Samstag, 12. September 2015

In heaven No. 182 - Pfirsichmond

Wann auch immer man den Mond betrachtet, er sieht stets anders aus. Mal schmale Sichel, mal breites Mondgesicht, mal kurz über dem Horizont, mal ganz oben am Firmament, mal strahlend weiß wie frisch gefallener Schnee, mal leuchtend orange wie ein reifer Pfirsich, mal aschfahl und grau wie ein trauriger alter Mann. Betrachtet man ihn von Australien aus, dann zeigt er noch dazu ein anderes Gesicht wie beim Blick von einem bayerischen Berg. Und doch... würde niemand jemals anzweifeln, dass wir alle den selben Mond betrachten und bewundern und dass er niemals anders als liebevoll und friedlich auf uns hinabblicken würde. Warum ist hier so einfach, was bei der Frage nach dem einen Gott so schwer zu sein scheint? Warum entbrennen Hass, Kriege und Völkermord um die Frage nach dem "richtigen" Gott und dessen angeblichen Wünschen und Absichten? Weil Menschen eine tiefe Sehnsucht nach Geborgenheit in einer Gruppe, nach Schutz und Führung haben und sich jedweder Gott deshalb bestens eignet, um von narzisstischen Psychopathen für Machtzwecke instrumentalisiert zu werden? Womöglich.

Aufgehender Pfirsichmond über Arnbruck am einundzwanzigsten August. Originalfarbe.

Für mich ist "blauer Himmel" nur die Minimalversion gegenüber der beeindruckenden und faszinierenden Dramatik, zu der unser Himmel in Verbindung mit Sonne, Mond und Wolken fähig ist. Deshalb zeige ich hier jeden Samstag eines oder auch mehrere Himmelsbilder, die ich die Woche über eingefangen habe. 
Wer mitmachen möchte ist herzlich eingeladen, seinen Himmel und den entsprechenden Post hier zu verlinken.
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Kommentare:

  1. Liebe Katja, ich bewundere deine Gabe so feinsinnig zu formulieren und bin tief beeindruckt von deinem gestrigen Post, zu dem mir die passenden Worte fehlen.
    Danke dafür.
    Mein heutiger Himmel spiegelt in etwa das derzeitige Chaos in meinen Gedanken wider. Herzliche Grüsse, helga

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  2. Der Mond ist sichtbar..."Gott" ist da schon schwerer zu "fassen"...Ich glaube, eine wirklich friedliche Welt wird es niemals geben, denn sie wird von Menschen gestaltet und regiert...und darunter gibt es eben auch Narzissmus...Neid...Größenwahn. LG Lotta.

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    1. Ich hoffe so sehr, dass Du Unrecht hast.
      Katala

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  3. Selbst über das was sichtbar, greifbar, offenbar ist, können sich Menschen streiten und bekriegen. Hohe Werte, Religionen lassen sich so wunderbar instrumentalisieren, weil sich diejenigen, die sie im Banner führen, somit versuchen, sich auf eine scheinbare höhere und unangreifbare Ebene zu ziehen. Die Gier nach Macht bleibt immer dieselbe.
    Der Mond weiß schon, warum er sich für Menschen unbewohnbar macht....
    Liebe Grüße
    Andrea

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  4. bilder von pfirsichhimmeln braucht die seele im moment besonders.
    liebe grüße zu dir.

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    1. da kann ich mich nur anschliessen!
      liebe Grüße!

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  5. Ein wunderschönes Foto!
    Hab ein schönes Wochenende!
    Liebe Grüße
    Mary

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  6. ja zum reinbeißen!
    tabea grüßt bei sonne

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  7. liebe katja,
    wie du mit worten umgehen kannst
    ja wir menschen sehen alle nur den selben mond, jeder auf seine art,
    warum das mit gott nicht geht???
    spätsommerliche grüße
    judika

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  8. Und gerade weil "Gott" so schwer zu "fassen" ist, kann man ihn für alles missbrauchen. Ich wollte, man nähme statt Gott den Mond, denn der ist zu "fassen".
    Ein wunderschönes Foto.
    Lieben Gruß
    Katala

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  9. Ich muss jetzt an ein Lied denken: Guter Mond, du gehst so stille durch die Abendwolken hin. Schöner Mond! Lieben Gruß Ghislana

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  10. in diesem sinne :: ich bin für den glauben an einen mond. mit nachdruck.

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Schön, dass Du hier bist. Ich freue mich über deine Worte!