Donnerstag, 3. Oktober 2013

Zauberwald.

In der Schweiz gibt es nicht nur grandiose Berge mit wunderschönen Alpen, sondern auch verwunschene Wälder mit alten Rottannen, Fichten und Arven, Moos und glitzernden Quarzfelsen, in denen man unwillkürlich die Stimme senkt und ganz leise auftritt. Warum? Um die Feen und Zwerge nicht zu stören, denn ich bin mir sicher: die wohnen genau da. Mich hätte es zumindest nicht gewundert, wenn im Zauberwald bei Ernen im Binntal eine kleine Gruppe mit Zipfelmützen und Spitzhacken..... ehrlich jetzt.





Moosbewachsene Felsen und knorrige Wurzelstöcke, sonnenbeschienene Graslichtungen und mächtige alte Bäume, ein Teppich aus Zapfen und immer wieder traumhafte Ausblicke ins wildromantische Binntal. Und wer hat den Wald gefegt? Zumindest sieht es so aus, als hätten unzählige kleine Helferlein alles Störende und Schmutzige aufgelesen, die Lichtflecken auf dem samtigen Waldboden poliert und dann die Zapfen dekorativ verteilt. Also doch...





In diesem traumhaften Zauberwald wurde auf der Hügelkuppe des Wasen ein Kinder-Erlebnispfad gebaut und das auf eine so vertrauensvolle und gelassene Art und Weise, wie das vermutlich nur die Schweizer können. Wo hier bei uns barrikadenhohe Zäune und neongelbe Verbotsschilder Kinder vor Stolperstellen schützen würden, prangt dort vor senkrechten Steilhängen ein rotes Eichhörnchen an den Bäumen. Die Kinder wissen, dort dürfen sie nicht weiter. Es gibt keine Schilder, die das Besteigen der Felsen reglementieren oder das Bachufer verbauen, sondern Baumaterial für natürliche Brücken und Dämme und wer in den Bach fällt, der ist eben nass. Wo hierzulande jegliches Feuer im Wald verboten ist, werden dort riesige, offene Grills und eine Lagerfeuerstelle auf dem Plateau unter hohen Tannen bereitgestellt - mit Holzstapeln für die Selbstbedienung und einem Brunnen mit Schlauch zum Löschen der Feuer nach Gebrauch. Statt einbetonierten Stahlgestellen baumelt die Schaukel an der mächtigen Tanne und neben einem großen Quarzfelsen mitten im Wald steht ein Schränkchen, in dem große Meissel, Hämmer und Schutzbrillen bereitliegen - zur Schatzsuche im Fels. Kein Hinweis zu grauenvollen Gefahren, keine angeketteten Werkzeuge. 

Vertrauen und Gelassenheit in die Kompetenz und Eigenverantwortung von Kindern (und Eltern). 
Mir gefällt das. 









Ein Tor zur Feenwelt und ein wahrer Zauberwald für kleine und für große Kinder. Ein wunderbares Familien-Ausflugsziel im Wallis.

Meiner Meinung nach verlieren Kinder die gewohnt sind, dass Erwachsene ihr Leben komplett reglementieren, sie sehr beschützen, planen, steuern und in Watte packen, um sie vor der Natur und jeder womöglichen Gefahr und Anstrengung zu bewahren, die Neugier, den Mut, das Selbstvertrauen, die gesunde Selbsteinschätzung, ihre Eigeniniative, die Fähigkeit zur kreativen Problemlösung und lernen vor allem nicht, Verantwortung zu übernehmen - für sich selbst und für das was sie tun - und auch Konsequenzen ihres Handelns zu tragen. Je mehr man ihnen zutraut, desto mehr trauen sie sich selbst zu und können sie auch.Freiheit für Kinder, Zaiberwald Binntal, Ernen, Ausflugsziele Schweiz, Familienurlaub Wallis, Ausflüge mit Kindern Schweiz, Wallis, Märchenwald, Regelementierung, freie Kindheit
Wie seht ihr das: Behüten oder Freilassen?

Kommentare:

  1. Was für ein toller Zauberwald. Ich komme eher aus der Sparte der Freilasser....wobei meine Jüngste mir da die Entscheidung auch abnimmt...;-) Wenn man im zeitigen Alter anfängt, die Kinder "freizulassen", dann wächst sehr viel Selbstvertrauen und Geschicklichkeit. Zum Glück wohnen wir so, dass die Kinder hier viel Freiheit genießen, auf Bäume klettern und auch mal allein mit dem Fahrrad zum nächsten Kastanienbaum radeln können. In der Großstadt wäre ich da weit weniger entspannt...LG Lotta.

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  2. Ich sehe das ganz genauso und kann auch bereits auf den Erfolg dieser "Methode" verweisen, denn meine drei Kinder sind alle zu höchst kompetenten Erwachsenen geworden, kreativ und verantwortungsbewusst. Natürlich ist das laissez-faire in der Natur leichter als in der Großstadt - ein Grund, warum wir möglichst viel Zeit dort verbrachten, zur Freude und Stärkung von uns allen.
    Ursula

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  3. ein paradies :: ein wunsch für unsere kleine ihre welt so erforschen zu dürfen..

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  4. Jetzt musste ich erstmal ergooglen was Du mit Arven meinst. Ich kenne ja die meisten der hiesigen Bäume und Sträucher, aber dieser deutsche Name war mir neu - ich kenne Sie uter Zirbel-Kiefer. Ach Wald ist einfach was schönes - und auch Nadelwälder können wie du eindrucksvoll beweist, richtig Charme haben, es dürfen halt nicht reine Fichtenforste sein.
    Sehr mystisch.
    Schönen Feiertag!
    Steph

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  5. ein vielversprechender überblick! ich wohne im kanton zürich und suche immer neue ausflugsziele! merci!

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  6. Fraktion Freilasser! :-)
    Eindeutig! Ich denke, dass an solche Erlebnispfade zumeist Eltern mit kindern hingehen, die die Natur respektieren, andere , ich nenne es mal die "Frevler" gehen nur äusserst selten so weit abseits, das ist ihnen einfach zu langweilig. deshalb kann auch alles so frei gestaltet sein, weil mit grossem Vandalismus kaum zu rechnen ist.
    Bei uns geht der Wallisurlaub in knapp 2 Wochen los und ich freue mich schon sehr!
    Lg Carmen

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  7. Freilassen! Und deinen letzten Absatz unterschreibe ich komplett. GTenau das und natürlich diese Zauberwald_Idyll, habe ich hier auch schon festgestellt undlieben gelernt.
    Wenn wir ständig unseren Kinder die Verantwortung abgeben, auf sich selbst zu schauen, dann werden wir auch immer auf sie schauen müssen.

    Meiner Tochter sage ich zB in grossen Kaufhäusern oder Bahnhöfen immer: "Achte darauf, dass Du mich nicht verlierst!"
    Das funktioniert so toll.
    Keine Entenmutter hat Zeit, sich nach 6 kleinen Entlein umzuschauen.
    Da muss es auch funktionieren und das klappt.

    Ich grüss Dich ganz herzlich und vielen Dank, dass Du uns mitnahmst in den zauberhaften Wald.

    Grüssli Melli

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  8. Das war ein toller Ausflug!
    Liebe Grüße,
    Markus

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  9. Ohh den Ort kenn ich gar nicht. Manchmal müssen uns die Touristen ;-) auf neue Ideen bringen.
    Im Toggenburg Kanton St. Gallen gibt es auch eine tolle Sache für Jung und Alt: DER KLANGWEG. Sehr empfehlenswert!

    Herzlich
    Kuhmagda

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  10. Das ist wirklich ein toller Märchenzauberwald.
    Ich bin mal gespannt wie ich dann ab Januar mein Kind freilasse oder behüte. Selbst bin ich freigelassen aufgewachsen und möchte diese Freiheit meinem Kind auch gerne geben können, was bei uns hier auf dem Land in einem kleinen Dorf sicherlich auch gut möglich ist.
    LG Verena

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  11. ich würde deinen letzten satz unbedingt unterschreiben, und vorher sogar noch mit leuchtstift unterstreichen. in der praxis ist es nicht immer ganz einfach, aber mit dieser überzeugung im hintergrund wirds.
    liebe grüße von ulma, die findet, dass ja irgendwie jeder wald ein zauberwald ist :)

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    1. Ja, in der Stadt ist das nicht immer so einfach, das erlebe ich jeden Tag. Aber zum Glück gibt es auch hier Wahlmöglichkeiten, die schon bei der Verantwortung für das tägliche Packen der Büchertasche, Erledigen der Hausaufgaben, Bewältigen des Schulwegs, Übernehmen von Aufgaben im Haushalt, Fürsorge für Haustiere und ähnlichen Dingen beginnt.
      Solange Mama alles macht, erlangt das Kind auch mangels Notwendigkeit und Übung keine Kompetenz... in Lebenstüchtigkeit. Manchmal muss ich mich da selbst auch zur Zurückhaltung erziehen...

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  12. ein zauberhaftes Stückchen Mutter Natur. Bestimmt haben da ganz viele Feen, Elfen, Zwerge,...ihr zu Hause gefunden.
    Wir erziehen unsere beiden Jungs auch nach dem Motto "Freilassen" und "du kannst alles erreichen was du möchtest".
    Lieben Dank für die wunderschönen Waldfotos.
    Herzliche grüsse
    Esti

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  13. wundervollste Bilder liebe Katja...
    ich bin/war eigentlich immer fürs freilassen...allerdings bin ich selbst ziemlich überbehütet aufgewachsen (der Bruder meiner Mutter verunglückte mit 18 Jahren tödlich bei einem Fahradausflug und die Schwester meines Vaters ertrank mit 16 Jahren, obwohl sie Rettungsschwimmerin war)...früher dachte ich immer, meine Kinder werde ich nicht so überbehüten, aber irgendwie ist das durch die Erziehung dann in einem drin und man kommt da einfach nicht da raus...:((
    einen wunderbaren Feiertag, liebst Uli - die Kramerin

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    1. Oft muss ich mich auch selbst zur Ordnung rufen udn stelle dann jedesmal fest, dass ein Kind sehr viel kann, wenn man es ihm zutraut. Auch vorsichtig sein. Wobei ich auch nicht dafür bin, dass sich Kinder völlig unbeobachtet in lebensbedrohliche Situationen begenen sollten, aber solange das nicht der Fall ist und nur Beulen oder durchnässte Kleider + Schnupfen drohen, erziehe ich mich selbst zum Freilassen. Sicher oft mit einem beobachtenden Auge aus dem Hintergrund, wenn es um große Höhen, tiefes Wasser oder den Straßenverkehr geht.
      Aber Studien zeigen, dass Kinder, die gewohnt sind, dass Mama bis ins Erwachsenenalter für sie denkt und lenkt, sich z.B. sehr viel unvorsichtiger und waghalsiger im Straßenverkehr benehmen und sich gleichzeitig mit sehr viel weniger Selbstsicherheit und Verantwortungsbewusstsein in der Welt bewegen.

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  14. Ich will da hin. Sofort.
    Recht hast Du. Wenn Klettergerüste nur mehr einen knappen Meter hoch sind, werden Kinder wohl kaum ihre eigenen Grenzen ausloten können. Ich bin dafür, dass wir alle wieder lernen auszuhalten, dass wir nicht alles kontrollieren können. Ein Leben in Watte ist kein Leben.
    Liebe Grüße
    Sonja

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  15. freilassen! bei uns hat es gut funktioniert.
    dein wichtelwald ist so wunderbar! ähnliches hatten wir gestern im harz - leider mit viel zu viel anderen ausflüglern...
    liebe grüße von mano

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  16. Ein wunderschöne Wanderung durch den Zauberwald.
    Ich bin auf jeden Fall für das Freilassen. Kinder müssen
    ausloten können, wie weit sie gehen dürfen.
    Einen schönen, erholsamen Feiertag wünscht
    Irmi

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  17. Ich lebe ja direkt an der Schweizer Grenze und bin auch oft dort. Für mein Empfinden leben die Schweizer viel naturverbundener als wir. Für die Kinder ist ein "Sommerlager" in den Bergen unter Gleichaltrigen auch selbstverständlich. Wenn ich diesseits der Grenze im Wald unterwegs einen Fremden treffe, wird mein Gruß nur selten erwidert. In der Schweiz ist freundliche Wahrnehmung und Grüßen des (unbekannten) Anderen eigentlich selbstverständlich.
    Und wer der Natur und dem Mitmenschen aufmerksam gegenübersteht, hat vielleicht auch eher die Chance, die Wesen wahrzunehmen, deren Anwesenheit du in den Bergen gespürt hast. Denke ich mir so....
    Liebe Grüße
    Andrea

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  18. sehr schöne ansichten! und was für ein spielplatz! herrliches licht haben wir heute auch zu bieten. ob ichs mal rausschaffe? einen guten do wünsch eich dir! liebe grüße von der tabea

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  19. Ich bin mir sicher dass euch kleine Zwerge , Gnome und Elfen beobachtet haben !
    In der Natur loslassen war für mich auch nie ein Problem , schwierig wurde es für mich erst später als sie anfingen bis in die Nacht auszugehn , aber auch da ist es wichtig zu vertrauen und sie ihre eigenen Erfahrungen machen zu lassen .
    Ganz liebe Grüße Ursula

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  20. Wald IST Zauber, finde ich.
    Die Antwort auf Deine Frage fällt hoffentlich einseitig aus. Ich denke die Schwierigkeit am Freilassen, am Machenlassen und vor allem am Zutrauen liegt nicht darin, dass viele Eltern ihren Kindern nichts zutrauen. Sondern sich selbst nicht! Eingezwängt im engstirnigen Denken, in den falschen faden Richtlinien der Gesellschaft. Etwas weitergeben das man selbst nicht hat? Unmöglich.
    Ich will in die Schweiz. JETZT.
    Danke für's Teilen, Fräulein Rucksack.

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  21. Wunderbare Bilder und ein wohlwollender Blick auf die schweizerische "Waldgestaltung". Leider ist es aber hier auch nicht überall so entspannt-liebevoll. Aber natürlich ist es toll, dass es Orte wie diesen "Zauberwald" gibt. Wen es jetzt nach draussen zieht: mindestens Zauber-Eckchen gibt es fast überall zu entdecken... Natürlich hoffe ich, eine "Freilassen" zu werden. Das Behüten will ich aber zugegebenermassen auch nicht ganz bleiben lassen.
    Danke für die magischen Bilder.
    m.

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  22. Kindern muss man etwas zutrauen - ich mag's. Bald nicht mehr sagen oder schreiben, denn mir kommt das so selbstverständlich vor.
    LG
    Astrid
    Die eine Zwangspause von der Pädagogik nehmen musste

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  23. Freilassen. Wer nichts ausprobieren darf kann sich auch kein Urteilsvermögen bilden. Die Kleinen behüten und die Größeren freilassen, so halten wir das. Da dürfen auch 3jährige ein echtes Messer zum Obstschnippeln nehmen, wie sollen sie sonst den Umgang damit lernen?
    VG ♥nic

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  24. liebe Katja,
    ich muss zugeben: ich bin ein Angsthase was unseren kleinen angeht und frage mich wie um himmels willen unsere Eltern das gemacht haben uns so streunern zu lassen ;)
    vor ein paar Wochen hatten waren wir dann grade 5 Minuten auf dem Spielplatz als der kleine schlimm (!) hinfiel...zum glück alles alles ok bei der Untersuchung im Krankenhaus. doch ich muss immer noch mit großem schrecken daran denken was gewesen wäre, hätten Schädel oder Nackenwirbel einen schaden davon getragen :(
    das war schon heftig....auch der Doktor meinte glück gehabt.
    wie lernt man da einfach mal "loszulassen"?
    einfach ist das nicht - zumindest für mich.
    und hier standen wir beide Eltern sogar direkt daneben....
    ich kann die liebe Krämerin nur zu gut verstehen...
    allerliebsten gruß
    von Bianca dem ff

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    1. Freiheit meine ich natürlich altersentsprechend - ein Kleinkind würde ich auf dem Spielplatz auch nicht unbeaufsichtigt lassen oder alleine zum Spielen rausschicken. Aber ausprobieren lassen unter Aufsicht, anstatt sie von allem fernzuhalten finde ich wichtig. Nicht allein mit einem Messer hantieren, sondern dabeisitzen dun erklären, wie man sicher schneidet.
      Und wie Du siehst, hilft auch das direkte Danebenstehen auch nicht, alle Gefahren abzuwenden. Die schlimmsten Unfälle hat mein Sohn immer gebaut wenn ich direkt daneben stand und ich habe sie doch nicht verhindern können.
      Sein erstes Taschenmesser hat er mit knapp 5 bekommen, sich einmal beim heimlichen Spielen damit richtig geschnitten und schnitzt seitdem unfallfrei. Einmal beim Klettern abrutschen und beim ins Seil Fallen einen riesigen Schreck kriegen, hat die Selbstüberschätzung gebremst (aber natürlich nicht ohne Seil). Auch mit dem Roller fährt er zuverlässig nicht mehr zu schnell und vor allem nicht mehr auf nassem Laub den Berg runter, seit es viele blaue Flecken und eine blutige Lippe gab. Würde er nicht tun, würde ich ihn nur jedes Mal mit Ermahnungen überschütten und er hätte nicht selbst gespürt, dass es schmerzhaft sein kann, zu schnell zu fahren. Allein in den Straßenverkehr schicke ich ihn mit seinem Rad und neun Jahren trotzdem nicht, denn das gibt im Zweifelsfall weit mehr als blaue Flecke.
      Ich denke, man muss immer abwägen, was schlimmstenfalls passieren kann und danach entscheiden. Bisher bin ich damit ganz gut gefahren und weiß, dass ich mich auf ihn und seine Vorsicht verlassen kann, weil er weiß, wie man sich in der Natur bewegt und dass man nicht zu nah an steile Abbrüche gehen darf. Wenn ich manchmal sehe, wie unachtsam Stadtkinder, die einmal im Jahr auf Wandertag sind, an Steilhangabbrüchen entlangtoben, sich gegenseitig schubsend, dann kriege ich Zustände.
      Und natürlich trotzdem immer Herzrasen, wenn er nicht zu Hause ist und ich höre ein Martinshorn. Aber das geht wohl jeder Mutter lebenslang so. ;-)

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    2. ohja....das Martinshorn...oder auch der Rettungshubschrauber wenn mann und sohn mit dem Auto weg sind ;)
      heute verstehe ich auch ganz gut, warum unser Klassenlehrer damals fast einen Herzinfarkt bekam, als wir mit ein paar schülern ganz oben über die pont du gard gingen....wirklich ganz oben 0.0 der arme!
      es ist wirklich schwer....wenn ich so überlege ist meine schwester im alter unseres sohnes (3) schon alleine um die (Nachbars)häuser gezogen...aber es war eine andere zeit, eine andere gegend...
      und abwägen was schlimmstenfalls passieren kann...nun so weit hatte selbst ICH in diesem einen Moment auf dem spielplatz nicht gedacht....wäre es schlimm ausgegangen, hätte er sich in diesem speziellen fall das genick brechen können 0.0
      die bilder sind immer noch im kopf...an dem tag waren wir dann aber nachher extreeeem geduldig mit ihm ;) aber am nächsten tag beim laufradausflug war ich einfach ein Nervenbündel "pass auf!" "stop!!!" ich konnte nix dagegen machen.
      mit einer richtigen schere schneiden darf er....das mit dem richtigen messer, das kommt dann als nächstes ;-D

      ich denke solche Situationen wo einem wirklich das herz in die hose rutscht, das kennt wohl jede Mama...nur mein kopfkino, was nun hätte passieren KÖNNEN, das muss ich noch ein bisschen in den griff bekommen...

      sei lieb gegrüßt
      Bianca das fleissige faultierchen

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  25. Ich bin da ganz deiner Meinung und habe zudem das Glück, eine Tochter zu haben, der ich hundertprozentig vertrauen kann. Ich weiß genau, dass sie vorsichtig ist und sich nie unnötig in Gefahr bringt. In Graubünden gehen wir auch immer so einen schönen "Geheimweg" durch den Bergwald mit vielen "gefährlichen" Absturzmöglichkeiten. Auch dort habe ich sie schon von klein auf alleine gehen lassen, da ich wusste, sie passt auf. Vertrauen ist da sehr wichtig, man muss aber das Kind dazu auch gut kennen.
    liebe Grüße und ein schönes Wochenende,
    Dani

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  26. Was für wunderschöne Bilder! Genauso stell ich mir einen Zauberwald vor - und mit jedem Schritt gibt´s was zu entdecken und zu bestaunen, nicht nur für die Kinder...
    Liebe Grüße
    Christiane

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  27. Ein paar schöne Denkanstöße, die meinem ständigen Karussell - freilassen, behüten- wieder neuen Schwung geben. Ich werde hier momentan mit vielen kindlichen Ängsten (Straßenverkehr) konfrontiert, die mich wieder sehr behütend reagieren lassen. Anders geht es gerade gar nicht. Und doch frage ich mich, ob ich die Ängste vielleicht einst selbst gesät habe... Mal sehen, wann wir dieses Fahrwasser erfolgreich umschifft haben und das Kinde sich wieder mehr zutraut. Gerade heute habe ich das Mädchen zum wiederholten Male an der über und über beblumten nahen Unfallstelle unbemerkt vorbei manövriert, an der vor Kurzem eine Frau ums Leben kam. Weil ich Angst habe, dass es noch mehr Angst bekommt... Es ist immer wieder schwer zu entscheiden... loszulassen und festzuhalten. Aber es ist auch immer wieder überraschend und wunderbar zu sehen, wie weit und sicher (und stolz) Kinder gehen, wenn man sie nur lässt... Liebste Grüße, Marja

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  28. Ich habe zwar keine Kinder, bin aber eindeutig für Freilassen. Fehlende Verbotsschilder sind da nur hilfreich. Der Wald sieht wirklich märchenhaft aus. Diese wie zufällig dekorierten Zapfen lassen auch mich fast an Zwerge und Elfen glauben.

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  29. Eine wunderschöne, erholsame und Kraft spendende Baum - Wald - Wanderung !
    Schöne neue Woche,
    Luis

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Schön, dass Du hier bist. Ich freue mich über deine Worte!