Donnerstag, 4. Juni 2015

Der Mann in mir.

Was wäre wenn... ich ein Mann wäre und keine Frau? Wenn man Fee heißt, dann scheint es Lichtjahre weit entfernt, ein Mann sein zu können oder sein zu wollen. Ist das wirklich so? Fee ist der Frage trotzdem mal nachgegangen und hat sich dazu sehr spannende und lesenswerte Gedanken gemacht. Und sie hat mich gebeten in mich hineinzuhören, ob ich denn nicht vielleicht lieber ein Mann wäre. Was glaubt ihr? Würde ich wollen? Wäre ich als Mann ein besserer oder schlechterer Mensch? Wäre mein Leben einfacher oder schwieriger? Oder nur anders?

Was wäre anders in deinem Leben, wenn du ein Mann wärst?

Wenn ich ein Mann wäre... dann wäre es völlig normal gewesen, dass ich als Kind lieber im Wald auf Bäume geklettert bin oder Höhlen gegraben habe, anstatt Prinzessin zu spielen, lieber mit Lego und an der Werkbank mit Hammer und Nägeln hantiert und Puppen lieber zerlegt und ihr Innenleben erforscht habe, anstatt ihnen Kleidchen anzuziehen oder mit Barbiepuppen zu spielen. Niemand hätte versucht, mich in meiner Freiheit zu beschränken, von der Richtigkeit des Gegenteils, von Strumpfhosen und der Farbe Rosa zu überzeugen und auch nicht davon, dass Schreiner ein Männerberuf ist.

Wenn ich ein Mann wäre... hätte ich von der Fürther Schreinerinnung zum Gewinn des Gesellenstück-Innungswettbewerbs einen Baumarktgutschein, eine Schleifmaschine oder einen Akkuschrauber bekommen wie die männlichen Gewinner der anderen Innungen - und nicht ein Buch.
Wenn ich ein Mann wäre... dann hätte ich vor allem kein Kind in mir heranwachsen lassen, gebären und ein Jahr lang fast ausschließlich aus mir heraus ernähren können. Eine Erfahrung, die Männer niemals machen können und die sie deshalb auch nicht dazu ermächtigt, Mutterliebe, Mutterinstinkt und Muttergefühle wirklich nachempfinden oder beurteilen zu können. Natürlich können auch Väter ihre Kinder sehr lieben und sie auf dem Weg zum Erwachsenwerden begleiten, aber "mein Fleisch und Blut" ist emotional nicht vergleichbar mit "mein Samen". Das ist sicherlich eine Position, die man kontrovers sehen kann, aber es ist meine. Weibchen sind ein Wunderwerk der Natur.
Ich finde es großartig und beeindruckend, dass weibliche Exemplare unserer und aller anderen Säugetierspezies dazu in der Lage sind - genauso wie es mich mein Leben lang faszinieren wird, dass riesige Bäume aus einem winzigen Samenkorn nur mit Hilfe von Wasser, Sonnenlicht und ein paar Mineralstoffen heranwachsen können, dass es Tiere gibt, die abgetrennte Gliedmaßen oder ausfallende Organe reproduzieren oder sich von einer Raupe in einen Schmetterling verwandeln können. Und was wäre noch anders?
Wenn ich ein Mann wäre... dann würde ich mich nicht rechtfertigen (müssen) für das was ich bin, tue und möchte, würde mich viel weniger hinterfragen, hätte viel weniger Selbstzweifel, würde mir viel weniger Sorgen darüber machen, ob ich gut genug bin, ob jemand sauer auf mich ist, was andere über mich denken, wie andere mich beurteilen oder ob ich etwas schaffe und hätte viel weniger Probleme damit zu scheitern. Ich könnte nur zwei paar Schuhe und drei gleiche Hosen haben und niemand würde das komisch finden. Auch wenn ich noch so schiech oder alt wäre, würde ich jede junge, attraktive Frau anbaggern, weil mir kein Grund einfallen würde, warum sie mich nicht wollen sollte... in dem sehr unwahrscheinlichen Fall, dass ich daran überhaupt einen Gedanken verschwenden würde. Lebenserfahrung, Falten und graue Schläfen würden mich für das andere Geschlecht interessant machen und nicht unsichtbar und außerdem könnte ich unhinterfragt maulfaul sein und schweigen so lange ich will, schlechte Laune hinter einem Vollbart verstecken und wie Bud Spencer aussehen, mein Gewicht wäre so gut wie egal und ich könnte im Stehen pinkeln - was einfach praktisch ist.

Was tust du nur deshalb, weil du eine Frau bist? 

Weil ich eine Frau bin... mache ich mir über viel zu viele Dinge Gedanken, fühle ich mich viel zu oft unzulänglich und für viel zu viel zuständig. Ich mache mir viel zu viele Gedanken über Ursache und Wirkung, darüber was jemand sagt und wie er es meinen könnte, wie sich andere dabei fühlen und ob sich überhaupt alle wohlfühlen und satt sind. 
Weil ich eine Frau bin... achte ich zu wenig auf meine eigenen Bedürfnisse und die Erfüllung meiner eigenen Wünsche und überfordere mich immer wieder, weil ich alles 100%ig machen möchte.  
Weil ich eine Frau bin... kann ich mich nicht völlig befreien von Schönheitsdiktaten, enthaare Teile meines Körpers, finde mich zu dick, feile meine Nägel, fürchte Falten und graue Haare und hindere meine Augenbrauen daran, auf meiner Nase zusammenzuwachsen.

 

Welche Dinge lässt du lieber, weil du eine Frau bist? 


Im Stehen pinkeln.
Einen Bart tragen. 
Mir in der Öffentlichkeit in den Schritt greifen. 
Mich überschätzen.
Mir ein Bärenfell wachsen lassen. 
Delegieren.

Durch welches Klischee fühlst du dich persönlich beeinträchtigt? 

Blöde Klischees? 
Innenarchitektinnen sehen aus wie gestylte Models und haben von Technik keine Ahnung. 
Gewichtige Menschen essen den ganzen Tag Ungesundes, sind willensschwach und faul.

Andere, wie zum Beispiel spezielle Männer-Frauen-Klischees, finde ich so lächerlich, dass ich mir darüber keinerlei Gedanken mache, weil sie meiner Erfahrung nach sowieso nicht zutreffen und mich deshalb auch nicht beeinträchtigen. Ich kann Kleinlaster fahren, rückwärts einparken, sehr laut fluchen (vor allem beim Autofahren) und beeindruckende Wutanfälle kriegen, behindere selbst in italienischen Großstädten nicht den fliessenden Straßenverkehr, telefoniere ungern, shoppe noch ungerner, habe mir noch nie Finger- oder Fußnägel lackiert, gehe nie zum Friseur, trage kein Makeup, habe keine Problem damit, mich schmutzig zu machen, bin sehr direkt, sage meine Meinung, bin zupackend, habe Zivilcourage, kann nicht nur einen Motorkrümmer und Reifen wechseln, Möbel bauen und mit allen elektrischen Handwerksmaschinen umgehen, sondern auch Wohnungen renovieren, mauern, verputzen, Fliesen legen, Türen setzen, malern und Steckdosen verkabeln und eine ganze Schar männliche Handwerker auf einer Baustelle koordinieren. 
Und dabei bin ich ganz und gar Frau, Weib und Mutter, liebe, behüte und unterstütze, versorge den Haushalt, sammle Kräuter, mache kalte Umschläge, koche Hustentee und Marmelade, betreue Hausaufgaben und bringe den Müll raus. Ich kann jämmerlich schwach sein und einschüchternd stark, völlig ausgelutscht und ein Energiebündel, willensstark und konsequent und heillos herumeiernd luschig, fröhlich und traurig, euphorisch und frustriert, logisch und emotional, distanziert und empathisch, ich dekoriere gern und reduziere aufs Wesentliche, sammle und miste gnadenlos aus

Es gibt kein typisch männlich oder typisch weiblich, ebensowenig wie es nur schwarz oder weiß gibt. Pink finde ich immer noch schrecklich.
Womöglich bin ich auch der eigenartige Gegenentwurf zu einem weiblichen Klischee, aber da ich noch mehr Frauen kenne, die in kein Klischee passen, weiß ich auch  - ich bin nicht alleine damit.

In welcher Situation ist es von Vorteil, zur Gruppe der Frauen zu gehören?


Es ist von Vorteil, eine Frau zu sein, wenn...
 

... einer schreit: "Frauen und Kinder zuerst!"
... man ein Kind bekommen möchte.
... man sich in der Schule vor dem Sport drücken will.
.
.. man gerne lange Haare und Kleider trägt.
... Empathie und Feingefühl gefragt ist.


Ansonsten überwiegen die Nachteile - beruflich, finanziell, gesellschaftlich - zumindest, wenn man nicht klein, zart, süß und niedlich ist, denn dann hilft auch ein beeindruckender Augenaufschlag nicht, um Schwerstarbeit nicht selbst erledigen zu müssen.
Frauen zahlen höhere Beiträge in der Krankenversicherung, sie bekommen bei gleicher Leistung und Qualifikation in ihrem ersten Job weniger Gehalt, haben schlechtere Aufstiegschancen und längere Ausfallzeiten, wenn sie nicht kinderlos bleiben. Sie sind in Familien arbeitszeitmäßig höher belastet als Männer, werden für Ihren zweiten und dritten Job als Mutter- und Haushälterin mit 24h-Bereitschaftsdienst an 7 Tagen die Woche und ohne Urlaubsanspruch gar nicht oder nur marginal bezahlt und sind deshalb später deutlich stärker von Altersarmut betroffen als Männer.


Gibt es Situationen, in denen das Geschlecht keine Rolle spielt? 

 

Falls etwas nicht wirklich durch das körperliche Geschlecht stark erschwert oder ausgeschlossen ist (wie beim Kinderkriegen zum Beispiel), glaube ich nicht, dass es rein theoretisch ein Rolle spielt - zumindest nicht bei der Frage, was jemand kann oder nicht kann, darf oder nicht darf, tun oder lassen sollte. "Theoretisch", weil es faktisch eben doch so ist, dass es eine Rolle spielt, weil wir vom Thema Vorurteilsfreiheit, Gleichwertigkeit und Gleichberechtigung noch meilenweit entfernt sind. Aber "theoretisch" dürfen Frauen heute die gleichen Berufe ergreifen wie Männer und umgekehrt, dürfen Männer sich wie Frauen kleiden, Frauen wie Männer und zumindest theoretisch gibt es keinerlei Vorschriften, für was sich jemand aufgrund seines Geschlechts interessieren, was er tun oder wie er aussehen muss. Dass ich damals trotzdem in den Kindergarten zitiert wurde, um mir von der Kindergärtnerin mit gerunzelter Stirn anzuhören, dass mein Sohn sich am liebsten als Prinzessin verkleidet und die gläsernen Pantöffelchen trägt, und dass ihr das Sorgen mache, ist ein anderes Problem. Frauen können gegen Ungerechtigkeit aufstehen, den Nobelpreis gewinnen, Bestseller schreiben und technische Großbaustellen leiten und Männer können Erzieher oder Hebamme werden (sofern hirnrissige gesetzliche Regelungen den Hebammenberuf nicht bald vollkommen unmöglich machen). 


Alles in allem... möchte ich kein Mann sein, wenn es auch in mancher Hinsicht einfacher wäre, das Leben. Ich bin gerne weiblich. Eigenartig weiblich.

 

Und was wäre wenn... du ein Mann wärst? Wer Lust hat, diese Fragen für sich und alle anderen in seinem Blog ebenfalls zu beantworten, dann nur zu - ich bin neugierig. :-) 


Ursprünglich stammt die Idee übrigens von hier.
Blogstöckchen, #eigenartig, #WasAndersWäre, #WasWäreWenn, Was wäre wenn ich ein Mann wäre, Wenn ich ein Mann wäre..., #Geschlechtertausch, #Rollentausch, Möchtest du ein Mann sein?

Kommentare:

  1. ..ein sehr interessanter und dennoch lustiger Post mit den witzigen Fotos ;-)
    Für mich sehr schwer vorstellbar, ich war immer Mädchen durch und durch, hatte lange Haare die meißt zu Zöpfen geflochten waren und ich hab viel rosa getragen und mit Puppen gespielt, hab gehäkelt und gebastelt und hatte ich bunte Malstifte dann war ich über Stunden still und happy. Ich bin noch nie auf einen Baum geklettert und arbeite als Sekretärin in einem wohl typischen Frauenberuf.
    Auch heute noch Mädchen durch und durch :-)
    Aber ein sehr schöner Blogbeitrag, alles Liebe vom Reserl

    AntwortenLöschen
  2. Liebe Katja,
    was für ein wunderbarer Post, bei vielem was Du schreibst sprichst Du mir aus der Seele, Deine Bart-Grimassen-Photos sind klasse und bringen mich zum Lachen.
    Ich möchte kein Mann sein
    herzlich Judika
    P.S. Unser dritter Sohn hatte lange blonde Haare und nahm jeden Tag seine Puppe mit in den Kindergarten. Für die Puppe nähte ich nach seinen Wünschen goldene und silberne Prinzessinnenkleider.. das wurde von vielen als befremdlich angesehen. ..

    AntwortenLöschen
  3. Das ist mal wieder ein soooooo toller Post von Dir!!!! Ich liebe Deine Texte und freue mich jedes Mal aufs Neue, wenn Du wieder etwas Persönliches schreibst. Es ist toll, Dich so ein Stückchen näher kennen lernen dürfen, indem Du uns solche Einblicke ermöglichst. Es macht Dich einfach unglaublich sympathisch. Vielleicht auch gerade deshalb, weil ich -gerade hier- ganz viele Gemeinsamkeiten erkenne. Ich lackiere mir zwar die Fingernägel (aber nur wenn sie ganz kurz sind, ich hasse lange pinke Fingernägel - iiiiiihhh), bin aber alles andere als eine Prinzessin oder gar Tussi. Den Schreinerberuf fand ich übrigens auch schon immer TOTAL toll und den hätte ich mir auch wirklich gut für mich vorstellen können. Dafür bin ich dann irgendwann bei der Feuerwehr gelandet - auch nicht gerade sehr weiblich und da darf man auch alles sein, nur keine Prinzessin. Was nicht heißt, dass ich nicht gerne eine Frau bin - im Gegenteil. Wie Du schon so schön geschrieben hast: alleine, dass man so die Möglichkeit hat, ein Kind zu gebären, ist das größte Glück, das man haben kann, was einem Mann eben niemals möglich wäre. Aber auch so bin ich gerne eine Frau.

    Sei ganz lieb gegrüßt
    Pamy

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. ach ja: die Fotos sind übrigens der absolute Knaller zum Post ;)

      Löschen
  4. Liebe Katja, ein schöner "Katja-Post" ist das. Bei vielen Dingen habe ich innerlich nur zustimmend genickt. Ich finde dich klasse - ganz genau so, wie du bist!
    Herzliche Grüße, M.

    AntwortenLöschen
  5. Ich musste mir erst mal die Lachtränen aus den Augen wischen...wegen der Fotos...bevor ich den Text lesen konnte...;-). "Männer haben immer das vorletzte Wort." Klaus Klages...deshalb wollte ich schon immer lieber eine Frau sein...Mal sehen, ob mir zu diesem Thema noch was einfällt...eigentlich hast du ja alles gesagt...;-) LG Lotta.

    AntwortenLöschen
  6. Schöner Text! Nur beim "Muttergefühle"-Absatz widerspreche ich - als Frau kann man nicht wissen, wie ein Vater fühlt, da zu unterstellen, er könne das "Kind im Bauch tragen" nicht emotional ausgleichen, finde ich nicht richtig. Man kann einfach nicht wissen, wie andere fühlen oder nicht fühlen. Das "aus mir selbst ernähren" lasse ich mal weg, schließlich gibt es genügend Frauen, die das aus unterschiedlichen Gründen nicht tun und denen unterstellst du ja vermutlich auch nicht weniger Muttergefühle ;)

    Generell ... bin ich gern eine Frau. Ich bin allerdings "klein, zart, süß und niedlich" und profitiere sicher ab und an (unabsichtlich!) auch davon.
    Einen großen Nachteil am Männerdasein hast du nicht erwähnt: Frauen können im Alltag nach Belieben zwischen Frauen- und Männerkleidung wählen - Männer werden schief angesehen, wenn sie sich an Frauenkleidung bedienen. Bei Hitze können Frauen auch bei offiziellen Anlässen luftige, kurze Kleidung und offene Schuhe tragen, wo für Männer lange Hosen und geschlossene Schuhe Pflicht sind.
    Als Kälte-Mensch, der den Sommer am liebsten abschaffen würde, empfinde ich das als Riesenvorteil am Frausein ;)

    Ich mag es, wie variabel ich als Frau aussehen kann, durch unterschiedliches Make-Up und unterschiedliche Frisuren - als Mann ist man da deutlich eingeschränkter, will man nicht gesellschaftlich anecken. Da hat man zwar Bartmöglichkeiten, aber die gehen nicht täglich zu verändern ;)

    Ich würde allerdings sehr gern im Stehen pinkeln können - darauf bin ich wirklich neidisch! Ebenso auf Männerblasen, die erst ab höherem "Füllstand" melden "Ich muss mal". Bei meinem outdoor-lastigem Hobby wär das ein echter Vorteil, ein Kerl zu sein ...
    Als Mann würde ich aber wiederum mehr darunter "leiden", klein gewachsen zu sein - in der Vorstellung vieler muss ein "echter Kerl" groß sein, für Frauen ist die Größe weniger relevant, auch auf der Sexappeal-Skala.

    Ich würde mich gern mit meinen 30 Jahren irgendwo bewerben können, ohne dass der Arbeitgeber "Oh oh, die wird bestimmt bald schwanger" als Gegenargument im Kopf hat. Da müsste es staatlichen Ausgleich geben, der Schwangerschafts-Ausfälle zumindest für kleinere Betriebe vollständig kompensiert, damit Chancengleichheit für beide Geschlechter herrschen kann.

    Sonst noch was? Meine "Männerhobbys" kommen beim anderen Geschlecht super an, mein Freund freut sich über seine Nerdfrau. Er ist übrigens empathischer als ich.
    Ich mag es, wenn Männer "Frauendinge" mögen (Ballettänzer sind sexy!) und ungekehrt (Automechanikerinnen auch!). Ich hoffe, dass die Klischees und Grenzen in Zukunft mehr aufweichen, dass die Rosa-Blau-Unterteilungen in den Spielwarenläden wieder weniger werden, dass Benachteiligungen beider Geschlechter immer weiter verschwinden.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Hana, wie ich oben schon geschrieben habe, spreche ich Männern keinerlei Gefühlstiefe ab in Bezug auf ihre Kinder - nur das Recht, die Gefühle einer Mutter beurteilen oder nachempfinden zu können, weil das aufgrund anderer Voraussetzungen einfach nicht geht - ebensowenig, wie ich als Frau Vatergefühle "nachempfinden" kann.

      Löschen
  7. Deine Fotos sind wirklich ein Knüller: was Haare! Und das Indianermädchen! Und wie unbändig du hinter einem Bart vorgucken kannst ;)

    Ich glaube, bei der Geschlechterfrage bin ich ungewohnt pragmatisch: es ist, wie es ist. Ich bin als weibliches Wesen geboren - und habe das so angenommen, ohne es weiter zu hinterfragen. So wie die Farbe meiner Augen, die Größe meiner Füße oder die Form meiner Brüste. Es ist, wie es ist. Daher habe ich das *Was wäre wenn -Spiel* nie durchdekliniert.

    Zumal man bei Verallgemeinerungen eigentlich immer schon mit einem Hau daneben ist. Mein Habib ist SEHR einfühlsam. Und er hat sich arbeitsmäßig und zuhause für seine Familie den Arsch aufgerissen. So sind halt nicht alle Männer. Oder alle Frauen. Wobei ich den Ying-Yang-Gedanken in der Geschlechterrolle sehr mag. Ein Gegenstück im Gegenüber. Das Gingko-Blatt. Was aber halt wiederum gleichgeschlechtlich ebenso möglich ist. Eine kippelige Angelegenheit...

    Das oberste ist für mich wohl die Freiheit des Individuums - und da ist, was für die eine/ den einen gut ist, für den anderen/ die andere das glatte Gift. Daher: Augen auf im Umgang miteinander :)!

    AntwortenLöschen
  8. Toller Text, klasse Bilder - bravo!
    Eigen-artigkeit ist eine Tugend. Sind diese Klischees nicht nur Entwürfe, wie Frau bitteschön sein sollte?

    Liebe Grüße
    Christiane

    AntwortenLöschen
  9. Klasse!!
    (Und was für Haare!).
    Sonnige Grüße
    Jutta

    AntwortenLöschen
  10. ein wunderbarer post, herrlich bebildert, der sehr zum nachdenken anregt, denn so komprimiert und direkt gelesen ist's doch gleich noch viel realer als es "nur" zu wissen.
    lg anja

    AntwortenLöschen
  11. Das ist ein schöner Text, mit tollen Fotos- und was für eine Haarpracht!

    Ich bin ja auch eher "klein, zart, süß und niedlich" mache mich aber auch gerne schmutzig und das ja nun auch noch beruflich... Das sorgt nach über 15 Berufsjahren immer noch für Verwirrung ;-)

    AntwortenLöschen
  12. Genial! Besser kann man das nicht sagen! Hast du tolle Haare und überhaupt bist du wunderschön! Auch mit Bart ;-)
    Gros bisou
    Sandra

    AntwortenLöschen
  13. Grandios!
    Und die Fotos...
    Ein Knüller!
    Danke für diesen tollen Post... :)

    Lieben Gruß
    Julia

    AntwortenLöschen
  14. Dem kann man einfach nichts mehr hinzufügen!
    LG Martina

    AntwortenLöschen
  15. großartig!!
    das ist ja mal wieder ein artikel, der unbedingt weiterverbreitet werden müsste!! wann veröffentlichst du endlich ein buch mit deinen essays??!!
    liebe grüße, mano

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. mano, das gleiche habe ich auch gedacht!

      Sehr lustige Fotos, ein großartiger Text. Ich mach nicht mit, so treffend und offen kann ich es einfach nicht beschreiben. Du sprichst mir in Vielem aus der Seele (auch wenn es äusserlich eher wenig Überschneidungen gibt). Danke dafür!

      Liebe Grüße, Wiebke

      Löschen
  16. *Weibchen sind ein Wunderwerk der Natur.*: damit ist doch alles gesagt.. grins frech!! Ich bin gerne Frau, Mutter, Geliebte, Tochter, Freundin, Tante.. alles was das Leben her gibt! Dennoch finde ich die Ungerechtigtkeiten, die oftmals damit einhergehen zum Himmel schreiend ungerechnet!! (Tssss.. ein Buch, Katja? Jetzt echt?! Das hätten die sich in die Haare schmieren können.. unverschämt!!) Lieben Gruß, Nicole (die Deine Bilder einfach nur herrlich findet.. und Dein Zopf lässt sie vor Neid erblassen.. lächel!!)

    AntwortenLöschen
  17. Du sprichst mir aus der Seele liebe Katja. Und endlich jemand der das mit der Mutterliebe genau so sieht wie ich :-) Deine Bilder sind der Knaller!
    Herzliche Grüsse an dich.
    Nica

    AntwortenLöschen
  18. Absolut herzerfrischend! Ich kann Mano nur beipflichten. Deine Beiträge gehören gesammelt und gedruckt!
    Das Laufstallfoto sagt eigentlich schon alles - hier wollen Grenzen überwunden werden...
    Liebe Grüße
    Andrea

    AntwortenLöschen
  19. Liebe Katja,
    ich danke Dir (und damit wohl auch Fee) für diesen wundervollen Beitrag. Die Bartfotos finde ich übrigens großartig!! :-)))
    Mit dem Großteil Deiner Ausführungen gehe ich konform - auch wenn frau als selbstbestimmtes, gut gebildetes und denkendes(!) Power-Exemplar heutzutage immernoch auffällt. Ich würde nienienie ein Mann sein wollen.
    Herzensgrüße,
    Mel

    AntwortenLöschen
  20. ganz tolle bilder und ein beeindruckender text!!!
    herzliche grüße
    die frau s.

    (ich bin froh, dass du eine frau bist, weil ich glaube, dass du als mann nicht so bloggen würdest, wie du es als frau tust. :) )

    AntwortenLöschen
  21. also ich freu mich zum Beispiel an Tagen über 30°C (wie heute) keinen Vollbart zu haben… ;-)
    Deine Fotos sind toll, aber das haben ja alle meine Vorschreiberinnen schon erwähnt…
    liebe Grüße!

    AntwortenLöschen
  22. GROSSARTIG!!!!
    Du bist grossartig! Ich erkenne mich in vielem wider und bin überzeugt, dass wir uns gut verstehen würden!
    Und man, deine wundervollen Haare, Katja, du bist eine Schönheit, echt jetzt, genauso wie du bist!
    Lg Carmen (die überzeugt ist, dass sie im früheren Leben ein Mann war, da gibts so einiges was darauf hinspricht.)

    AntwortenLöschen
  23. <3 - aber ich habe nichts anderes erwartet!!

    AntwortenLöschen

Schön, dass Du hier bist. Ich freue mich über deine Worte!