Samstag, 30. November 2013

In heaven No. 89 - Duster

Der November ist duster. In manchen Jahren war das nicht so, da gab es durchaus auch mal Sonne und blauen Himmel im November, aber dieses Jahr gibt der Monat alles, um seinem schlechten Ruf gerecht zu werden. Er ist schmuddelig, kalt und vor allem eines: dusterdusterduster. Morgens macht er sich schon gar nicht die Mühe überhaupt aufzustehen und es richtig hell werden zu lassen und schon um vier Uhr am Nachmittag fällt er wieder ermattet und leidend in sich zusammen. Und wenn es die Sonne dann doch mal schafft, sich irgendwo durch die Wolkendecke zu kämpfen, dann knurrt er und motzt, dann zickt er und schubst seine Wolken so lange umher, bis sie die Sonne schon sehr bald wieder verschluckt haben. November, du bist ein Graddler und du bist nicht mein Freund.




Vergangenen Sonntag . Am Nachmittag
Für mich ist "blauer Himmel" nur die Minivalversion gegenüber der beeindruckenden und faszinierenden Dramatik, zu der unser Himmel in Verbindung mit Sonne, Mond und Wolken fähig ist. Deshalb zeige ich hier jeden Samstag eines oder auch mehrere Himmelsbilder, die ich die Woche über eingefangen habe.

Wo war für Euch diese Woche der Himmel? Wer mitmachen möchte ist herzlich eingeladen, seinen Himmel hier zu verlinken.
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Donnerstag, 28. November 2013

Advent für Kartonisten.

Die Semipuristen und die Bacchanten haben dieses Jahr ihre Adventskalender schon bekommen und heute sind die Kartonisten an der Reihe. Genau genommen bekommt ihn kein Kartonist, sondern der Lieblingssohn bekommt ihn von einer Ex-Kartonistin. Von mir nämlich. Hatte ich mal erwähnt, dass ich unter anderem jahrelang Versandkartons gesammelt habe, alldieweil man die ja bestimmt nochmal brauchen kann, um etwas darin zu verschicken? Nein...? Dann  wisst ihr es jetzt. Natürlich hatten sie dann doch nie das passende Format, oder zu viele Aufdrucke, oder waren zu instabil... und die Kammer füllte sich mit Karton um Karton. Jetzt kann man in der Kammer wieder stehen. Alle seltsamformatigen Kartons sind in den Recyclinghof umgezogen und alle anderen in unsere Wohnküche... für den größten Adventskalender, den ich jemals fabriziert habe. Der Adventsbaum 2.0 sozusagen. Eindeutig ein Heimmodell, denn transportieren kann man ihn wohl kaum. Aber wer sollte das auch wollen.





Man braucht dafür:

- 24 kleine bis mittelgroße Versandkartons 
- Heißklebepistole oder ersatzweise doppelseitiges Klebeband
- Packpapier oder Malerabdeckpapier
  (letzteres war hier von der Kinderzimmerrenovierung noch übrig und ergibt aufgrund der Steifheit ein prächtiges Füllmaterial)
- Seidenpapier, Butterbrotpapier, oder Skizzenpapier
- Metallprägefolie
- Cutter, Schere, spitzer Stift
- Adventskalenderfüllung (natürlich...)
- ganz viel Geduld für die Sortiererei und Stapelei in Tannenbaumform

So hab ichs gemacht:

Die oberen Laschen der Kartons einfach abreissen. Wem das zu unordentlich ist, der klappt die Laschen nur nach innen. Jetzt beginnt die Trockenübung: alle Kartons auf dem Fußboden so arrangieren, dass sich die Reihen nach oben verjüngen und die Kartons mit jeder Reihe etwas nach hinten rutschen, ebenso nach links und rechts. Wie die Zweige bei einem Tannenbaum eben. Die tiefsten Kartons also ganz unten, die am wenigsten tiefen ganz oben, in jeder Reihe der tiefste Karton in die Mitte. Hier kann man natürlich etwas tricksen, wenn man den Kartonbaum später von der Seite nicht sieht. Hat man die richtige Verteilung ausgetüftelt, alle Kartons untereinander entweder mit Heißkleber, oder mit doppelseitigem Klebeband fixieren.
Baum an einer Wand aufstellen und eventuell auch gegen Kippen an der Wand sichern. Unserer klemmt fest im Türrahmen, da brauchte ich das nicht. Alle Fächer mit netten Kleinigkeiten befüllen und mit zerknülltem Packpapier ausstopfen. Eigentlich könnte es auch so bleiben, aber mir war die Ansicht dann doch zu "kartonig", zumal ich unterschiedliches Packpapier genommen hatte. Also für die Deckschicht jeweils einen Bogen Seidenpapier zerknüllen, wieder auffalten und über das Packpapier spannen. Das hält einfach durch Reinstecken der Seitenpapierenden zwischen Karton und Packpapier.

Aus Metallprägefolie 24 Kreise ausschneiden (Kreisschablone oder kleines Glas zu Hilfe nehmen, wie es genau geht, habe ich > hier schon beschreiben), mit den Zahlen 1 - 24 versehen und etwas verzieren. Die Zahlen auf der Prägeseite mit doppelseitigem Klebeband versehen und auf das Seidenpapier jedes Kartons kleben. Jetzt noch einen schönen großen Stern freihand oder mit Schablone aufzeichnen, ausschneiden und Muster einprägen (auch > hier beschrieben). Den Stern oberhalb des Adventskalenderbaumes mit einem doppelseitigen Klebepad an der Wand befestigen.
Auf die Abstufungen kamen noch LED-Teelichter, weil echte mir mit dem vielen Papier und zwei Katzenrowdies zu brandgefährlich gewesen wären. Die unteren Kartons musste ich aufgrund akuter Katzenneugier sowieso schon ein paarmal neu befüllen...


Erinnert Ihr euch noch an meine Weihnachtskarten vom letzten Jahr? Der Baum mit den Goldkugeln hat sich auch in diesen Advent geschmuggelt... nur etwas anders.

Wieder bin ich der Leerung diverser Abstellkammern ein Stück näher gekommen, die Kartons haben eine sinnvolle Zweitnutzung als Adventskalender bekommen, ich muss auch dieses Jahr nicht auf meinen Adventsbaum in der Wohnküche verzichten (nur anders) und der ganze Kalender ist nach Weihnachten zu 100% recycelbar.
Mehr Upcyclingprojekte von mir findet ihr > hier, mehr Adventskalender von mir > dort und auch Lila-Lotta sammelt diese Woche Adventskalender ein. 
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Dienstag, 26. November 2013

Novembertisch . Das vergoldete Déjà vu

Moment Mal... werdet ihr jetzt sagen, den Tisch kennen wir doch schon vom Oktober! Ja, das ist richtig, wenn auch nicht ganz. Die Heidelbeeren stehen immer noch auf dem Tisch und ich warte geduldig auf die kleinen Blütenglöckchen, die sich noch nicht gezeigt haben. Da ich aber weiß, dass das noch dauern kann, habe ich meinen Heidelbeeren ein adventliches Interimsgewand angezogen. Die Eichelhütchen in der Messingschale haben weihnachtliche Gesellschaft bekommen und... ein inwending güldenes Gesicht.








Die Blättchen hat der Lieblingssohn für mich aus Metallprägefolie gemacht. Wie das geht, habe ich > hier beschrieben. Die Eichelhütchen sind inwendig mit einem goldenen Lackstift bemalt.
Nur noch ein Monat, dann sind alle 12tel-Blicke komplett. Wo ist das Jahr nur hin....

Glasgefäß, Kerzenleuchter, Wandspiegel  und Messingschale: Trödel 
Kissen: D.I.Y.
Laubbild: Schwedenkaufhaus (gibt es nicht mehr)
Heidelbeeren, Moos, Eicheln: Wald 

Monatstische 2013

Januartisch . Das gefallene Mädchen
Februartisch . Das innere Gleichgewicht
Märztisch . Das lila Frauenlob
Apriltisch . Die stachelige Leidenschaft
Junitisch . Das gelobte Lila
Junitisch 2.0 . Der duftende Bauer
Augusttisch . Die duftende Dillwolke
Septembertisch . Die bodenständig Erdung
Oktobertisch . Der inwendige Wald

Mehr Monatsansichten versammelt Tabea immer am zwanzigsten des Monats zum 12tel Blick bei sich. Meine Monatstische des bisherigen Jahres findet ihr > hier und mehr Blumenschmuck > dort.
Habt ein schönes Wochenende!
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Montag, 25. November 2013

Die vergilische Schäferin.

Latein war nicht mein Steckenpferd... das könnte man sicher mit Fug und Recht behaupten. Wie ich damals zum kleinen Latinum gekommen bin, weiß ich heute noch nicht. Ovid war meine Nachtmahr und um Vergil konnte ich mich erfolgreich drücken. Ansonsten wäre mir womöglich aufgefallen, dass der Name meiner absoluten Lieblingsblume von einer kleinen Schäferin aus Vergils Hirtengedichten abgeleitet wurde. Aber auch ohne dieses Wissen liebe ich diese Blume sehr und warte jedes Jahr ungeduldig auf den Advent und darauf, dass die ersten Zwiebeln und Schnittblumen in die Läden kommen. Ab da schmückt immer mindestens eine weiße Amaryllis unsere Wohnung, bis weit in den Januar hinein. 





Mein Traum wäre ein ganzer Arm voll davon, in einer großen Bodenvase...
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Sonntag, 24. November 2013

Advent für Semipuristen.

Wie man einen Adventskalender für Bacchanten* mit Nachhaltigkeitsaspekt bastelt und dabei sein "Da-kann-mann-doch-bestimmt-noch-was-draus-machen-Materiallager" verkleinert, habe ich euch ja diese Woche schon gezeigt. Aber es gibt nicht nur passionierte Weintrinker, es gibt ja auch die anderen. Die sind nicht alle so puristisch und unprätentiös (wie Fee das gestern genannt hat) in ihren Dekorationsvorlieben wie ich und so habe ich versucht einen Mittelweg zu finden zwischen meinen archaischen Vorlieben und ein bißchen Glitzer. Wobei ich ja sagen muss, dass der in letzter Zeit nach vielen eher unglamourösen Jahren gerade wieder etwas zurückkommt. Mit einem klitzekleinem bißchen... Sternenstaub.
* Anhänger von Bacchus, dem römischen Gott des Weines und der Gelage  




Das habe ich dafür gebraucht:

° eine Küchenschranktür vom Schweden  (aus dem Fundus... Fehlkauf in falscher Farbe und vergessen zurückzugeben)
° 24 kleine weiße Schachteln (Quelle siehe > hier)
° Abrubbelzahlen (Schreibwarenladen)
° doppelseitiges Klebeband
° Fotokarton weiß DIN A4
° Metallprägefolie in Gold (gab es hier noch in der Bastelkiste, ansonsten kauft man sie im Bastelladen)
° Folienschreiber
° ein spitzer Gegenstand (z.B. Druckbleistift mit eingezogener Spitze)
° Schere


So hab ich´s gemacht:

Die Schranktür (hier wird man sicher in der Fundgrube des Schweden fündig, wenn man keine so volle Abstellkammer hat wie ich) so aufstellen, dass die Bohrungen für die Scharniere rückseitig oben liegen - so kann man sie prima verwenden, um den Adventskalender eventuell an zwei kräftigen Nägeln daran aufzuhängen.
Die Faltschachteln mit den Zahlen 1 - 24 berubbeln und zusammenbauen (wie, sehr ihr > hier). Rückseitig mit Abschnitten von doppelseitigem Klebeband versehen und entweder gleichmäßig, wild verteilt, oder aufsteigend (so hab ichs gemacht) auf der Grundplatte aufkleben.
Im Netz eine Sternenvorlage suchen die gefällt und auf dem Fotokarton ausdrucken. Ausschneiden, als Schablone verwenden und auf die Metallprägefolie mit Folienschreiber übertragen. Stern ausschneiden und jetzt mit einem spitzen Gegenstand Muster nach Wunsch eindrucken. Hier wurde es ein Blubberblasenmuster, alldieweil mir danach eben grade war. Den Stern jetzt auf die Kartonvorlage aufkleben und eventuelle Deckungsungleichheiten mit der Schere nachschneiden. Doppelseitiges Klebeband auch auf den Stern und ganz oben irgendwo mit Überstand auf die Grundplatte kleben.
Den Adventskalender befüllen, verschließen und ihn dann an die Schwester verschenken. Oder den Bruder, den Sohn, die Freundin, den Mann, den Lover. Ganz wie ihr wollt. :-)


Oder für die Vollpuristen (genannt: Architekten ;-)) vielleicht ohne Stern? Zumindest hat mich der Schattenwurf der Würfel sehr fasziniert und sicherlich ist es wieder eine abstrahierte Anleihe an den Architekturmodellbau, den ich einfach sehr mag (sofern ich ihn nicht selber basteln basteln muß).

Wie macht ihr das eigentlich gerade mit dem Fotografieren drinnen? Herrjemineh... ohne Kunstlicht ging die Tage gar nix. Wenigstens gab es schöne Schlagschatten. :-)
Das Materiallager ist wieder etwas geschrumpft. Ein wenig...
Mehr Do-it-yourself-Ideen von mir findet ihr > hier und mehr Adventskalender-Ideen habe ich an Ende > dieses Posts für euch zusammengestellt.
Mehr Upcyclingprojekte gibt es > dort und  jeden Dienstag bei Ninas Upcyclingtag > da.
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