Sonntag, 21. Juli 2013

Damals, in der Nebelhöhle...

So wird die Geschichte wohl anfangen, die ich irgendwann einmal hoffentlich meinen Enkeln erzählen werde. Ihr wisst schon, dann, als alte Indianerin. Schließlich war da ja noch die Sache mit den Erkenntnissen vom Wochenende und die haben sehr viel mit mir, dem Atmen und mit eben dieser Höhle zu tun. Der Nebelhöhle auf der Schwäbischen Alb.
Nun könnte man sich ja fragen, warum ich für besonderer Erkenntnisse in einer Tropfsteinhöhle unbedingt 300 km fahren musste, denn schließlich gibt es hier in unmittelbarer Nähe in der Fränkischen Schweiz auch genug schöne Tropfsteinhöhlen. Tja, manchmal ist eine Höhle eben nicht gleich eine Höhle. Die Nebelhöhle ist insofern etwas besonderes, als sie 40m unter der Erdoberfläche liegt. Steht man am Beginn der 144 Stufen, die schnurgerade 12 Stockwerke tief nach unten in den Berg führen, fühlt man sich wie einer von Jules Vernes Helden, der die Reise zum Mittelpunkt der Erde antritt, oder wie Jona auf dem Weg in den Bauch des Wals.



Die Höhle hat eine natürliche Kaminverbindung zur Erdoberfläche und in ihr herrscht aufgrund der Tiefe eine konstante Temperatur von 10°C. An sehr kalten Tagen im Winter kondensiert deshalb die aus diesem Loch austretende, feuchte Höhlenluft und es steigen Nebelschwaden aus dem Höhleninneren auf. Daher rührt der Name. Die Menschen dachten früher, es handle sich hier um einen Zugang zur Unterwelt, in der Dämonen und Geister wohnen. In meinem Fall müssen das gute Geister gewesen sein...



Die Höhle kann auf 450m Länge ohne Führung auf eigene Faust erkundet werden, was mir sehr entgegen kam. Das Erlebnis ohne Hetze, ohne Vortrag und ohne mindestens 30 desinteressiert dauerplappernde andere Besucher um mich herum ganz allein diese Höhlenkammern voller Zauberwesen erkunden zu können, war für mich neu und sehr beeindruckend. Das einzige Geräusch das Tropfen des Wassers. Watte auf den Ohren. Es ließ mich tief durchatmen. Aufatmen. Atmen. 



Generell komme ich mit Lärmverschmutzung schwer zurecht und die Angewohnheit vieler Menschen, Stille nicht aushalten und sich auch in der schönsten Natur nichts anschauen und erleben zu können ohne ständig "Action" zu haben und zu sprechen ist für mich furchtbar. Würde man mich fragen, welche menschliche Eigenschaft für mich am schwersten auszuhalten ist, dann steht Sprechdurchfall ganz oben auf der Liste. Um so schlimmer, wenn man solche Naturorte erleben möchte. 
Seid ihr schon mal ganz allein in einer Tropfsteinhöhlenkammer gestanden, hoch und tief wie eine Kathedrale und habt nichts anderes gehört als das Tropfen des Wassers? Ansonsten absolut Nichts. Nichtsnichts. Gänsehaut. Gänsehaut im positivsten Sinne, denn an einem Naturort in der Abwesenheit von menschlichen Geräuschen atmen zu können, versetzt mich in einen Zustand der Ruhe und Glückseligkeit. So einfach kann es sein.



Da war kein Gefühl von Unbehagen oder Platzangst, das mich sonst sehr schnell befällt, wenn ich in engen Räumen bin, kein Gruseln wegen der Dunkelheit und kein Wunsch, schnell wieder an die Erdoberfläche zu kommen, wie schon in vielen besichtigten Höhlen und Bergwerken erlebt. Der Gedanke der mir in diesem Augenblick kam war: Hier würde ich gerne einmal übernachten. Allein. Einfach nur in einem Schlafsack liegen und den Tropfsteinen beim Tropfen zuhören und dabei atmen. Das steht jetzt auf meiner Liste der Dinge, die ich in meinem Leben noch tun möchte.



Nach zwei Stunden in dieser unglaublichen Umgebung stand ich wieder am Fuß der Treppe. Ängstlich ob der 12 Stockwerke, die ich jetzt wieder nach oben steigen musste. Zum Ausgang, zu einem belebten Biergarten, zur Sommerhitze, mit dem Wissen um meine Bronchien, die sich beim Atmen zusammenkrampfen und um meine lädierten Knie. Ich fing an, Stufe für Stufe nach oben zu steigen und wartete dabei auf die einsetzende Atemnot, den stechenden Schmerz im Knie. Aber...
Nichts. Nichtsnichts.
Oben angekommen, war ich kaum außer Atem, glücklich und fühlte mich 20 Jahre jünger. So verwundert über meinen Körper war ich wohl noch nie.


Von dieser Höhle aus traten wir die Heimfahrt an. In die Innenstadt einer fränkischen kleinen Großstadt. Sonntagabend. Nach 20 Minuten kreisender Parkplatzsuche und dem anschließenden Fußmarsch nach Hause eine Straßentreppe von zwei Stockwerken. Oben angekommen der Ohnmacht nahe. Atemnot. Stechende Schmerzen im Knie. Gegenüber mein Haus. Der Geruch von staubiger Straße, Zigarettenrauch, Autoabgasen, muffigem Keller, ungelüfteter Alte-Menschen-Wohnung und Hundekot. Links der ewig an seinen Fahrzeugen schraubende Nachbar mit aufheulendem Gasgriff am Quad, rechts das Geschrei meiner dauerkeifenden Nachbarin mit schriller Stimme.
Ich sah mein Haus an und wusste, dass mich hinter der Tür die Sperrmüllberge meiner Nachbarin erwarten würden. Meine Beine waren wie gelähmt. Nur ein einziger Gedanke pochte in meinem Kopf: Ich will da nicht mehr rein. Ich will da nicht mehr wohnen. Nicht in diesem Haus, nicht in dieser Straße, nicht in dieser Stadt. In keiner Innenstadt. Tränen liefen mir übers Gesicht. Können Gedanken schreien? Dieser Gedanke schrie sich die Seele aus dem Leib.

Manchmal braucht es sehr lange, bis man die Anzeichen deuten, die geflüsterten Wünsche hören und formulieren kann, was man nicht mehr möchte, um dann herauszufinden, wo man hin will und wie man leben möchte. Oft hört man einfach nicht gut genug zu. Manchmal gibt der Körper die Antwort. Und manchmal schreit es irgendwann einfach im Kopf. Laut.

Die Raumfee ist also auf der Suche nach neuem Lebensraum...
Nebelhöhle, Selbstfindung, Schwäbische Alb, Tropfsteinhöhle, Ausflugsziele Schwäbische Alb, Höhle, Atemprobleme, Junggbrunnen

Kommentare:

  1. was für eine tolle Höhle und vor allem super das man die alleine erkunden kann, muss ich mir gleich merken. Ich mag es nämlich auch nicht besonders wenn noch 30 andere Menschen mit mir wo sind und plappern oder noch vors Bild laufen das ich gerade machen möchte.

    Liebe Grüße
    Armida

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  2. Jetzt bin ich aber doch ganz baff! Nicht über deinen Wunsch als solchen, sondern über die Notwendigkeit dieses Wunsches! Von deinen Bildern her hatte ich den Eindruck, du lebst in wunderbarer Harmonie und Zufriedenheit - ich denke nur an dein wunderhübsches Hinterhofgärtchen. Eine Beschreibung wie die obige nimmt einem ja geradezu den Atem und zeigt, was für ein unglaubliches Talent du haben musst um auch im Hässlichen einen schönen Ort zu kreieren!
    Ich wünsche dir ganz fest, dass du deinen neuen Ort ganz bald findest!

    Die Höhle ist beeindruckend! Ich bin auch beeindruckt davon, dass du es zwei Stunden lang ganz alleine da unten ausgehalten hast und es sogar eine ganze Nacht dort aushalten würdest - das Bedürfnis nach Stille kann ich absolut nachvollziehen, bin mir aber für mich selbst nicht sicher, ob ich so tief unter der Erde ganz alleine nicht Angst bekäme ...

    Allerbeste Wünsche
    Ursula

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  3. Guten Morgen,

    Deine Höhlenbilder sind wirklich fantastisch und beeindruckend!

    Danke, dass Du sie uns mitgebracht hast!

    Ich wünsche Dir einen wunderbaren Sonnentag!

    Herzliche Grüße
    sendet Dir
    Anfrieda

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  4. Guten Morgen,

    sehr beeindruckend dein Ausflug unter die Erde. Das man eine Tropfsteinhöhle allein besuchen kann, ohne Führung habe ich bislang noch nirgendwo erlebt. Und wir haben schon einige Höhlen besucht. Besonders eindrucksvolle gibt es übrigens in Frankreich.

    Dann drücke ich Dir mal die Daumen, daß Du bald fündig wirst und das neue Heim dennoch ein wenig Licht und Sonne schenkt :-)

    Liebe Grüße und einen tollen Sonntag wünscht

    Sabine

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  5. Liebe Katja , die Stille , find ich , ist notwendig um seine innere Stimme überhaupt erst wahrnehmen zu können . Was der Körper schon längst weiß, wird in der Stille erst erkannt .Ich bin gerade in einer ganz ähnlichen Situation.
    Jetzt wo du einen Entscheidung getroffen hast , bin ich mir sicher dass das Universum schon alles in die Wege leitet!
    Herzlichst Ursula

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  6. Die Nebelhöhle ist TOLL! vieln dank für die schönen Fotos. :)

    (in der Übersicht hab ich versehentlich gelesen: "Damals, in der Nebenhöhle..." - auch nicht schlecht!)

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  7. Tolle Bilder und sicher eine ganz tolle Erfahrung. Vor einer Woche haben wir das Gegenteil in einer bekannten Höhle in der fränkischen Schweiz erlebt. Gruppenführung mit kaum interessierten Zuhörern, einem absolut unmotivitierten Führer und grässlicher "Stimmungsmusik", um die stillen Momente zu überbrücken. Außer kitschigen Namen für einzelne Tropfsteine war der Informationsgehalt gleich null, wirklich enttäuschend.
    Für deine Suche nach einem neuen Wohnumfeld drücke ich dir ganz doll die Daumen!!!
    LG, Lilli

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  8. Manches kommt unverhofft und dann aber um so gewaltiger. Ich fand es immer schlimm, wenn es hieß, du musst doch wissen du willst. Es war immer enfacher zu wissen was man nicht will. Und dann daheraus eine Entscheidung zu treffen. Und wenn 2 Stunden Stille notwendig sind um dir ein Zeichen zu geben, dann hat diese Höhle wirklich eine besondere Bedeutung. Und deine "Indianer-Enkel" werden dir staunend zuhören.
    Ich drücke dir ganz feste die Daumen, dass du findest was du suchst. Und es ist schon komisch. Wärst du an diesem Tag nicht an diesem bestimmten Ort gewesen, würde dein Leben vielleicht ganz anders verlaufen!
    Fühle dich ganz feste gedrückt
    Claudia
    die gerade auch eine komplette Änderung des Lebens erfährt ;-)

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  9. Liebe Katja
    Das perfekte Zuhause gibt es nur selten, was man daraus zaubert, macht es zu einem. Ich hoffe ganz fest, dass dein nächstes Zuhause keine Höhle sein wird, sondern ein Ort der Ruhe und Gelassenheit.
    Das Tipi muss noch etwas warten. Danke für die tollen Bilder!
    Ich les dich so gerne!
    Lg Carmen

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  10. ach, könnten wir doch einfach tauschen! um mich herum wald, in den ich nur in begleitung gehe (der gedanke, allein in einer höhle zu sein, lässt mich erschaudern!), wanderwege, auf denen man meist keinem menschen begegnet, und ja richtig, eine seegrotte, in der ich noch nie war (die du allerdings nicht allein besichtigen darst) und einige kleine höhlen.
    ich bin zwar nach langer abwesenheit den trubel der stadt nicht mehr gewöhnt, das würde sich aber bestimmt ganz schnell wieder ändern.

    so hat jeder seine persönlichen vorlieben ...

    lieben gruß und danke (nicht für den einblick in die höhle, sondern auch in deine gedanken!),

    susi

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  11. Was für faszinierende Fotos! Im Herbst bin ich das nächste Mal dort in der Nähe, da muss ich endlich mal die Gelegenheit ergreifen, mir die Höhle anzuschauen. Gruppenführungen, egal wo, vermeide ich auch tunlichst.
    Der Höhlenbesuch hat da wohl deinen wunden Punkt, den du unbewusst versucht hast zu verdrängen, freigelegt. Solche markanten Lebenspunkte der Umorientierung vergisst man nicht. Ich hoffe, dass du nun herausfinden kannst, was dir gut tut. Der neue Wohnort wartet schon auf dich.
    Liebe Grüße
    Andrea

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  12. Liebe Katja, es ist so gut so hören zu können, der inneren Stimme zu folgen. Damit liegt man nie daneben. Ich wünsche euch sehr, daß ihr schon bald neuen Lebensraum findet, mit allem, was für euch unerläßlich lebensnotwendig und wichtig ist. Alles Liebe und Gute für euch!

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  13. mit deinem höhlenausflug hast du mir eine große freude und kindheitserinnerung gebracht, liebe katja. denn früher war ich mit meinen eltern ganz oft in den feengrotten (https://www.feengrotten.de/), die vom namen her ja vorzüglich zu dir passen würden;) interessant finde ich, dass dir grad beim besuch einer höhle die dringlichkeit eines wohnungswechsels bewusst wurde...vielleicht kommen der alten indianerin schon archaische erinnerungen;)?
    sei liebst gegrüßt von birgit, die nun deiner suche nach einer neuen heimstatt folgen wird;)

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  14. und hast du ein bauchgefühl in welche richtung es gehen soll? was zu viel ist, ist zu viel. ich wünsche dir ideen und aussichten! und das gefühl, dass man alles erdenkliche getan hat, wie du mit deiner schönen wohnung, und es aber trotzdem nicht reicht, bzw. von außen zu viel stört ... das kenne ich. das ist nicht schön, wenn andere/anderes einen so negativ beeinflussen kann.

    dir einen guten sonntag!
    tabea

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  15. Wie gut du das Erlebte beschreibst... ich war jeden Schritt neben dir!

    Weißt du, was mir eingefallen ist? Tief beeindruckt hat mich in Myanmar (meine erste Reise alleine durch die Welt vor 10 Jahren), dass dort Höhlen als Heilige Orte behandelt werden. Viele, viele Höhlen sind Wallfahrtsorte, überall darin stehen Buddhastatuen, Kerzen und betende Menschen schieben sich durch.

    Doch, das hat mich sehr beeindruckt: An einem Ort der tiefsten Dunkelheit wird das Licht angebetet. Es paßt für mich sehr gut, dass dich genau in einer Höhle, ein Erkenntnisblitz durchfahren hat (so von Indianerherz zu Indianerherz ;)

    Und dann puste ich dir Rückenwind mit Goethe: *Es ist nicht genug zu wissen, man muß es auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muß es auch tun.* Einen schönen Sonntag, Katja!

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  16. hui, das ging ja schnell mit deiner antwort! eigentlich wollte ich dir auch noch die schönen seiten der großstadt zeigen! darf ich dich auf einen sprung zu meinem heutigen post einladen? ich wohne also in der natur, hab aber die großstadt in der nähe - auch eine möglichkeit!

    lieben gruß und viel glück bei der suche nach DEINEM platz!

    susi

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  17. Liebe Katja, ich hätte nie gedacht, dass Du in einer Stadt lebst! All Deine Berichte von frischem Gemüse und Kräutern, Gartenschauen, Himmel... Haben mich immer ans Landleben denken lassen. Sm so einem Wohnort hängt halt manchmal vieles: Arbeit, Schule, liebe Menschen in der Nähe... Manchmal sind Kompromisse einfacher (bei mir ist es der Stadtrand...) aber zu viele Kompromisse machen unglücklich. Alles Liebe und viel Freude beim Aufbrechen und Ausbrechen.
    PS auch ich habe Nebenhöhlen gelesen :-)

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  18. die bildeR was ein bisschen gRuselig. die tempeRatuR gRad veRfühReRisch. eRfolg diR bei deineR suche .... !!
    liebst. käthe.

    p.s. nuR die echte jasmin veRwenden. übeR die falsche habe ich keine infoRmationen!!

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  19. deine stille klingt so herrlich — und dennoch: DAS, eine solche höhle, ist mein klaustrophobiezenithort. ach, liebe katja, deine erkenntnis klingt nicht angenehm (ich kenne das leider auch), aber so klar: ich wünsche dir, dass sich der richtige lebensraum ganz bald findet und dich wieder frei atmen lässt.
    liebe grüße von ulma

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  20. Ich wünsche dir ganz viel Erfolg bei der Suche nach dem perfekten Zuhause! Ich habe meines in Frankreich gefunden, leider muss ich von dort immer wieder zurück. Aber irgendwann kann ich sicher auch bleiben! Wenn du dann eine neue Bleibe gefunden hast, freue ich mich schon auf viele tolle Einrichtungsideen, die du hoffentlich mit uns teilen wirst!
    Ich bin sicher, du findest das richtige, lass dich nicht entmutigen!
    liebe Grüße,
    Dani

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  21. Du wirst ihn finden, deinen Ort. Ganz sicher.
    Raus aus der Stadt. Ich könnte auch nicht atmen dort. Nur in gewissen Dosierungen....
    Uiii, und ich tue mich auch so schwer, mit meiner Zeit, meinem du weisst schon....aber heute nacht habe ich meine überfällige Abgabe fertig und bin noch im Arbeitsmodus....ich versuche es!
    Liebe Grüsse!

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  22. Liebe Katja,
    ich drücke dir auch ganz fest die Daumen, dass du deine ganz für dich perfekte
    "Wohnhöhle" schnell findest!!
    Liebe Grüße
    Daniela

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  23. was für ein glück, ein solches fleckchen (unter)erde allein erkunden zu dürfen! deine fotos drücken es aus.
    wir haben vor fast 20 jahren die entscheidung getroffen, aufs land zu ziehen und es bisher nur selten bereut (wenn rundum die motorsägen der nachbarn samstagelang das feuerholz zerkleinern, wünscht man sich manchmal in die stadt...). die natur gleicht so vieles im alltag aus und es gibt nichts schöneres, als morgens um vier nur die gesänge der amseln zu hören.
    ich wünsch dir ganz viel glück auf der suche nach dem richtigen lebensraum - ich sammel schon mal blumensaat für dich!
    herzliche grüße von mano

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  24. Ich drücke dir auch die Daumen für die Suche...
    Meinen Wohnwusch habe ich schon lange geflüstert und nun scheint es wahr zu werden. Die Entscheidung fällt in ca. drei Wochen und dann werde ich auch berichten. Daumen drücken bitte!
    Liebe Ninjassiebengrüße

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  25. Liebe Katja, wie sehr kann ich nachvollziehen, was du empfindest... Ich habe das Glück auf dem Land (und nur 60 km südlich von Berlins Mitte) leben zu können, gleich am Waldrand in Wassernhähe, nur jetzt, in diesem unvergleichlich schönen Sommer, wird es auch hier manchmal laut..., übereifrige Gärtner, die alles kurz und kleinschneiden müssen, Schuppenbauer, Motorradschrubber, musikalische Grillfeten... Doch es bleibt erträglich, die Momente der Stille überwiegen den größten Teil des Jahres bei Weitem, und wer sie braucht, braucht sie auch mal "äußerlich". Wie still es einst auf diesem Planeten war... Und heute macht Stille vielen Menschen Angst. Eine Tropfsteinhöhle allein erkunden zu dürfen - ein Traum..., könnte mich locken. Alles Gute fürs "Finden" deines neuen Ortes. Ghislana

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  26. liebe katja,
    und wie gedanken schreien können - lauter als so manche stiomme und lauter als so manche lärmverschmutzung! gut, zu gut versteh ich dich, und halte beide daumen für einen neuen zuhauseort, drinnen und draußen, du weißt, und fürs ausatmen einatmen weiten wachsen können!
    wir haben unsere suche verschoben, wegen anfänglichem scheitern und dann wegen des wirbelwinds, der so gerne in seinen kindergarten geht, dass ich mir keinen besseren für ihn vorstellen kann. ein jahr noch also, ein jahr das beklemmende wohnungsgefühl, der versuch, sich mit dem höhlenartigen anzufreunden, sich zu arrangieren und aus dem, was ist, das beste zu machen. im moment gelingt uns das ganz gut, sommer, ferien, da fällt vieles leichter...
    so viele herzenswünsche an dich! möge das finden in uns selbst beginnen und damit die suche erleichtern!
    alles liebe
    dania

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  27. Mensch Katja, das liest sich ja so, als solltest Du dringenst ein neues Zuhause für Dich/Euch finden... Ist der Entschluss erstmal gefasst, dann klappts auch, da bin ich mir sicher! Bei mir war es so und mein Bauch ist voller Glücksgluckser. :))
    Ich drücke Dir alle meine Daumen! ♥

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  28. Vielen Dank für Deinen eindrücklichen Bericht von dieser tollen Höhle und Deinen Erlebnissen dort.
    Ein ganz klein bisschen ähnlich ging es mir (wenn auch bei weitem nicht so dramatisch wie bei Dir), als ich gestern von einem tollen Zeltwochenende wiederkam. Als wir in unsere Straße einbogen, wäre ich auch am liebsten keinen Meter mehr weiter, sondern sofort zurückgefahren, an den See, unter den Apfelbaum. Ich bin auch auf der Suche, aber eher auf Schwingsungsebene, als physisch. Wenn die Inspiration, woanders hinzugehen kommt, weiß ich, ich bin ich soweit. Doch das Ankämpfen gegen das "Was ist" bringt uns nirgendwohin. Ich verstehe Deine Gedanken sehr gut.
    Liebe Grüße. :)

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  29. ui!
    ich drück dir die daumen, dass du deinen perfekten lebensraum findest. und ich finde es wieder mal sehr beeindruckend, wie du zu einer entscheidung gekommen bist.
    ich bin sehr gespannt, wohin es dich führen wird. und ich bin jetzt mal mutig und behaupte, es wird trotz des tollen erlebnisses keine tropfsteinhöle werden. :)
    ganz liebe grüße
    die frau s.

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  30. Oh Katja, ich hab Gänsehaut beim Lesen Deines Posts...Gänsehaut, weil ich IMMER Platzangst bei sowas bekomme, und doch sofort da hinunter steigen mag...Gänsehaut, weil ich es so so gut nachvollziehen kann, wie schlimm Lärm ist und wie schlimm wenn ein Heim kein Zuhause mehr ist...ich hoffe Du findest ein wunderbares Raumfeenreich...liebste Grüße

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  31. Eine tolle Höhle, in die du uns da mitgenommen hast! Ich glaube, manchmal muss uns auch einfach die Endlichkeit unseres Lebens darüber die Augen öffnen, dass wir eine Veränderung brauchen, einen Ortswechsel vollziehen sollten...denn das Leben ist zu kurz, als dass wir Zeit verplempern könnten...Mach es, suche deinen Wohntraum...ich bin sicher, du wirst ihn finden! LG Lotta.

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  32. Liebe Katja,
    danke dass du uns teilhaben lässt, ich fühle mich, als sei ich mit dir in der Höhle und nachher in deiner Wohnung gewesen. Ich drücke dir sehr die Daumen, dass du einen friedlichen Lebensraum findest und sende dir herzliche Grüße aus dem hohen Norden:
    Silke (die momentan auch bei der Selbstfindung ist und immer lange braucht, um hinzugucken, was sich so falsch angefühlt hat....)

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  33. Liebe Katja,
    jetzt hab ich die anderen Kommentare nicht gelesen und wiederhole sicherlich nur bereits Gesagtes.

    Wie schön. Dein Schlüsselerlebnis war da. Das ist großartig. Und macht ganz aufgeregt. Ob es ein ähnlich prägnantes Gefühl sein wird, wenn Du Dein neues Zuhause findest oder es Dich? Ob das auch eine innere Naturgewalt sein wird? Oder eher ein leises Klicken?

    Bitte erzähl es.

    Und sei feste umarmt. Du weißt ja um meine Gedanken zu diesem Thema. Und das Meer.
    Nina

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Schön, dass Du hier bist. Ich freue mich über deine Worte!