Mittwoch, 4. September 2013

Zuhause bei... Ein Schweizer Garten.

Wie einige andere Bloggerinen auch lernte ich Carmen und ihrem Blog "Ein Schweizer Garten" schon vor meiner aktiven Blogzeit in einem Wohnforum kennen und bestaunte dort ihr wunderschönes Zuhause und all die kreativen Projekte und wundervollen Kleinigkeiten, die sich in ihrem Zuhause so perfekt ineinanderfügen. 
Alles ist hell, modern, natürlich und mit so viel warmem Leben und durch den Garten grün gefiltertem Sonnenlicht erfüllt, dass man sich spontan auf einen Teppich in einen Sonnenstrahl legen und auf der Stelle einschlafen möchte. In dieser Küche möchte ich gerne kochen, auf diesem Diwan gerne ein Buch lesen, in diesem Garten gerne bei einem Glas Wein sitzen und auf diesem Gartenbett liegend nachts in die Sterne schauen. Selbst die Katzen schlafen hier entspannter als irgendwo sonst.

Carmen, was brauchst Du, um dich zuhause zu fühlen? 
 
Auszug aus dem Gedicht "Zu Hause kann so viel bedeuten"von © Traudel Zölffel
***
 


Genau diese Zeilen beschreiben eigentlich alles was ich fühle, wenn ich zuhause bin.

Hallo - ich bin Carmen vom Schweizer Garten Blog und die grossartige Raumfee hat mich eingeladen, über mein Zuhause zu schreiben.
Wir, das sind mein Mann, ich, unsere beiden Kinder und zwei Katzen. Wir leben in der Schweiz in einem sehr kleinen, ländlichen Dorf ca. 20km von Konstanz und dem Bodensee entfernt.
Unser Holzhaus habe ich vor 7 Jahren selber geplant, das Grundstück grenzt an die Landwirtschaftszone und bietet einen wunderbaren freien Blick in die Landschaft. Genauso leben wir auch - eng mit der Natur verbunden.
   

Ein Zuhause zu haben, ist ein Grundbedürfnis des Menschen, ein Ort, wo man seine Seele ruhen lassen kann (auch inmitten vom Chaos, dass eine 4-köpfige und 8-pfotige Familie täglich produziert)
Dabei kommt es mir nicht darauf an wo ich wohne, oder wie, denn ich weiss, dass wir aus jedem Haus, aus jeder Wohnung ein „Zuhause“ einrichten können.
Da gibt es diese vielen persönlichen Dinge die man mitnimmt, vorallem aber sind es wir selber, die einen neuen Ort als Zuhause definieren. 


Die Definition von Zuhause  

Der Ort, wo wir die glücklichsten Stunden des Tages verbringen. Der Ort, der Raum für Ruhe und Erholung bietet und gleichzeitig viel Platz für Kreativität lässt. Dort wo die Geselligkeit und das Lachen zuhause ist. 

Ein Ort oder ein Gefühl?  

Ein Zuhause ist immer beides. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich auf einem anderen Kontinent genauso glücklich bin wie hier, wo meine Wurzeln sind - ich brauche meine Familie und Freunde in Reichweite um mich herum. 

Was macht aus einem Haus ein Zuhause?

Die Menschen und deren persönliche Dinge, die meist mit wunderbaren Erinnerungen verknüpft sind.
Das ergibt diese feine wahrnehmbare Schwingung die man spürt, wenn man bewohnte, fremde Räume betritt. Beruflich war ich in vielen Wohnungen und Häusern – jedesmal war die Schwingung der Bewohner spürbar. Mal sind sie besser, mal schechter…
Vor Jahren musste ich ein Haus vermessen, das sehr speziell eingerichtet war. Obwohl seit Jahren von einem verheirateten Paar bewohnt, fand man nirgends persönliche Dinge. Einfach nichts, keine Sofakissen, keine Bilder, Andenken, Deko und  – kein einziges Buch. Sogar der Couchtisch war leer.  Ich fragte mich irritiert, welche Beziehung die beiden wohl führen. Wir suchen uns automatisch ein Zuhause aus, wo das Gefühl stimmt. Ich liebe zwar wie die meisten beim Wohnen etwas Abwechslung, aber statt Trends hinterherzujagen, ist mir die Individualität viel wichtiger. Ein neues Bild oder Foto, jahreszeitliche Kissenbezüge, Bettwäsche, Tischdeko in Form von Blumen und schon ist das „neue“ Lebensgefühl da. Ein monochromes Zuhause würde mich reizen, aber lange würde ich es wohl darin nicht aushalten - frei nach dem Zitat von Walter Gropius "Bunt ist meine Lieblingsfarbe".

Wann und wo fühlst Du dich zuhause? 

Immer! Ich arbeite von zuhause aus und habe mein Büro als freischaffende Architektin im Dachgeschoss eingerichtet. Wenn ich vom Büro zwei Etagen tiefer hinabsteige, dann ist Feierabend! 

Sammler und Jäger 

Mein Zuhause darf nicht überfüllt sein – bis vor 7 Jahren lebten wir zu viert in einer 3 ½ Zimmer-Altbauwohnung. Wir mussten uns nicht nur möbeltechnisch sehr einschränken, sondern auch immer wieder angesammelte Dinge aussortieren. Das Loslassen schafft Raum für Neues und erzeugt ein Wohlbefinden, dass sicher jeder kennt. Vollgestellte Dekoecken machen mich nervös - ich liebe klares Design mit Funktion, kann mich aber nie ganz entscheiden, ob ich jetzt stiltechnisch die Romantikerin bin oder das geradlinige Design bevorzuge. Deshalb wohnen wir in einem komplett unübersichtlichen Stilmix aus Selbstgemachtem, Flohmarkt- und Schwedenhausmöbeln mit wenigen Designklassikern. 

Ein Zuhause für die Familie
 
Ein Zuhause für eine Familie einrichten, bedeutet auch immer Kompromisse einzugehen. Die Geschmäcker sind verschieden und doch muss es für alle passen. Irgendwann wird das Gefühl weniger, ständig etwas verändern zu müssen. In meinen Jugendjahren habe ich mein Zimmer, später die ersten beiden Wohnungen sehr oft umgeräumt und verändert, erst im eigenen Haus hat diese Unruhe aufgehört. Der Hauptgrund liegt darin, dass wir endlich „angekommen“ sind. 


Persönliches Wohnumfeld, resp. ein besonderer Platz darin 

Im Sommer das Gartenbett – im Winter der Fensterplatz an der Récamiere Vorallem, weil ich beides mit zwei Dingen verbinde: Zeit und Feierabend zu haben.

Herzliche Grüsse,
Carmen


Liebe Carmen, herzlichen Dank - auch für diesen wundervollen Bilderreigen, aus dem man glatt ein Buch binden könnte.

Carmen ist 38, selbständige Architektin und lebt mit ihrem Mann, ihren beiden Kindern und zwei Samtpfoten im Kanton Thurgau in der Schweiz im selbstgeplanten Holzhaus... und natürlich in ihrem Traumgarten, den sie innerhalb von nur zwei Jahren aus der Wiese gestampft haben, als wäre er schon immer dagewesen.
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Wann fühlst Du dich zuhause? Was bezeichnest Du als dein Zuhause und was macht es dazu? Wo bist Du zuhause? Diese Fragen habe ich Menschen gestellt, die mich mit dem was sie auf ihren Blogs schreiben und zeigen auf die eine und andere Art berühren. Was sie geantwortet haben, das könnt ihr während meiner Sommerpause > hier nachlesen. Ihr wollt mehr über diese Gastblogreihe wissen? Dann könnt ihr > dort mehr darüber erfahren.
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Kommentare:

  1. Ein wunderbarer und sehr sympathischer Mix. Und tolle Fotocollagen! Liebe Grüße, Anette

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  2. Bei dir würde ich mich sofort heimelig fühlen, Carmen!

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  3. Deine Zuhause ist wirklich ganz wunderbar und einladend. Etwas zum Sofortwohlfühlen.

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  4. Guten Morgen Carmen und Katja,
    ein wunderschöner Beitrag, nicht nur wegen der fröhlichen Fotos! Mir gefällt Dein Stilmix aus alt und neu unheimlich gut. Bei Dir würde ich mich auch sofort wohlfühlen. Vieles von dem, was Du schreibst, deckt sich mit meinen Gedanken zu diesem Thema.

    Ganz liebe Grüße
    Birgit

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  5. Hallo Katja,
    ein toller Gastpost von Carmen. Sie beschreibt ihr Heim und ihr Leben darin so liebevoll. Genau das kommt auch auf den Bildern rüber.
    Ich bin absolut begeistert von den Gartenfotos.
    Wie ein weiteres Zimmer schließt sich der Garten an..einfach wundervoll.
    Auf diesem Bett möcht ich auch gern mal liegen .... ;O)

    ♥-liche Grüße sendet Katja

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  6. ein wunderbares zuhause und sowohl bildlich als auch in worten so schön beschrieben. ankommen - ja.
    liebe grüße
    dania

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  7. Ein so wundervoller Post, ein traumhaftes zu Hause, ein toller Text, alles zum Träumen schön! Ich lese sehr gerne bei Carmen und die Liebe zu ihrem zu Hause, ihrem Garten und zum Detail lässt mich immer wieder schwärmen.

    Liebe Grüße, Tanja

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  8. Ich verfolge auch schon eine Weile den Blog von Carmen und bin jedes Mal wieder vom Garten und dem Haus begeistert.
    Den Post ist wunderbar geschrieben und die Bilder sind immer wieder schön.
    Liebe Grüße

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  9. Das Haus...der Garten...der persönliche Stil von Carmen sind mir mittlerweile so vertraut, dass ich jedes Foto im Web von ihr identifizieren könnte...Eigentlich braucht man sie sich nur anzuschauen und hat das Gefühl, man war im Kurzurlaub...;-) LG Lotta.

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  10. Das stimmt, Lotta. Es ist uns alles vertraut. Ich glaube fast, Carmen persönlich zu kennen. Was nicht ist, kann ja auch noch werden. In ihren Räumen findet man sie als Person wieder, in allen Ecken.

    Sigrun

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  11. Hier wird gelebt und geliebt. Unverkennbar Carmen im Innen und Außen. Wunderschön.
    Mir gefällt der Satz ....."erst im eigenen Haus hat diese Unruhe aufgehört. Der Hauptgrund liegt darin, dass wir endlich „angekommen“ sind. "
    Ihn einfach so stehen zu lassen, halte ich jedoch auch für gefährlich, denn man könnte daraus ableiten, dass nun jeder ein eigenes Haus braucht, um zur Ruhe zu kommen.
    Für mich ist das äußere Haus stellvertretend für das innere Haus und das zeigt sich in dem Umfeld, wie wir wohnen und leben.
    ...... "Vollgestellte Dekoecken machen mich nervös " .... das kann ich sofort unterschreiben.
    In Carmens Haus spürt man, dass m i t den Dingen gelebt wird und nicht d u r c h sie und das verleiht diesen Räumen diesen ganz natürlichen und unverwechselbaren Charakter.
    Schön, wie Du Deine ganz eigene Art von Leben präsentierst. Danke.
    Herzliche Grüße Joona



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  12. so, so schön geschrieben ist das - spricht einem direkt aus der Seele.

    Ganz besonders gut gefällt mit das Zitat "Zuhause" - das schreibe ich mir auf! :-)
    Super schöne Bilder und ja es ist einfach toll im Schweizer Garten und was Carmen und ihre Familie in kurzer Zeit aufgestellt haben, finde ich super. Hut ab!
    LG
    Dani

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  13. dein zuhause, liebe carmen, finde ich wunderbar! und deine worte, liebe katja, sind so passend!
    liebe grüße von mano

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  14. ganz wunderbare Bilder ... und ja, zuhause ist es immer noch am schönsten ... miez-miez =(^.^)=

    LG Steffi

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  15. Es sieht so ganz anders aus, als bei mir. Aber es sieht so richtig zum Wohlfühlen aus. Und ja, ich bin auch der Meinung, dass Freunde und Familie in Reichweite sein müssen. Ein wunderschöner Einblick! LG, Annette

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  16. Ein wundervoller Post von einem wundervollen Zuhause... TOLL!!

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  17. Vielen Dank für die Einblicke in Wort und Bild, liebe Carmen und Katja! Dank SoLeb'Ich kannte ich schon ein paar Blickwinkel und bin immer wieder begeistert von Haus und Garten und die Zeilen dazu zu lesen - eine Bereicherung!

    Liebe Grüße :) Minza

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  18. wow, ich liebe die Pflanzen und die Farben und das Büro unter der Dachschräge. Ich arbeite sehr viel im Kaffeehaus oder hie und da in dem business center und bin eben schon länger am überlegen mir auch zuhause einen attraktiven ARbeitsplatz einzurichten. Deine Bilder haben mich jetzt wirklich inspiriert! merci!

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  19. Obwohl ich deinen Lebensraum ja nicht schon etwas kenne, bin ich von den Bildern mehr als begeistert. Ich identifiziere mich mit vielem, was du geschrieben hast. Ein Zuhause ist sowohl Gefühl als auch Ort und wir schaffen mit unserer Gegenwart das eigentliche Zuhause. LG Rebekka

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Schön, dass Du hier bist. Ich freue mich über deine Worte!