Dienstag, 23. Februar 2016

Februartisch . Der apothekliche Meeresteller

Nein, einen Januartisch hat es dieses Jahr nicht gegeben. Trauer kommt in Schüben und manchmal rückt auch dadurch das Innen mehr ins Blickfeld als das Außen. Rückt zureckt. Wenn Menschen für immer gehen, dann hinterlassen sie nicht nur große Lücken, sondern auch Aufwölbungen und Stapel an ganz anderen Stellen, die man sich so nicht gewünscht hat und die trotzdem abgetragen werden müssen, gegen alle inneren Widerstände. Ob man das will... die Frage stellt sich nicht. Ganz andere Äußerlichenkeiten als dekorative sind da auf einmal zu regeln, neben dem ganz alltäglichen Wahnsinn. Flucht hilft nur temporär, die Aufwölbungen sind derweil immer noch da. Ein paar greifbare Erinnerungen an die Schlupflöcher im Raum-Zeit-Kontinuum bleiben dafür aber auch im Blick. Tore zu einer anderen Dimension.












Man beachte die Wortmeldung.


Meine vergangenen Monatstische findet ihr nochmal alle  > hier. 

verlinkt (am Monatsende dann) mit: 
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Kommentare:

  1. Kommt mir sehr bekannt vor...Fünf Monate ist der letzte "Trauerfall" her, ein Dreivierteljahr der erste - vieles ist erledigt, ebenso vieles überhaupt nicht. Und dazwischen versucht man seinen Weg durchs Leben, den Alltag zu finden.
    Solidarische Grüße!
    Astrid

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  2. der erste tisch mit katze. oder? schön, freut mich, dass du und dein tisch ... past ja, heute ist tischtag ... weiterblicken. im übrigen hat sich das kind durch betrachtung des tischfotos (schon etwas älter) gleich an ein neues werk gesetzt. und er würde jeden (!) autoteppich auf erden erwerben, wenn er könnte ;o) ich frage mich auch, warum die teile so hässlich aussehen müssen.
    völlig klar, dass das echte leben nicht immer in eine bloggervorlage passt! dachte neulich noch daran, dass es doch seltsam ist, dass man sich durchs bloggen so beeinflussen lässt. chronologisch und aktuell und stehts hübsch anzusehen ... das leben und die kunst sind doch gar nicht so sortiert und aufbereitet ...

    die tabea muss mal zu tisch - straßenkonflikte lösen helfen ...
    liebe grüße

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  3. Feines kätzisches Stilgefühl!
    Ganz liebe Grüße.

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  4. Schön beschrieben, die "Aufwölbungen und Stapel an ganz anderen Stellen". Hier gibt es sie auch. Genauso wie die Muschel-Steine-Sammlung auf dem Küchentisch, die an unser Weihnachten am Meer erinnert. Die veträumte Katze allerdings nicht ... Liebe Grüße, Wiebke

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  5. Wie geborgen liegt der Kugelstein in der Wölbung... Du hast die Trauerstimmungen sehr empfindsam beschrieben. Man möchte sich manchmal in so ein Schneckenhaus zurückziehen, sich in die Wölbung einkuscheln...
    Liebe Grüße
    Andrea

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  6. achach, von schwerem herz zu schwerem herz eine warme umarmung. immer weiter, immer weiter, mit tränen in den augen und zugeschnürtem hals und dann wieder mit in den wind gereckter nase und einem lächeln auf den lippen. dieses leben ...

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  7. Liebe Katja,
    das ist das Schlimme, die Welt außenherum dreht sich so als wenn es noch die selbe wär und sie ist es nicht und wird es nie mehr sein.
    Niemals mehr kannst "Mama" oder "Papa" rufen, das tut so weh.
    Die Erinnerung kann Dir jedoch keiner nehmen und auch nicht die Liebe, die bleiben.
    Judika

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  8. Hühnergötter, Schneckenhäuser.. wunderbare Findlinge. Ich hoffe, wenigstens dort konnte der Wind Deine traurigen Gedanken für einen Moment fortpusten. Liebste Grüße, Nicole

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  9. So ist das eben, das Leben stellt uns immer wieder neue Aufgaben und wir müssen einfach schauen, wie wir unsere Resourcen aufteilen. Wie du ja schon bemerkt hast, ist es auf meinem Blog ruhig geworden, das Hundekind fordert viel Zeit und auch die Lust, einen Post zu schreiben ist gerade nicht vorhanden. Glücklicherweise müssen wir das aber ja auch gar nicht. Schön, wieder bei dir lesen zu können!
    Liebe Grüße, Dani

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  10. die katze passt so harmonisch zu den farben der steine und schneckenhäuser. schön, dass ihr sammeln und finden konntet - ein kleines stück meer mit nach hause zu nehmen beruhigt mich immer.
    kugelfische als rauschbonbons für delfine - das ist ja skandalös ;)! da muss aber mal die haipolizei eingreifen!
    und ja, zen. irgendwie brauch ich das zur zeit, wenn schon das meer nicht in der nähe ist.
    liebe grüße, mano

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  11. der februartisch ist wunderschön und scheint spuren der erinnerung vom fehlenden jännertisch zu enthalten...

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Schön, dass Du hier bist. Ich freue mich über deine Worte!