Sonntag, 29. November 2015

Besinnung.

Hoffnung ist eine existentiell unverzichtbare, urmenschliche Empfindung. Wären wir der Hoffnung nicht fähig, die Menschheit wäre wohl schon seit vielen Jahrtausenden ausgestorben. Die Hoffnung auf besseres Wetter, eine Besserung der Lebensumstände, den Erfolg, der sich doch noch irgendwann einstellen wird, den Sieg der Menschlichkeit, die Erhörung einer unerwiderten Liebe, auf eine helfende Hand, auf Rettung in letzter Sekunde oder in größter Verzweiflung auch auf ein Wunder, treibt die Menschen seit Urzeiten an durchzuhalten, weiterzulaufen, immer weiterzumachen, alle Kräfte zu mobilisieren und manchmal auch das scheinbar Unmögliche möglich zu machen.

Die Adventszeit symbolisiert in der christlichen Kirche eine Zeit der friedlichen Besinnung und der Hoffnung und des Wartens auf die Erscheinung des Herrn, des Erlösers. Auch die nicht so sehr religiösen Menschen wie ich schalten in dieser Zeit einen Gang zurück, schmücken ihr Zuhause, ziehen sich in den Familienkreis zurück, stellen Kerzen auf und zünden an jedem Adventssonntag bis Weihnachten eine weitere an. Traditionelle, menschliche, familiäre Rituale sind mindestens so wichtig wie Religion, weil sie ein Gefühl der Geborgenheit und Verbundenheit erzeugen, die durchs Leben trägt.

Dieses Jahr bestimmten wir in unserer Familie den Beginn der Zeit des Zurückschaltens und der Besinnung nicht selbst, sondern unser Leben wurde gewaltsam an einem regnerischen Abend Mitte Oktober auf einer Landstraße angehalten. 
Siebenundreißig Tage Reduktion auf das Wesentliche. Siebenunddreißig Tage Besinnung auf das, was wirklich wichtig ist im Leben. Siebenundreißig Tage die Hand unserer Mama halten. Siebenundreißig Tage Leben in Zeitlupe. Siebenunddreißig Tage mit dem Gefühl, in einem seltsamen Film mitzuspielen und doch zu wissen, es ist der eigene. Siebenunddreißig Tage im Schockzustand. Siebenundreißig Tage funktionieren. Irgendwie. Siebenunddreißig Tage die Frage nach dem Warum. Siebenundreißig Tage Fassungslosigkeit. Siebenunddreißig Tage Qualen. Siebenunddreißig Tage Hoffnung. Ein Tag Abschied. Loslassen. Vorbei.

Das Warum.
Alles im Leben hat einen Sinn. Diesen Satz hört man sehr oft, wenn einem im Leben schlimme Dinge wiederfahren, die man bewältigen muss. Ich habe ihn in den letzten Wochen sehr oft gehört.
Welchen Sinn haben Kriege? Welchen Sinn könnte es haben, dass der Machthunger, die Grausamkeit, der Narzissmus, die Gier, die Selbstüberschätzung, Unaufmerksamkeit oder der Lebensüberdruss einzelner Menschen anderen Menschen unvorstellbare Qualen bereitet oder sie tötet? Und wenn im gewaltsamen Tod irgendein Sinn liegen soll, warum davor dann noch wochenlange Qualen? Ich habe große Schwierigkeiten, darin auch nur den Hauch eines göttlichen Sinns zu erkennen.
Meine Schwester sagt zu mir, dass jede Krise, durch die wir in unserem Leben gehen müssen, eine Lernaufgabe ist, die uns bewusst gestellt wird, auch wenn sie uns auf den ersten Blick noch so sinnlos oder grausam erscheint. Herausforderungen, die wir bewältigen und überwinden müssen, um zu Erkenntnissen zu gelangen, aus denen wir lernen und an denen wir wachsen können. Persönliche Lebenslernaufgaben. Ich arbeite daran.

Für jede Erkenntnis, die ich in den vergangenen Wochen gewonnen haben, brennt auf unserem Tisch im Advent eine Kerze. Nein, keine vier. Wahrscheinlich kommen noch ein paar dazu.
  • Eine Kerze für die Erkenntnis, dass es nichts Wichtigeres im Leben gibt, als für die Menschen da zu sein, die man liebt. Nichts. Bis es vorbei ist.
  • Eine Kerze für die Erkenntnis, dass vergangene, weit zurückliegende Differenzen oder Verletzungen keine Bedeutung mehr haben und völlig unverständlich erscheinen, wenn ein Familienmitglied in Not ist.
  • Eine Kerze für die Erkenntnis, dass der Tod des zweiten Elternteils den endgültigen Verlust des Kindseins bedeutet.
  • Eine Kerze für die Erkenntnis, dass die Ärzte und Pflegekräfte im Schichtdienst auf Intensivstationen, in Notaufnahmen und überhaupt Tag und Nacht eine bewundernswerte, übermenschliche Leistung erbringen zwischen diesen allgegenwärtigen Schmerzen, all diesem Leid, dem Kummer, der Verzweiflung, der Angst, der Hoffnung, der Trauer und dem Sterben... die viel zu schlecht bezahlt wird.
  • Ein Kerze für die Erkenntnis, dass Empathie nicht jedem gegeben ist, es aber es trotzdem erstaunlich viele Menschen gibt, die große Herzensbildung besitzen. 
  • Eine Kerze für die Erkenntnis, dass man sein Leben lang noch so vorsichtig, defensiv und besonnen Auto fahren und trotzdem durch einen Autounfall getötet werden kann... weil das eben nicht jeder tut.
  • Eine Kerze für die Erkenntnis, dass man das Leben nicht planen und kontrollieren, sondern nur geschehen lassen und leben kann. 
  • Eine Kerze für die Erkenntnis, dass das Schicksal seine Gnade nicht nach objektiven und somit beeinflussbaren Kriterien verteilt.
  • Eine Kerze für die Erkenntnis, dass man die Verwirklichung von Ideen und Träumen niemals auf Morgen oder nächste Woche, nicht auf das nächste Jahr und schon gar nicht auf die Rente verschieben darf, weil innerhalb eines Sekunde alles vorbei sein kann.
  • Eine Kerze für die Erkenntnis, dass man den Menschen, die einem wirklich wichtig sind, das immer, jederzeit, laut und deutlich sagen und zeigen sollte. Zeigen, vor allem.
  • Eine Kerze für die Erkenntnis, wie unglaublich stark man sein kann, wenn man muss und dass man doch immer noch ein kleines bisschen mehr aushalten kann, wenn man denkt, es geht nicht mehr.
  • Eine Kerze für die Erkenntnis, dass die Unbeherrschbarkeit des Schicksals Wut und Demut gleichermaßen erzeugt.
  • Eine Kerze für die Erkenntnis, dass man Menschen nicht mit Liebe und purer Willenskraft am Leben erhalten kann, sondern sie mit Liebe gehen lassen muss, wenn sie das entscheiden.
  • Eine Kerze für die Erkenntnis, dass das Leben ein Kreis ist, der geschlossen werden muss, vollkommen und rund.
  • Eine Kerze für die Erkenntnis, dass die Hoffnung trotzdem immer ganz zuletzt stirbt.
Ist die Hoffnung nun Glück oder Unglück, Engel oder Teufel? Ist sie es, die uns tiefste Täler durchwandern und größte Kraftanstrengungen, Demütigungen und Qualen ertragen lässt, damit wir irgendwann wieder Licht sehen? Ist sie es, die uns antreibt, nicht verzweifeln und aufgeben, uns überleben und uns letztlich immer stärker werden lässt? Oder ist sie, wie Nietzsche es formuliert hat, "in Wahrheit das übelste der Übel, weil sie die Qual der Menschen verlängert"?
Sie ist beides. Hoffnung ist die Intensivmedizin, die mit viel Glück zwei Leben aus zehn vor dem ansonsten sicheren Tod bewahrt, aber damit auch Qualen vermeintlich unnötig verlängert und acht von zehn verliert. Aber diese zwei Bewahrten, die sind es wert, auch wenn meine Mama zu den Acht gehört, die verloren haben.

Und meine Lebensaufgabe? Die muss irgendetwas mit dieser Hoffnung zu tun haben. Mit Geduld. Dem Loslassen. Geschehenlassen. Mit der Akzeptanz dessen, was einfach passiert, ohne dass ich es kontrollieren oder verhindern könnte. Mit Demut vor dem Leben und dem Tod. All dem.
Mit dem Kreis, der geschlossen werden muss.

Habt einen schönen 1. Advent. Sagt euren Lieblingsmenschen, wie glücklich ihr seid, dass es sie gibt. Jetzt gleich. Morgen auch. Immer.

verlinkt mit:
Hoffnung, Besinnung, Advent, Abschied, Tod, Loslassen, Geduld, Kontrollverlust, Verkehrsunfall, Geisterfahrer, Demut, Stärke, Lebensaufgabe, Lerne, Elternlos

Kommentare:

  1. Liebe Katja, jeden Tag denke ich an dich! Und zu deinen heutigen Gedanken fällt mir dieser Satz von Goethe (beim Tod seiner Schwester) ein:

    *Alles geben die Götter, die unendlichen,
    Ihren Lieblingen ganz,
    Alle Freuden, die unendlichen,
    Alle Schmerzen, die unendlichen, ganz.*

    Mein Beileid zum Tod deiner Mutter. Ich wünschte, ich könnte dich in den Arm nehmen.

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  2. ... und eine Kerze für Dich, die Du das alles so für uns fassbar aufgeschrieben hast und damit klar machst, was wirklich wichtig ist,

    Noch einmal.

    Ich wünsche Dir Kraft und Liebe , diese schwere Zeit gut zu durchstehen.
    Herzliche Grüße Gitta

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  3. Ich habe keine Worte für Dein Leid.

    Fühl Dich gedrückt.

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  4. Liebe Katja, es tut mir so leid !!! Ich habe in den letzten Wochen oft an dich gedacht, es war so ruhig auf dem Blog, ein Zeichen, dass es dir nicht gut geht...
    Ich wünsche dir Kraft und Zuversicht .
    Herzliche Grüsse, helga

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  5. Liebste Katja, es tut mir so so sehr leid. Ihr wurdet so schwer verwundet, habt so hart gekämpft und gehofft.
    Ich drücke dich und euch an mein Herz.

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  6. Wenn das Licht erlischt, bleibt die Trauer.
    Wenn die Trauer vergeht, bleibt die Erinnerung.
    Nur die Liebe bleibt für immer.

    Liebe Katja,
    ich wünsche Dir viel Kraft und liebe Menschen in Deiner Nähe die Dir beistehen. Aus eigener Erfahrung weiß ich wie weh es tut geliebte Menschen für immer gehen zu lassen.

    Margot

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  7. Ganz liebe Grüße, Katja, ich denke an Euch.

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  8. ...eine Kerze wird heute hier brennen, liebe Katja,
    mit dem Wunsch, dass du Trost und Zuversicht findest,

    lieber Gruß Birgitt

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  9. wie traurig


    wie hoffnungsvoll


    wie ehrlich


    wie erkenntnisreich


    eine Kerze für dich und deine Familie

    ♥ Franka

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  10. Liebe Katja, oft gingen meine Gedanken an Dich in der letzten Zeit. Deine Worte sind so tief und so wahr... Ich wünsche Dir ganz viel Kraft!
    Herzliche Grüße
    Andrea

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  11. Ich habe keine klugen Worte, liebe Katja!
    Ich denke an dich und deine Lieben.
    Wenn es regnet, suche den Regenbogen...
    Wenn es dunkel ist, suche das Licht...
    Du hast ein wenig Licht auf deinem Esstisch gefunden und in wahre Worte für dich und uns gefasst!
    Die schönste Erinnerung an deine Mama wird irgendwann die sein,
    die dich neben den Tränen auch zum Lächeln bringt.

    Liebe Grüße
    Julia

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  12. Dieses Jahr war für uns das Jahr des Anschiednehmens! In solch geballtem Maße, dass ich eine Zeitlang glaubte es nicht mehr ertragen zu können. Aber deine Kerzen der Erkenntnis zeigen mir, warum wir den Schmerz doch ertragen und er uns letztendlich sogar gestärkt hervorbringt.
    Auch ich habe keine klugen Worte, die dir und deiner Familie helfen und euch Trotz spenden würden. Das Leben ist einfach so. Anfang und Ende ....
    Ich denke an dich und fühle dich ganz feste von Herzen gedrückt
    Claudia

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  13. Eine Kerze für Dich und deine Familie und mein aufrichtiges Beileid!

    Annette

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  14. Liebe Katja, auch in Hamburg wird für dich und deine Mutter heute eine Kerze im Fenster brennen. Danke für deine Worte und Erkenntnisse! Liebe Grüße Uta

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  15. Liebe Raumfeenmutter, du hast es nicht geschafft. Deine Tochter wird bei jedem In Heaven an dich und den Feenvater denken. Nur die schönen Erinnerungen werden bleiben. Ruhe in Frieden.
    Liebe Katja, mein herzlichstes Beileid!
    Carmen

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  16. Liebe Katja,
    du kannst dir meiner Anteilnahme am Tod deiner Mutter sicher sein, denn noch kämpfe ich täglich mit der Trauer um den Verlust von Vater & Schwiegermutter, weiß also um deine Gefühle.
    Einen Sinn suche ich nicht mehr. Dem Faktum, dass das Leben mit dem Tod endet, kann ich nichts entgegen setzen. Ich versuche, mein Leben zu leben, so gut ich es vermag, und für mein Verhalten aus dem Erlebten Schlussfolgerungen zu ziehen. Du wirst es ebenso halten.
    Alles Liebe!
    Astrid

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  17. .....das Leben ist nicht fair..
    Es tut mir so unendlich leid.
    Petra

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  18. Liebe Katja,
    mein herzliches Beileid! Meine Gedanken sind bei dir und deiner Familie.
    Wir haben vor 14 Jahren auch vor einer Situation gestanden, dir mir auch heute immer noch vor kommt wie in einem Film. Es war ein perfekter Tag im August und mein Bruder war mit seiner Freundin unterwegs Fahrrad fahren. Er überquerte eine Straße - eine Zehntelsekunde zu früh - und wurde von einem Motorradfahrer erfasst, der sich mit einem anderen ein Rennen geliefert hat. BUMM - mit 31 Jahren aus dem Leben katapultiert.
    Wenn man so etwas erlebt (hat), weiß man, es gibt auf die Frage: Warum? keine Antwort. So ist das Leben. Man lernt die Situation zu akzeptieren - aber Verstehen - nein, niemals.
    Du hast einige Erkenntnisse in Worte gefasst - ich kann diese nur bestätigen.
    Und zünde heute auch eine Kerze für dich und deine Mutti an.
    Liebe Grüße,
    Moni

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  19. <Kerzen der Erkenntnis< wie gut du alles in Gefühl und Worte gebracht hast.Die Kerze, die wir den Menschen mitgeben können ist- sie gehen zu lassen mit Liebe und gutem Willen für sie in dem neuen Leben alles Liebe zu wünschen- wir haben nicht das Recht sie bei uns zu halten, wenn sie gehen wollen. Ich erlebe es zur Zeit sehr nahe, eine liebe Bekannte ist vierundfünfzig-jährig vor wenigen Tagen von uns gegangen und sie ist mit Hoffnung gegangen. Wir verabschieden sie am nächsten Donnerstag.Ich zünde für alle eine Adventkerze an.
    Gruß von
    heiDE

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  20. Liebe Katja, das tut mir so leid!
    Ich denke an dich, beim Anzünden der Kerze.
    Und an deine Erkenntnisse. Wie wahr, wie wichtig.
    Liebe Grüße
    Jutta

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  21. Liebe Katja,
    Dir auch einen schönen Advent! Und Ruhe und Zeit für Trauer. Keine Zeit der Ernte, keine Zeit des Jubels. Das hast Du eindrucksvoll beschrieben.
    Es ist schön, wie Du die Kerzen für all das entzündet hast, was in Dir gewachsen ist in dieser schweren Zeit. Und damit ist eigentlich die Frage beantwortet. Dass die Hoffnung uns antreibt hat seinen Grund auch darin, dass wir das Leid als Dünger für unsere inneren Fortschritte und Erkenntnisse, für unser Erwachsenwerden und für unsere Menschlichkeit erkennen. Aus dem Mist wachsen Blumen. Hoffnung ist eine Tugend. Das Wissen um ihre Berechtigung Erkenntnis.
    Liebe Katja, ich wünsche Dir Kraft und Mut zur Hoffnung und werde an Dich denken, wenn ich gleich meine Adventskerze wieder anzünde.
    Herzliche Grüße zu Dir von
    Lisa

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  22. Das Leben hat Deine Mama verloren, völlig absurd sinnlos. Aber auf ihrem letzten Weg, der so schmerzhaft und quälend war, wurde sie auf's Liebste begleitet und gehalten, bis zum Schluß! Von ihren eigenen Töchtern, das ist wunderschön, auch wenn es so tieftraurig ist.
    Manno, Katja, ich weiß die ganze Zeit schon nicht so richtig, was ich Dir sagen soll. Mein herzliches Beileid, alles Liebe für Dich und Deine Schwester. Eure Mutter könnt ihr jetzt nicht mehr halten, aber haltet Euch ganz, ganz fest, bitte!

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  23. Liebe Katja,
    ich denke an dich. - Du hast trotz allen Leids so wunderbare Worte gewählt.
    Danke Dir dafür.
    Alles Liebe
    Heidi

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  24. "SIE IST NUN FREI
    UND UNSERE TRÄNEN
    WÜNSCHEN IHR GLÜCK."
    Johann Wolfgang von Goethe

    Ich glaube, dieser Ausspruch von Goethe passt ganz gut...
    Sehr schön geschrieben, liebe Katja.
    Alles Liebe. Lotta.

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  25. "Und meine Seele spannte
    Weit ihre Flügel aus,
    Flog durch die stillen Lande als flöge sie nach Haus."

    In Gedanken Lena

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  26. Liebe Katja!

    Deine Mama hat nun diesen letzten Schritt gewagt und hat ihn geschafft, weil ihr ihr so sehr zur Seite gestanden seid. So geliebt gehen zu dürfen, ist etwas sehr Schönes. Sei gewiss, sie ist auch drüben in liebend geöffneten Armen gelandet. Auch ich bin nicht religiös im eigentlichen Sinn, aber das ist eine ganz tiefe Gewissheit, die ich habe.
    Ich denke an euch. In den letzten paar Jahren habe ich drei schmerzliche Abschiede erlebt, jeder war anders, jeder tut weh. Mit deinen Erkenntnissen - besonders damit, dass man nichts, aber schon gar nichts aufschieben soll und dass man seinen Lieben die Liebe immer und verschwenderisch zeigen soll, hast du absolut recht.
    Auch meine Kerze brennt heute für euch.
    Ursula

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  27. Liebe Katja!

    Danke für deine Worte und ich wünsche dir Kraft und Licht und viele kleine Zeichen.
    Ich zünde eine Kerze an für die Erkenntnis, dass nichts komplett ganz für immer vorbei ist.

    Alle Menschen müssen sterben.
    Aber niemand ist tot.

    Ich denke an dich und an uns und weine mit dir.
    Deine Melanie




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  28. Mein herzliches Beileid zu eurem schweren Verlust. Die Kerze brennt auch hier.
    Alles Liebe, mano

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  29. Liebe Katja,
    in den letzten Wochen habe ich im Stillen mit Dir gehofft.
    Es tut mir so unendlich leid.
    Ich wünsche Dir und Deiner Familie viel Kraft in dieser schweren Zeit.
    Deine Mama wird in euren Herzen immer bei Euch sein.
    Ich danke Dir für die Worte die Du trotz allem gefunden hast.
    In Gedanken bei Euch
    Melanie

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  30. Liebe Katja
    Es tut mir unendlich leid .So einen Verlust steckt man nicht so einfach weg.
    Man hadert mit sich und mit allem und doch steckt in deinem so schönen Text die ERKENNTNIS der Hoffnung.
    Ich denke an Euch und wünsche Euch ganz viel Kraft .
    Fühl dich gedrückt von mir.
    Liebe Grüße
    Anja

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  31. Mein herzliches Beileid liebe Katja. Das tut mir so unendlich leid.Ich wünsche dir und deiner Familie viel Kraft in dieser schweren Zeit.
    Liebe Grüsse
    Nica

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  32. eine warme umarmung von mir, liebe katja. ich denke an dich und bin mit dir traurig.
    licht & liebe!

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  33. Ach,meine Liebe. Einen Sinn haben solche Dinge bestimmt nicht. Es ist einfach nur traurig und tut weh. Aber man kann damit fertig werden.
    Mein herzliches Beileid für dich und deine Familie.
    Ursel

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  34. wenn das leben geht ... sieht man wie vieles wichtig oder unwichtig ist aber das wichtigste hast du gemacht und bestimmt machst du es auch weiter so ! wie jeder es machen sollte *
    * alles gute *

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  35. Mein aufrichtiges Beileid, liebe Katja!
    Ich denke an dich und wünsche viel Kraft und Mut für deine Lebensaufgabe!
    Annette

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  36. Liebe Katja,
    Diese Worte voller Mut, ohne Bitterkeit....Dankeschön.
    Mein Beileid für Dich und Deine Familie : Die Mutter war`s
    ....mehr fällt mir nicht ein. Ich wünschte, ich könnte mit meinen Tränen hier ein wenig der Trauer von Dir nehmen.

    Viel Kraft für Dich!
    Liebe Grüße
    Sandra

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  37. Liebe Katja, ich umarme dich und drück dich. Und schicke Licht und von Herzen alles Liebe. Und jetzt hab ich selber Tränen in den Augen. Und werd jetzt ein Licht anzünden...

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  38. Auch wenn der Tod deiner Mutter sehr schmerzt, sie hat dir einen Reichtum hinterlassen, den du dankbar annehmen solltest.
    Mit diesem Reichtum, dem Gewinn an kostbaren und wertvollen Erkenntnissen, werden sich in deinem eigenen Leben völlig Lebensperspektiven eröffnen.
    Nur im Loslassen kann Neues entstehen.
    Mein herzliches Beileid.
    Von Mensch zu Mensch füge ich noch hinzu: Schön, dass es dich gibt !
    Laura

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    1. Sorry, sollte "neue" Lebensperspektiven heißen.

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  39. Liebe Katja,
    diese traurige Nachricht lässt mich mit Dir weinen, mein herzliches, aufrichtiges Beileid. Habe oft an Dich gedacht und mitgehofft. Deine Worte geben auch mir Kraft und lassen den Glauben an die Hoffnung nicht verlieren. Ich zünde eine Kerze in Gedanken an Dich an und beherzige Deinen Rat, meinen Lieblingsmenschen zu sagen, wie glücklich ich bin, dass es sie gibt. Liebe Grüße, Wiebke

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  40. Mein Beileid liebe Katja! Ich fühle so mit Dir! Und ja, so habe ich es auch empfunden, als den endgültigen Abschied vom Kind sein....sei ganz lieb gegrüßt, Stephanie

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  41. liebe katja, da bist du ja wieder. habe viel an dich gedacht in der zwischenzeit. was für ein prächtiger tisch! ich habe deinen blick diesmal erst erkannt, als ich den link zum 12tel blick sah. ich arbeite zwar noch an meiner persönlichen theorie, aber einen sinn im leid zu finden, so hiobmäßig, daran möchte ich nicht glauben. zumindest nicht als lebensprinzip. ich wünsche dir ein leben an der sonne!

    bis bald . tabea

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  42. Liebe Katja!
    Wie unendlich traurig . . .
    Ich bin nicht so unsagbar wortgewandt wie du - ich kann dir lediglich mein aufrichtiges Beileid aussprechen und dir sagen, dass ich seit diesem schrecklichen Ereignis im Oktober täglich in Gedanken bei dir und deiner Familie bin.
    Ich drück dich,
    ELFi

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  43. Liebe Katja, es tut mir so leid... Mir fehlen die Worte, und ich will trotzdem nicht "nichts" sagen. Bitte verzeih, das mehr und besser nicht geht. Danke für Deine wunderschönen Zeilen, Du bist bewundernswert und ich wünsche Dir, ganz besonders auch Deinem Sohn und allen Deinen Lieben trotz allem eine friedliche und gute Adventszeit. Liebe Grüße von Tina

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  44. Liebe Katja,
    ein paar Beiträge weiter hinten schossen mir Tränen in den Augen. Aber jetzt auch ein Funke, ein Schimmer. Ein Staunen dazu, wieviel Licht Du in Dir hast. Und Liebe für die Welt.
    Ich wünsche Dir dass Du genug Kerzen hast für alle Erkenntnisse. Dass Du Halt finden kannst. Und diese fiese Adventszeit schöne Momente mit den Lieben bringt. Umso mehr.
    Von Herzen,
    Ann-Kathrin.

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  45. Liebe Katja, es tut mir so leid! Ich habe seit deinem Post im Oktober oft an dich gedacht und mich gefragt, wie es deiner Mutter wohl geht, ob sie es geschafft hat. Und nun lese ich deine Zeilen und bin ganz mutlos. Ja, es ist sinnlos und viel zu früh und es gibt daran nichts schönzureden. Von der Frage nach dem Sinn oder dem Ansehen als Lernaufgabe halte ich nichts, manches ist im Leben einfach nur furchtbar, sonst nichts. Und trotzdem muss man weitermachen, auch wenn es überhaupt keinen Sinn ergibt. Ich wünsche dir alle Kraft auf Erden dafür!
    Alles Liebe,
    Regina

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  46. Ich bin zutiefst berührt und kenne niemanden, der in tiefer Trauer zu solch wunderbaren, klugen, klaren Gedanken fähig gewesen wäre. Die Frage nach dem Warum und dem Sinn beschäftigt uns nach einem schrecklichen Verlust sehr lange. Irgendwann wurde mir klar, dass mein Kind, das ich im Alter von drei Jahren verloren habe,seitdem immer als mein Schutzengel an meiner Seite ist. Ich denke, dass Menschen, mit denen man ganz eng verbunden war, nicht einfach 'weg' sind. Deine Mama sieht und begleitet Dich. Mit stillem Gruß Edith

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  47. Liebe Katja
    Deine Worte haben mich sehr berührt. Ich habe schon länger keine Blogs mehr besucht. Heute, zwischen den Jahren, hatte ich das Bedürfnis bei dir zu lesen. Du solltest ein Buch schreiben. ;-) Deine Worte sind so schön, regen an zum Nachdenken, überdenken und machen einfach Freude.
    Ich wünsche Dir einen schönen Jahreswechsel und fürs neue Jahr nur das Beste.
    Liebe Grüsse Paula

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  48. :( sehr berührend geschrieben. es tut mir sehr leid für dich, deine mama und deine familie. es wird noch lang dauern, bis es nicht mehr so arg und vordergründig schmerzt und ganz schließen wird sich die lücke wahrscheinlich nie.
    alles im leben hat einen sinn? nicht unbedingt. gewaltsamer tod hat nie einen sinn. aber wir können aus allem etwas lernen und versuchen daran zu wachsen. manchmal darf man aber auch einfach nur traurig und verzweifelt sein.

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Schön, dass Du hier bist. Ich freue mich über deine Worte!