Montag, 16. September 2013

Zuhause bei... Minza will Sommer

Minza lernte ich Anfang 2012 in einem Wohnforum kennen, wo mich ihr Einrichtungsstil sofort begeistert hat, erkannte ich dort doch viele  meiner ganz persönlichen Vorlieben wieder. Ihre Tafelwand in der Küche mit all den liebevollen Kleinigkeiten, aber auch ihr Küchenalpendiarama und ihre Vorliebe für Flohmarktfunde und Designklassiker sprach mich sofort an. 
Seit einem Jahr hat sie endlich auch einen Blog und zeigt auf °Minza will Sommer° nicht nur ihre schöne Wohnung und immer wieder tolle Himmel, sondern auch andere Dinge, die sie mag. Hätte ich ihre Kleidergröße, ich würde wohl alles aus ihrem Kleiderschrank gerne mopsen, und sei es nur, um auch mal ein bißchen das Mädchen mit dem Sternenstaub zu sein...

Liebe Minza, wo ist dein Zuhause?

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Zuhause ist wo das Ich sein kann.
Zuhause ist geprägt von Sozialisation, Tradition und Sprache.
Zuhause ist Selbstbestimmung. 
Zuhause ist Orientierung und Energiequelle.
Zuhause ist bei geliebten Menschen.
Zuhause ist ein Gefühl von schönen Erinnerungen. 
Zuhause ist nur bedingt Heimat. 
Zuhause ist Intimität, Rückzug, Schutz, Halt und Geborgenheit.
Zuhause ist wie ein Schneckenhaus, immer anbei.
 

In meinem Beruf spielt das Thema Zuhause eine Hauptrolle. Die Individualität der Bauherren, Grundstück, Grundriss, Geborgenheit, Außenwirkung, Ausblick, Einblick, Licht, Material, Farbe, Proportion, Rückzug, Weite, Wünsche und Verwirklichung finden Raum, werden Zuhause. 

"Ein Haus wird gebaut, aber ein Zuhause wird geformt." 
Hazrat Inayat Khan 

Ein Gefühl von Zuhause habe ich, wenn ich Dünen hochgehe, immer schneller werde, das Meer schon rieche und höre, der Wind stärker wird und dann – die Weite sehe, atme, ... Zuhause, wo auch immer das Meer ist, alles vergessend. 
Dabei komme ich ursprünglich vom Land. 
Der Gang um meine Lieblingstalsperre vermittelt mir ein beruhigendes Gefühl, der Duft von Waldboden, die Farben und das Licht von hellgrünen Blättern an dunklen Baumstämmen. Weiche bewaldete Hügel, Nebelschwaden am Morgen fühlen sich nach Zuhause an. Durch das viele Nähen meiner Mutter früher, löst das Geräusch einer ratternden Nähmaschine heimelige Gefühle aus. In Musik kann ich mich verlieren, Kontrolle aufgeben und hören, singen, tanzen; fühle mich in ihr und meinem Körper zuhause. Manchmal reicht es schon, meine Gitarre im Arm zu halten. Zuhause ist, im Dunkel die Lichtschalter zu finden, losgelöst zu weinen, versunken zu lieben, uneitel der Lust nachzugehen. Die Stimmen geliebter Menschen lassen mich zuhause fühlen, der Klang, der Inhalt, das Wissen umeinander. Prasselnder Regen, als Kind auf dem Dachboden, als Jugendliche im Zelt, heute auf das Blattwerk der Bäume im Garten, ist heimelig.
Wohnlich drückt es sich schon im ersten Blick, wenn ich zur Tür hereinkomme aus. Vom Flur, durch das alte Holzküchenfenster schaue ich hinaus in den verwilderten grünen Garten, lasse den Arbeitsalltag, den Trubel der Großstadt hinter mir. Der weiße Estrichboden zu den meist weißen Wänden, schwarze Kontraste, warme Holztöne, ausgesuchtes Bunt – das strahlt für mich die Ruhe aus die ich brauche. Ich umgebe mich mit Modernem und Erbstücken, lieber weniger als mehr, Designklassikern und Flohmarktfunden – was mich wohlig berührt, schafft Zuhause.

Liebe Katja,  ich danke Dir für die Einladung zu diesem Thema meine Gedanken beizutragen! Ich habe Lieder zum Thema gehört; gefragt, welches Wort in anderen Sprachen für das Gefühl „Zuhause“ steht... 

Eine Bereicherung + ich freue mich auf die Reihe!
Liebe Grüße :) Minza


Liebe Minza, vielen Dank. 
Ein Satz deiner Gedanken hallt noch lange in mir nach. Du weisst, welcher.

Minza ist 37 Jahre alt, als Landkind aufgewachsen, Freundin, Tochter und Tante und lebt seit 8 Jahren in Köln, wo sie unter anderem als Architektin arbeitet.
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Wann fühlst Du dich zuhause? Was bezeichnest Du als dein Zuhause und was macht es dazu? Wo bist Du zuhause? Diese Fragen habe ich Menschen gestellt, die mich mit dem was sie auf ihren Blogs schreiben und zeigen auf die eine und andere Art berühren. Was sie geantwortet haben, das könnt ihr während meiner Sommerpause > hier nachlesen. Ihr wollt mehr über diese Gastblogreihe wissen? Dann könnt ihr > dort mehr darüber erfahren. 
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Kommentare:

  1. Das Sternenglizzerkleid, genau, und das Sofa im Garten, ja, Minzas *Zuhause* kenne ich doch bereits. Um dein Lieblingswort (bereits vergangen?), liebe Minza, zu nehmen: herrlich!

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  2. Ich klinge mich auch ein: HERRLICH!
    Liebe Grüße, Éva

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  3. herrlich !!! und ganz unverwechselbar Minza, wie ich sie und ihr wunderbares Zuhause bereits auf SoLebIch kennen- und lieben gelernt habe...eine ganz besondere Interpretation zum Thema, die ich wirklich in allen Punkten unterschreiben kann...
    liebst Uli - die Kramerin

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  4. Einfach wunderbar beschrieben, liebe Minza - die Zuhause-Collage, die Worte, die Einstellung...Herzliche Grüße, Anette

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  5. >zuhause, wo auch immer das meer ist.< das ist ein guter morgen, den du heran spülst, minza! den ihr heranspült.

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    1. das ist auch zuhause für mich. das meer. immer wieder. schön gesagt. liebe grüße

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  6. Einfach nur schön. Da kommt bei sofort ein Wohlfühlgefühl auf!

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  7. so vieles, was das zuhausegefühl ausmacht - und die erinnerungen, genau! geräusche, gerüche, eine farbe, eine bestimmte musik...
    sehr schön beschrieben! danke!
    liebe grüße
    dania

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  8. ein ganz wunderschöner zuhause-beitrag! danke, liebe minza - und gruß an katja!

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  9. Hach, ich freue mich über Eure Worte! :) Danke!
    Danke Katja, für diese wunder-volle Reihe!

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  10. Schön, dich durch diesen Post mehr kennengelernt zu haben. Hab irgendwie das Gefühl, dass du in meiner Nähe wohnst...
    LG
    Astrid

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  11. Gerüche, Klänge, Regenprasseln... genau! Und das Meer! Ein sehr stimmiger Post und wunderschöne Fotos.
    Liebe Grüße
    Sonja

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  12. So unglaublich Minza! Das mit dem Meer kann ich als Landkind sooo nachvollziehen, Spaziergänge im Wald kommen gleich danach. Danke für diese tieferen Einblicke in dein Leben und Lieben. Liebste Grüße Rebekka

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Schön, dass Du hier bist. Ich freue mich über deine Worte!