Samstag, 7. September 2013

Zuhause bei... Lotta liebt blau

Lotta liebt Blau. Das ist nicht zu übersehen, denn die Farbe findet sich nicht nur auf ihrem gleichnamigen Blog, sondern auch in ihrer Wohnung überall wieder. Aber Blau ist vor allem auch der Himmel über dem Meer und über Sachsen, das Lotta auch liebt und blau sind die vielen schönen Seen, die Lotta auf ihrer täglichen Hunderunde besucht. Und da Lotta - neben ihrer Familie natürlich - auch ihre Heimat rund um Leipzig liebt, kann sie vielleicht auch gar nicht anders, als Blau zu lieben.
Lottas Begeisterung für das was sie umgibt ist in jedem Post zu spüren und darüberhinaus ist sie auch ein sehr aufmerksamer und empathischer Mensch, der mir in einer schweren Zeit sehr geholfen hat mit seinen Worten. Sollte ich mal wieder nach Sachsen kommen, dann werde ich Lotta sicherlich als Fremdenführerin engagieren und mich danach gerne in ihrer gemütlichen Wohnküche zu einer Tasse Tee niederlassen.

Liebe Lotta, was bedeutet für Dich dein "Zuhause"?

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Zuhause. Was ist das? Ein Ort oder ein Gefühl? Vielleicht beides zusammen? Was macht aus einer Behausung ein Zuhause? Wann und wo fühlt man sich zu Hause? 

Mit diesen Fragen trat die liebe RAUMFEE an mich heran. Ich freue mich sehr darüber, dass ich meine Gedanken über dieses Thema mit Katja und Euch teilen darf.

Ganz spontan…und ohne lange zu überlegen…würde ich antworten, mein Zuhause ist das Haus, indem ich gerade wohne. Bei genauerer Betrachtung jedoch bin ich mir da gar nicht mehr so sicher. Gefühlte hundert Mal umgezogen, habe ich mich eigentlich in jeder Wohnung zuhause gefühlt. Doch letztendlich sind damit diese Wohnungen austauschbar. Was ist es dann, was mir das Gefühl vermittelt, mich zuhause zu fühlen?



Als Studenten waren mein Mann und ich dankbar über jedes Möbelstück, welches uns die Großtante oder der Großonkel vermachte oder welches wir für wenig Geld auf dem Flohmarkt erstanden. Später kamen dann noch ein paar Möbel vom „Schweden“ hinzu. Die alten Möbelstücke sind uns fast alle treu geblieben, trotz täglicher Beanspruchung sind lediglich ein paar Kratzer dazugekommen. Doch genau diese alten Möbel wie das Klavier, welches ich von einer alten Dame geschenkt bekam, die alte Standuhr im Flur, der große alte Spiegel, der eigentlich mal zu einem Schrank gehörte und nun schon von Gebrauchsspuren gezeichnet ist, unser alter Küchentisch… aber auch unsere zahllosen Bücher, Familienfotos an der Wand, diverse Keramiksachen, das Geschirr aus Cornishware… u.v.m. vermitteln mir ein Gefühl von „Zuhausesein“. Die Schwedenmöbel dagegen unterliegen einer gewissen Fluktuation.

Ich besitze ein Bild von meinen Großeltern, welches bei genauerer Betrachtung eigentlich recht kitschig ist… und wer mich kennt, weiß, ich stehe eigentlich nicht so auf Rosentapete, gehäkelte Vasenuntersetzer, Engelsbilder etc. Doch dieses Bild liebe ich sehr. Als Kind habe ich häufig auf dem Bett meiner Großeltern gelegen und dieses Bild betrachtet. Als mein Opa mit über 90 Jahren starb, gab es genau zwei Sachen, die ich gern haben wollte…dieses Bild und die alte Nähmaschine meiner Oma. Beide Dinge würde ich nie wieder hergeben, denn sie stehen für den Begriff Heimat. Das Bild hängt nun im Schlafzimmer, wie bei meinen Großeltern, über dem Bett. Und vielleicht hängt es ja irgendwann einmal über dem Bett eines meiner Kinder. Wer weiß.

Das Gefühl, mich Zuhause zu fühlen, wird also bestimmt von Dingen, die mich im Leben treu begleiten. Dazu gehört natürlich in erster Linie meine Familie. Dazu gehören auch der Kirchturm, das Postamt, die Bäume am Straßenrand, die zahlreichen Seen in unserer Umgebung, die wunderbare Natur. In der Kindheit war es die Eisenbahnstraße in Leipzig ( eigentlich grottenhässlich ), die mir als Erste ein Gefühl von Heimat vermittelte, wenn ich aus den Ferien mit dem Bus kam. 



Ich fühle mich auch zu Hause, wenn ich den Freiberger Dom sehe… oder die Silhouette von Dresden… im Elbsandsteingebirge wandere… oder auf der Elbe schippere. Sachsen ist meine Heimat, hier ist mein Zuhause.

Zuhause fühle ich mich aber auch in der Musik. Während ich früher sehr viele Musikrichtungen bunt durcheinander hörte, ist es jetzt vor allem die Klassische Musik, in der ich mich heimisch fühle.
Vergessen sollte man nicht die regionalen Gerichte und Traditionen, die mir ein Gefühl von Heimat vermitteln. Und natürlich auch der Dialekt… besonders der Dresdner Dialekt… Er vermittelt mir ein ganz tiefes Gefühl von “Zuhause“, wenn ich ihn höre, auch wenn ich ihn selbst gar nicht spreche.

Zuhause fühle ich mich natürlich auch in meinem Beruf, denn im Laufe der Jahre habe ich eine Menge Erfahrungen gesammelt. So schnell kann mich im Beruf nichts mehr erschüttern. 

Der Begriff Zuhause bedeutet also für mich bei näherer Betrachtung viel mehr als nur das Haus, in dem ich wohne… Ich danke der lieben RAUMFEE ganz herzlich für dieses wunderbare Thema, über welches ich noch eine ganze Weile weiter nachdenken werde...

Liebe Grüße, Lotta.


Liebe Lotta, vielen Dank für die Einblicke in dein Zuhause!

Lotta lebt mit ihrem Mann, ihren 3 Kindern, zwei Katzen, Kaninchen und Hund Josef in der Nähe von Leipzig und ist beruflich selbständig.
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Wann fühlst Du dich zuhause? Was bezeichnest Du als dein Zuhause und was macht es dazu? Wo bist Du zuhause? Diese Fragen habe ich Menschen gestellt, die mich mit dem was sie auf ihren Blogs schreiben und zeigen auf die eine und andere Art berühren. Was sie geantwortet haben, das könnt ihr während meiner Sommerpause > hier nachlesen. Ihr wollt mehr über diese Gastblogreihe wissen? Dann könnt ihr > dort mehr darüber erfahren.Zuhause bei..., Die Raumfee besucht, De Raumfee zuhause bei..., Gastposts Zuhause gesucht, Wohnen, Wohntips, Wohnidee, Wohnblog, Zuhause gefunden, Was macht Zuhasue aus? Zuhause fühlen, in sich zuhause sein, Zuhausegefühl, Wohntips 

Kommentare:

  1. Und wieder habe ich das Gefühl, der Lotta ein Stück näher gekommen zu sein, ihr Zuhausebeitrag ist wunderbar geschrieben.
    Lg Carmen
    (Die die ganze Serie einfach klasse findet!)

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  2. Lotta, Du hast uns nicht nur die Haustür sondern auch eine Tür Deines Herzens geöffnet, danke!
    Lieben Gruss von Sabine

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  3. Was für eine überaus charmante Beschreibung von der Lotta, die da Blau liebt...ganz nach RAUMFEE-Art...;-) Und zum Glück hast Du verschwiegen, dass in so einem Haushalt mit drei Kindern, Hund, Katzen und Kaninchen manchmal das blanke Chaos herrscht und unser Küchentisch meist eher einer Ablage gleicht für Dinge, die man mal kurz so loswerden möchte...grins...LG Lotta.

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  4. die vielen schichten des zuhause ... und am ende: hauptsache blau vielleicht.
    in dir selbst zu hause klingt sie, die liebe lotta.

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  5. Liebe Lotta,
    danke dass Du uns soviel von Dir zeigst und erzählst. Meine Oma hatte über ihren Bett ein riesgroßes Schutzengelbild, ähnlich kitschig wie das Deine, danke Dir für diese Erinnerung.
    Euer Haus scheint wirklich gemütlich zu sein und dass Du Sachsen liebst, weiß ich ja schon lange.
    herzlich Judika

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  6. ...schön deinen Gedanken zu folgen, liebe Lotta,
    und etwas mehr von dir zu erfahren...
    und irgendwie habe ich gerade Lust, nach Leipzig zu fahren... ;-)

    wünsche dir einen schönen Tag,
    lieber Gruß Birgitt

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  7. vreni liebt auch blau :)
    sehr schöner artikel, danke für die einblicke und ein tolles wochenende!

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  8. Liebe Katja,
    eine wunderbare Serie ist das ...und ein ganz toller Beitrag von Lotta! Vielen Dank an Euch beide!
    Herzliche Grüße von Swantje

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  9. ich mag deine Gedanken zum Zuhause sehr...und freu mich über die vielen Einbkicke...:) ...und mit dem Dialekt geb ich dir recht, wenn auch mit dem Bayrischen...irgendwo in der Ferne und plötzlich hört man jemanden im eigenen Dialekt sprechen...da fühlt man sich auch gleich irgendwie Zuhause...
    liebst Uli - die Kramerin

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  10. Wunderbar geschrieben und zum Nachdenken über das eigene Daheim-Gefühl anregend. Bei mir hat sich der Sprachaspekt verändert. Das Ruhrpottidiom der Kinder- und Jugendzeit ist mir zu laut und derb geworden. Das Süddeutsche und Schwyzerdütsche ist meinem Herzen inzwischen näher und erweckt Heimatgefühle.
    Liebe Grüße
    Andrea

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  11. hallöle:: BI NEU bei dir do... und es GFALLT MA volleee GUAT::: WERD DI GLEI SCHPEÍCHERN,,,, los DA NO AN liaben GRUAß do... BIRGIT AUS tirol

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  12. Ja, ich stimme Ulma zu: Lotta, man merkt sehr schön, wie sehr Du bei Dir selbst Zuhause bist. Liebe Grüße, Anette

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  13. Lottas Blog zu lesen, ist für mich wie in einem guten Buch zu lesen. Die Dinge, die sie zeigt und vorstellt sind hochinteressant, entspannend und schön zugleich. Mir gefällt auch sehr, wie Lotta schreibt. Auch hier wieder. Ein sehr schöner Beitrag!

    Ganz liebe Grüße
    Birgit

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  14. Ein wunderbarer Post und tolle Einblicke :-)
    Diese Serie gefällt mir sehr!
    Ganz viele liebe Sonntagsgrüße
    sendet dir Urte

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  15. Oh ja, es ist wunderschön bei Dir. Aus Deinen Worten spürt man die Heimatverbundeneheit sehr. Und vielen Dank für's Vorbeischauen bei mir.
    Liebe Grüße.

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  16. ... wieder ein schöner Einblick ins Zuhausesein. Lustigerweise fühle ich mich eher fremd, wenn ich den hiesigen Dialekt höre. Wohl weil ich ihn einfach nicht lieb gewinnen kann. Wohl aber lieb gewinnen kann ich Lotta! Herzlich, Marja

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  17. Wie schön, auch so ein vielschichtiges Zuhause... das gefällt mir. Die Wohnung und die Sachsenbilder - da sieht es auch wirklich nach einem tollen Zuhause aus!

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  18. sehr schöne einblicke in dein zuhause, das ich sehr, sehr mag!
    leipzig auch. neuerdings gibt es einen fernbus von bs dorthin!
    liebe grüße von mano

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  19. Liebe Lotta, es ist schon faszinierend, was wir bei der genaueren Betrachtung des Konzepts "Zuhause" alles herausfinden, nicht wahr? Ich finde es schön, dass so viele Dinge für dich dein endgültiges "Zuhause" bilden. Wenn nämlich nur ein Aspekt abgedeckt wird, ist die Gefahr, das Zuhause zu verlieren nämlich wesentlich größer. LG Rebekka

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Schön, dass Du hier bist. Ich freue mich über deine Worte!