf meinem Tisch ;)

    Herrlich ♥♥♥

    Liebe Grüße,
    Pamy

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  3. Erinnerungskleinod...was für ein schönes Wort !!! Ich habe hier das alte Stopfei meiner Mutter und jedesmal, wenn ich es ansehe und in die Hand nehme, dann fühle ich die Vergangenheit...
    Ganz herzliche Grüße und einen guten Tag, Helga

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  4. Ja, das Labkraut bereicherte gestern auch unseren Wiesenblumenstrauß. Fein sieht er so pur bei Dir aus!
    Liebe Grüße
    ANdrea

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  5. Das Gestrüpp gefällt mir meist besser als jeder gekaufte Strauß! Und die Erinnerungsstücke passen gut dazu. Von Allem, was ich von meinen lieben Verstorbenen mitgenommen habe, sind nun auch nur noch ein paar wenige Dinge geblieben, die, die mir wirklich was bedeuten. Ein Schal, ein paar Figürchen, eine Strickjacke.
    Und jetzt gehe ich mir einen Wiesenstrauß pflücken, danke für die Inspiration!
    Lieben Gruß
    Gabi

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  6. ich bin ja jetzt fast wiesengestrüppexperte. tochters herbarium ist fertig ;o) goldhafer und so. ja stehende gerüche ... ich habe einen eindruck! schöner strauß. kann mir als heuschnupfler zwar nicht passieren, dass er auf meinem tisch steht. aber so auf dem foto ... sieht das fesch aus!

    die tabea grüßt

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  7. Du hast recht, mehr braucht es nicht (Augustine würde durchdrehen vor Begeisterung…)
    Liebe Mittwochsgrüße!

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    1. Same here. Wir hatten tägliches Häckselstroh auf dem Tisch. ;-)

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  8. Gestrüpp?! Nee, also ehrlich, Katja! Das Wiesenlabkraut hat schon einbissel mehr verdient ;)) Es schaut herrlich aus auf Deinem Esstisch und durch Deine Erinnerungskleinode (ein zauberhaftes Wort!) wird das Stillleben ganz besonders! Herzlichst, Nicole (die ganz rote Wangen bekommen hat.. lieben Dank für den Link!)

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  9. Oh, das liebe ich auch, das Labkraut..., richtig aufgefallen war es mir erstmals vor Jahren an den Sylter Dünenfüßen, wo es so charmant zu Füßen der Syltrosen im Grase blühte...

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Schön, dass Du hier bist. Ich freue mich über deine Worte!