Donnerstag, 9. Januar 2014

Kopfschimmel.

Welche Bilder entstehen vor eurem inneren Auge, wenn ihr das Wort "Kopfschimmel" lest? Meine erste Assoziation hatte mit dem zu tun, was ich sonntags gerne tue: in der Natur die Seele und den Kopf lüften gehen. Den Kopf mit schönen Eindrücken, die Seele mit Ruhe und die Lungen mit frischer Luft füllen und all das Negative rauswerfen, das sich die Woche über inwendig angesammelt hat - Anspannung, Erledigungslisten, Ärger, Gedanken, die immer ums gleiche Thema kreisen und dabei schlecht werden und anfangen, mental zu müffeln. Kopfschimmel eben. Inwendig.
Mit Schimmel ist das ja generell so eine Sache. Auf den ersten Blick finden ihn die meisten eklig, aber wenn man mal genauer hinsieht, dann ist er ein unglaublich ästhetisches Lebewesen. Also wenn man sehr viel genauer hinsieht. Denn aus der Nähe betrachtet entfaltet der Schimmel ähnlich wie Plankton eine so unglaubliche Schönheit, dass ich am liebsten in einem Wald davon spazierengehen möchte. In einem Kopfschimmelwald.





Ich hab jetzt meinen eigenen Kopfschimmelwald, der mich immer daran erinnert sonntags auch wirklich rauszugehen. Zum Lüften. Liebe Birgit, ich drück dich tausend Mal für dieses wunderbare, so absolut treffsichere Geschenk. Dieser Schimmel und ich, wir sind sehr glücklich zusammen.

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Kommentare:

  1. Guten Morgen Katja,
    den Ausdruck habe ich vorher noch nie gehört, fand Deine Anmerkungen dazu aber mehr als passend. "Gedanken, die schlecht werden und anfangen zu müffeln". Klasse und wenn man darüber nachdenkt, trifft es den Nagel auf den Kopf! Wir gehen auch jedes, naja gut, fast jedes Wochenende wenigstens an einem Tag richtig lange spazieren und das tut wirklich richtig gut!

    Liebe Grüße
    Birgit

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  2. Wieder wunderbar kombiniert! Worte, Gedanken, Interpretation. Du bist eine Poetin liebste Katja ... und seit diesem Post mag ich ihn auch. Den Schimmel :-)!

    Mit Herz zu Dir,
    Steph

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  3. Die Lehrtafel ist toll! Trotzdem habe ich zu Schimmelpilzen ein sehr zwiespaltiges Verhältnis..."von Berufs wegen"...um nicht zu sagen, ein äußerst gestörtes Verhältnis...Aber Schimmel...- Pferde mag ich sehr...;o) LG Lotta.

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  4. Meistens möchte ich gar nicht so nah ran an den Schimmel, dass ich seine SChönheit sehen könnte. Leider ist das oft ja gar nicht so gesund.
    Aber als Lehrmittel-Bild würde ich ihn auch gerne in die Wohnung lassen :)

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  5. Wie herrlich, so ein toller Begriff. Das ist doch mal ein wunderbarer Vorsatz für´s neue Jahr: Nieder mit dem Kopfschimmel!
    Liebe Grüße und immer schön lüften,
    Dani

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  6. Herrlich + ja, Schimmel hat was. Ob es Lebensmittel zu großem Genuss veredelt, altes Silber mit weißgrünem Kleid überzieht, ein anderes Mal wabend weich ... Der Schimmel im Kopf (ich kannte ihn begrifflich noch nicht) nimmt ab und an gehörig zu + recht hast du, regelmäßiges Lüften und Abschütteln hält den Kopf frisch und das Hirn frei. Gedankenstütze: "Kopfschimmel".

    Tür, Griff, Karte, Sessel, Farben bei Dir - toll. Sehr.
    Liebe Grüße . Minza

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  7. Liebe Katja,

    JA!

    Genauso ist es und wie so oft muss man feststellen, dass es nicht genügt, einen oberflächlichen Blick auf etwas zu werfen, sondern dass ganz viel Schönheit im Verborgenen liegt.

    Auch ich bin der faszination erlegen, die kleinste, äußerlich wenig ansprechende Pflanzen ausüben können, wenn man sie genauer betrachtet. Eine Weile habe ich mir immer und immer wieder ein Buch aus der Bibliothek ausgeliehen, in dem niedere Pflanzen abgebildet waren.
    So, so schön!
    Und danach habe ich meine Skizzenbücher gefüllt mit feinen Zeichnungen.

    Ich kann deine Liebe zum Kopfschimmel also gut nachvollziehen.

    Liebste Grüße
    Katja

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  8. Was für ein ekliges und zugleich merkwürdig schönes Wort. Das wird sogleich gespeichert.
    Und du hast absolut Recht, was das Lüften angeht. Passiert hier im Moment viel zu selten. In meinem Kopf könntest du spazieren gehen, da ist ein Wald aus Kopfschimmel. Du bist herzlich eingeladen!

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  9. Das Wort ist ja mal ein Tolles! Ich habe ja auch so eine Affinition zu schrägen Worten und Wortspielereien :)
    Leider bin ich auch allergisch gegen Schimmelsporen, daher hatte ich nicht allzu nette Assoziationen im Kopf bei diesem Wort.
    Liebe Grüße zum neuen Jahr!
    Daniela

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  10. Das ist ja interessant. Auf diese Assoziation wäre ich wohl nicht gekommen. Ich hatte das Bild von Pippi im Kopf, die den kleinen Onkel über den Kopf stemmt – Berufskrankheit eben. Am Schimmel finde ich ja faszinierend, wie zart und verletzlich er einerseits ist und wie widerstandsfähig und resistent andererseits. So gesehen möchte ich ihn nicht im Kopf haben.
    Herzliche Grüße!
    Sonja
    P.S. Wieder umwerfende Fotos!

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  11. Also da wäre ich nicht drauf gekommen. Erste Assoziation waren bei mir "graue Haare". ;))))) *räusper* Öhöm, da lag ich wohl leicht daneben. Dieses Lehrmittel ist ja wirklich toll. Und wenn's eine gute Erinnerung ans fleißige Rausgehen ist (auch bei Mistwetter, ne?!), dann ist's umso schöner.
    Liebe Grüße :)

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  12. mir juckt immer noch die kopfhaut. was für ein wort. dazu im kontrast diese worte und die hübschen zeichnungen. raumfee at its best. liebe grüße!

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  13. Kopfschimmel. Das Wort gefällt mir. Ich finde es sehr treffend. In der Ausbildung hatte ich auch ein paar Wochen Microbiologie, da haben wir auch Schimmel wachsen lassen. Manche davon waren richtig hübsch.
    Dein Lehrmittel gefällt mir auch sehr, macht dich richzig gut über dem Sessel.
    Liebe Grüße
    Jennifer

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  14. Kopfschimmel...ja, leider musste ich direkt an das denken, was die Karte zeigt, denn erst gerade habe ich durch solche Karten gestöbert und da war auch der Kopfschimmel dabei...deine Definition ist mir aber tausendmal lieber und den Kopf richtig durchlüften, damit kein Schimmel entsteht...so gut! So wahr!

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  15. Kopfschimmel...ein großartiges Wort...gut das er nicht auf oder im Kopf wachsen kann;-) Ein ekliger Zeitgenosse, doch wirkt er genauer betrachtet wirklich hübsch und erinnert mich an Pusteblumen.
    Auf alle Fälle wünsche ich dir ein großartiges und Kopfschimmelfreies 2014 !
    ♥Kerstin

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  16. wunderbar, so durch und durch, der katjablick, der sogar die erste kopfschimmelassoziation zu einem zarten kleinod verwandelt. schön, um ihn zu wissen.

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  17. Mein gott! Ich lieeeeebe deine Wortkreationen. Ich bin ja auf Schimmel grad nicht so gut zu sprechen - frag mal meinen Keller warum...

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  18. Hundertwasser hat ein Verschimmelungsmanifest verfasst, mit dem er zum Ausdruck bringen wollte, dass auch aus Altem, Abgelegtem und Vergessenem wieder etwas Lebendiges und Schönes entstehen kann. In Anlehnung daran hat Silas mal behauptet: "Ist doch schön, wenn's im Wohnzimmer schimmelt, dann ist wenigstens ein bisschen Leben im Haus!" :) Mir persönlich gefällt die Version auf der Karte aber auch besser...

    Liebe Grüße,
    Lena

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  19. Persönlich finde ich ja, dass Kopfschimmel latent unappetitlich klingt, aber die Karte ist toll ;)!

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  20. Einfach herrlich, alles... Schimmel ist so ein filigran-fantastisches "Gewächs". Und eine solche Lehrmittelkarte, dass es die noch gibt..., so unversehrt und dekorativ, genau passend... Lieben Gruß Ghislana

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  21. Das Wort Kopfschimmel habe ich noch nie gehört, selbst Wikipedia kennt es nicht;-). Deine Assoziationen sind außerordentlich gelungen und ich hoffe, mir das Wort in diesem Zusammenhang gut merken zu können. Denn ich glaube, dazu eine gewisse Neigung zu haben ...

    Liebe Grüße,
    Anja

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  22. liebste katja- nach vielen stunden schule - kurz vor befall des kopfschimmels stehend- habe ich grad deinen post entdeckt und bin begeistert!:) meine wünsche sind in erfüllung gegangen - so wie die karte bei dir hängt und was sie im kopf ausgelöst hat;) wäre schade gewesen, wenn sie auch im sperrmüll gelandet wäre, um dort zu verschimmeln...
    drück dich! birgit

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  23. Ein wunderbarer Post!
    Liebe Grüße,
    Markus

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  24. wie wunderschön ist das denn!!!
    macht sich ganz großartigst an der wand!!!

    liebgruss
    eni

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  25. Wow, liebe Katja,
    wieder was dazugelernt :-)
    "Kopfschimmel" kannte ich bisher auch nicht,
    dachte aber - ehrlich gesagt - zuerst analog etwa zu "Kopfläusen" an "Schimmel auf dem Kopf" ;-)
    Verwarf diese Idee aber gleich wieder, denn was soll das denn sein?
    Bei genauerem Betrachten des "Kopfschimmels" auf dem Schulplakat aber war alles klar ;-) Hübsch anzuschauen. Ein tolles Plakat!
    Macht sich bei dir großartig!
    Ganz liebe Grüße
    Melanie

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  26. kopfschimmel ist mir jetzt sehr sympathisch!
    liebe grüße!

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  27. Kopfschimmel = graue Haare bekommen, das kam mir in den Sinn.
    Dein Kopfschimmel gefällt mir allerdings besser und die Karte von ZickiMicki auch.
    herzlich Judika

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  28. morbide war meine erste assoziation bei dieses wort, liebe katja. deine inwendige interpretation als zweite assoziation finde ich viel schöner und außerdem: so feine fotos:) LG daniela

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  29. Mir ist der Ausdruck auch neu, aber ich musste sofort an die "cobwebs" denken, die ich manchmal auslüften muss. LG

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Schön, dass Du hier bist. Ich freue mich über deine Worte!