Donnerstag, 15. November 2012

Die Schule ist aus . Alles muss raus

Wenn eine Schule eine städtische Schule ist und sich in einem städtischen Gebäude befindet, sollte man davon ausgehen, dass die Stadt dort auch für die Umsetzung ihrer Auflagen sorgt. Ihre Vorschriften, ihr Gebäude, ihre Schule. Wenn also der Dachboden einer mehr als 100 Jahre alten Schule aus Brandschutzgründen von den Dingen geräumt werden muss, die sich da so im Laufe der Jahrzehnte angesammelt haben, sollte die Räumung dann nicht auch von der Stadt durchgeführt werden? Warum bekommt die Schulleitung die Auflage, den Speicher mit Hilfe von Lehrern, Hausmeister und Eltern zu räumen? 
Irgendetwas Grundsätzliches über die Verwendung unserer Steuergelder habe ich da wohl nicht verstanden. Es gibt Schulen, die haben eine Lobby. Und es gibt unsere Innenstadt-Grundschule.

Die Sahnestückchen, die historischen Kostbarkeiten, die alten Lehrtafeln, Bücher und Präparate, die hat sich die Stadt fürs Schulmuseum vom Speicher geholt. Um das Schleppen von 100 Tischen, 200 Stühlen, 30 Kubikmeter alte Schränke und die Entrümpelung des Rests sollen sich Lehrer, Hausmeister und letztendlich jetzt die Eltern kümmern. Deshalb wird jetzt auch versucht alles was noch geht zu Geld zu machen, um ein paar Räumungshelfer zu bezahlen. Schuldachboden-Ausverkauf.
Braucht jemand von Euch noch ein paar Vintage-Schul-Möbel? Shabby-Chic-Archivschränke? Kinder-Schreibtische und Stühle aus dem 70ern? Wir hätten da folgendes im Angebot...

Ein bißchen Schleifen, etwas Lack - halb so wild. ;-)
Wobei der eine oder andere alte Schrank sicher auch annähernd > so aussehen könnte, wenn man etwas Arbeit investiert.
Solltet Ihr Euch wirklich für etwas interessieren, dann fndet ihr die ganze Kollektion > hier.

Das komplett marode Schulgebäude sollte schon vor 10 Jahren saniert werden. Es gab Versprechen und Zusagen des Bürgermeisters. Die Sanierung der größten städtischen Grundschule in der Innenstadt wurde immer wieder zugunsten von Schulen in Stadtvierteln mit höherem Bruttosozialprodukt verschoben, die inzwischen alle top saniert sind.
Nun soll die Schule spontan doch 2013 saniert werden. Wohin mit den Kindern in der Zwischenzeit? Da gibt es just bei uns um die Ecke, keine 200m Luftlinie von unserer Sprengel-Schule entfernt ein leerstehendes, großes städtisches Schulgebäude mit einem durch viele EU Fördergelder vor einigen Jahren top für Grundschulkinder eingerichteten Pausenhof. Und wohin sollen die Kinder ausgelagert werden? In eine Containerschule 1km außerhalb der Innenstadt, nur zu erreichen über den Fluss und eine vierspurige, sehr unübersichtliche Kreuzung.
Die Container bieten aber gar nicht genug Platz für alle Klassen, also sollen ein paar Klassen in das leerstehende Schulgebäude ziehen, der Rest in die Container. Die Kinder zwischen 6 und 10 Jahren sollen dann bis zu 2km dorthin laufen und die Lehrer zwischen ihren Schulstunden samt Unterrichtsmaterial hin- und herpendeln. Ich stelle mir gerade vor, wie sich die Lehrerin meines Sohnes mit einem Bollerwagen, beladen mit 6 Computern nebst Monitoren zwischen der zweiten und dritten Schulstunde im Schneematsch die 1,5 Kilometer zwischen den beiden Schulen durchs Schneetreiben kämpft.
Aber warum sollte die Grundschule nicht komplett in das leerstehende, so perfekt passende Schulgebäude mit komplett vorhandener Ausstattung umsiedeln? Na weil die Nutzung der Fachoberschule versprochen wurde, die aber nur 1/3 der Gebäudes überhaupt brauchen würde... und die auch komplett wunderbar in die Containerschule passen würde. 16-20 Jährige bewegen sich meist sicher im Straßenverkehr, kommen meistens mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Auto, die U-Bahn läge gegenüber und genug Parkplätze gibt es auch. Grundschulkinder gehen zu Fuß und in der Innenstadt gibt es keine Parkplätze. 
Bei Dunkelheit morgens 2km und über vierspurige Kreuzungen im Berufsverkehr? Die Lehrer laufen ständig zwischen den beiden Schulgebäuden hin- und her? In welchem Gebäude ist das Sekretariat, die Anlaufstelle für Kinder, Lehrer, Eltern? Wo der Hausmeister? Mal hier, mal da? Oooch, unser zuständiger 2. Bürgermeister Herr Braun findet, das ist zumutbar. Sind doch nur Innenstadtkinder, geringer Einkommens-Elterndurchschnitt, hoher Migrantenanteil. Who cares...

Es beschleicht einen der Gedanke, die Stadt Fürth würde eventuell ein ganz klitzekleines Bißchen danach entscheiden, wo sie mehr zukünftige Wähler und mehr zukünftige Steuergelder vermutet.
Familien- und kinderfreundliche Stadt? Klar, wenn es profitabel erscheint schon.
Rosenschule Fürth, Stadt Fürth, familienfreundlich, Grundschule Sanierung Rosenschule, Bürgermeister Braun, Schulamt

Kommentare:

  1. Solche Idioten. Interessiert sich die Lokalzeitung vielleicht fuer diese kinder-, eltern-, und lehrerfeindliche Loesung? Ich wunesch' euch Kraft.

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  2. Wenn mir das vorher jemand gesagt hätte, hätte ich auch nicht gedacht, wie viel Kraft und Zeit einen die Schule kosten wird.....dabei sind doch die Kinder in der Schule und nicht wir.
    Ich kann verstehen, dass du dich aufregst und hoffe, dass sich alles zum Guten wendet.
    Die Möbel allerdings sind toll - die Rolladenschränke sind grossartig und wirkliche Raumwunder - zum Glück habe ich einen aus der alten Büroausstattung meines Opas. Gerne würde ich noch einen nehmen, aber ihr seid mir einfach zu weit weg.
    Liebe Grüße,
    Nerven behalten,
    Anja

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  3. Brauchen tu ich natürlich nix, aber haben wollen tät ich schon, wenn da nicht immer dieses Platzproblem wäre...

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  4. Ui, alles toll. Also die Möbel. Der Rest eher weniger!
    Meine Mama ist früher schon total auf die alten Möbel abgefahren. Hatten ganz lang eine alte Schulbank im Wohnzimmer stehen und diese Schulstühle ebenfalls. Hach, da kommen Erinnerungen hoch!

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  5. Wenn man das Ganze positiv sehen wollte, könnte man sagen " Es bereitet die Kinder auf ihr künftiges Leben vor", denn ich glaube, dass einen solche Entscheidungen von Behörden bis zum Sarg begleiten werden.
    Und zum Thema Migrantenanteil: Hier in Bremen haben 51 % der Kinder aus dem Geburtsjahr meines Sohnes (2008) einen sog. Migrationshintergrund. Die Tendenz dürfte steigend sein. Die lieben Politiker sollten langsam begreifen, dass unsere Gesellschaft in einem grundlegenden Wandel steckt. Deutsche Staatsbürgerschaft bzw. doppelte Staatsbürgerschaft sind dabei ganz normal - ergo: auch wenn sie noch klein sind - es sind zukünftige Wähler.

    Es ist schade, dass solche Entscheidungen nicht mit dem gesunden Menschenverstand getroffen werden.

    Haltet durch,Ihr beiden!

    Liebe Grüße von Kirstin

    (PS: Unser Haus ist übrigens viel zu klein.Das wurde mir beim Betrachten der Bilder mal wieder bewusst...)

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  6. Da sind ganz bestimmt noch Schätzchen dabei - wie Du sagst: hier und da ein bisschen was machen...wir brauchen aber erstmal neuen Wohnraum - vorher kommt nichts mehr dazu! Viel Glück bei Eurem Verkauf. Happy Day , Anette

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  7. Ja, über solche Entscheidungen kann man nur den Kopf schütteln. 2 km zu Fuß für Grundschüler, dann noch über eine vierspurig befahrene Kreuzung ist schon harter Tobak.
    Von diesen Schreibtischen hätte ich ganz sicher gerne einen, aber mir fehlt auch der Platz und zum Selbstabholen ist Fürth ja leider auch etwas weit. ;)
    Liebe Grüße allesistgut

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  8. Liebe Katja, so einen Beitrag am frühen Morgen zu lesen macht gar nicht froh... Aber ich weiß aus jahrelangem Erleiden, dass das die Realität ist. Das ist nicht nur in Fürth so. Geräumt, geschleppt, hin- und hergezogen habe und bin ich in meinem Alltag als Lehrerin mehr als genug ( bis es mir eine schlimme gesundheitliche Beeinträchtigung mit anschließender OP einbrachte ). Das Gefühl, dass das nicht ernst genommen wird, was da mit kleinen Kindern & deren Betreuern passiert, habe ich schon lange. Die haben doch nichts Besseres zu tun & da kommt es doch nicht darauf an, ob die genug Zeit fürs Lernen haben usw.
    Ich musste aus DEM einfach mal ein Jahr heraus....
    Euch wünsche ich starke Nerven!
    Astrid

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  9. Da kann ich gleich voll mit in die Bresche springen, wenn es um die Politikerwillkür geht! Oder Oberenwillkür - muss ja nicht immer ein Politiker sein. Ich kämpfe hier auch gegen Windmühlen ... es geht zwar "nur" um das Thema Müllentsorgung, aber Argumente meinerseits gegen hirnverbrante Entscheidungen verpuffen ebenso wie Seifenblasen. Es steht so in den Satzungen. Und Punkt.
    Was ich so besonders schlimm finde ist mein eigenes Gefühl der Ohnmacht. Klar kann man gegen alles und jedes Unterschriften sammeln ... aber wer bitte an denn die Zeit, sich darum nebenbei zu kümmern? Und wer garantiert, dass es anerkannt wird? Eben.
    Darum müssen die Kinder bald einen scheiß Schulweg antreten und wir werden nur noch halbvolle Mülltonnen an den Straßenrand stellen.

    Von Wutrauslasserin zu Wutauslasserin,
    Steph

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  10. Liebste Katja!
    Mal wieder willkommen in der deutschen Bürokratie, wo alles mit Sinn und Verstand entschieden und geregelt wird... (Ich sag nur Stichwort unmögliche angepaßte Betreuung für Behindikinder...)
    Leider gibt es in solchen Fällen nie genug Eltern, die auch mitziehen würden, weil technisch nicht machbar oder die Traute fehlt - aber in Eurem Fall solltet Ihr Euch eigentlich weigern, die Kinder zur Schule zu schicken. Rah! Bei sowas bekomme ich Pickel!!
    Aber vermutlich hat Kristin Recht, die Kinder können frühzeitig die Lehre ziehen, daß sie den Herren und Damen Politikern irgendwas zwischen egal und ganz egal sind, eben nur eine Kostenstelle und man auch mit hirnrissigen Entscheidungen von Oben leben muß.
    So, ich bin dann jetzt in der richtigen Stimmung die Bude zu schrubben... ;-)
    Ich wünsche Euch den geringstmöglichen Ärger mit der leidigen Sache und schicke liebe Grüße!
    Mel

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  11. Liefern die Eltern die Möbel auch nach Hamburg? ;))
    Über das Thema Schule kann man sich trefflich aufregen, ich unterhalte mich regelmäßig mit meiner Schwester darüber und bin froh keine Kinder zu haben. Ich kenne die Schulbehörde vor allem als Bauherr und das ist auch kein Spaß, sag ich Dir.
    Liebe Grüße und gute Nerven!
    Vreni

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  12. Ja, leider gibt es irrwitzige Entscheidungen...in allen Bereichen...In unserem Nachbarort ist dieses Jahr der Laternenumzug zum Martinsfest abgesagt worden...die Sicherheit der Kinder könne man nicht gewährleisten...zu wenig Personal...Komischerweise ist bei der Absicherung eines Fußballspieles immer genügend Personal vorhanden...Das diesjährige Adventskonzert der Kinder findet an einem Wochentag 14.00 Uhr statt...hier wiederum die Begründung, man könne den Lehrern die sonst entstehenden Überstunden nicht bezahlen...manchmal denke ich, ich bin im falschen Film...LG Lotta.

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    1. Fürs Leben lernen ist immer prima. Aber wenn es den eigenen Viertklässler betrifft und es um das Übertrittsjahr zu weiterführenden Schulen geht, dann werde nicht nur ich reichlich unentspannt was die Frage angeht, ob dieses Jahr im Chaos stattfidnen soll. Und wenn man voll berufstätig ist, dann ist die Frage, ob man täglich 1,5 Stunden übrig hat, um sein Kind zur Schule zu bringen und abzuholen auch extrem relevant...
      Oh ja, für Fußballspiele stehen hier übrigens auch Hundertschaften der Polizei zur Verfügung. Für die Kirchweih auch. Trotzdem musste auch unser Laternenumzug abgesagt werden, weil die notwendige Polizei zur Straßensperrung einfach nicht aufgetaucht ist. War toll für die Kinder. Aber die kam bei einem Einbruch hier im Haus auch erst nach 1 Stunde, obwohl nicht klar war, ob die Einbrecher noch drin sind.
      Man möchte das Universum bitten, dass einfach nichts passiert in einem Staat voller Formulare, Vorschriften und Gesetze, die immer für einige viel mehr gelten als für viele andere nicht.

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    2. Also ich hätte die 1,5 Stunden früh nicht übrig...und letztendlich bedeutet das ja, dass die Familien ihren Wecker noch eher klingeln lassen müssen...Anmerkung noch: Das Adventskonzert gestalten die Kinder selbst...für die Eltern...Liebe Grüße, Lotta.

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  13. Puh, das hört sich nach ziemlich unverständlichem Wirrwarr an - ich drücke die Daumen, dass sich da noch eine bessere Lösung als Container direkt nach der großen Kreuzung findet.
    Möbel... ja, lässt sich bestimmt was draus machen, aber meine 45qm sind schon voll genug. ;) Und sonst vielleicht nochmal über ebay Kleinanzeigen probieren, da guckt man ja auch eher mal regional, oder?!

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  14. Oh Katja, das klingt ja noch schlimmer, als es neulich in der Mail klang.
    Sind aber ein paar schöne Stücke dabei, allerdings wird das mit der Selbstabholung natürlich ein bissel kompliziert und meine Wohnung ist ohnehin schon rappelvoll. Allerdings: Könnt ihr mir nicht den Stuhl schicken? ;-)

    Ich hoffe, du hast aus dem zahlreichen Fundus ein paar Kleinigkeiten abbekommen, die du verwerten kannst.

    Einen ganz lieben Gruß & Mail folgt

    Katja

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  15. ausmisten muss mal sein! ich denke, gerade weil niemand einfach so dinge aus der schule wegwerfen wollte, hat sich da nun so viel angesammelt. als ich in der grundschule war, war es auch selbstverständlich, dass die eltern das klassenzimmer gestrichen haben, damit es »erträglicher« wird. wenn man sich viele schulen ansieht, dann sehen die aus, als würden sie gleich zusammenfallen, aber sie sind noch im betrieb. es geht aber auch anders herum, hier in der region wurde für sehr sehr viel geld eine komplette schule saniert, um sie, als sie fertig war zu schließen. das ist dann politik, wenn WER behauptet, hier auf dem lande seien die klassen zu klein und die kinder sollen doch in die und die stadt zur schule gehen. man kann auch wunderbar rufmord betreiben, in dem man in die welt seetzt, die und die schule macht bald zu und die macht dann nur deshalb zu, weil die eltern aus angst, die schule mache bald zu, ihre kinder woanders hinschicken. das was du beschreibst, klingt zwar fürchterlich, aber irgendwie wundert es mich nicht. bevor ich mich hier vertiefe und errege ... ich wünsche euch gute abnehmer der alten teile! und hoffe, niemand erwartet von euch, dass ihr beim sanieren behilflich seid. wobei es vielleicht nicht schlecht wäre, wenn die eltern mitsprache hätte bei der organisation? klingt ja gruselig. aber was solls, sind doch bloß kinder, halbe menschen, die sich eh nicht wehren können.

    tabea mit haushalt voller kranke

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  16. das klingt ja zum Haareraufen! Unglaublich, dass das allen Ernstes den Kindern (und Eltern) zugemutet werden soll! Da weiß man ja gar nicht wohin mit seiner Wut ... Die Archivschränke gefallen mir sehr, es fehlt nur der Platz und zwei Schulstühle stehen schon im Keller ... Liebe Grüße, Wiebke

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  17. ich drücke euch die daumen, dass ihr das alles für einen guten taler los werdet. alles in allem ist da ja echt ein ding, was da abgeht. ts!

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    1. und wenn ihr eine frittata als pausensnack macht, dann so:
      im rezept steht, dass der käse mitten rein kommt - ich hab's vergessen, also kam er oben drauf. dann stockt das ei aber nicht so gut. besser ist also, erst käse,dann ei. :)

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  18. Liebe Katja, ich habe erst mit großem Erstaunen vor drei Jahren den Dachboden des hiesigen Kindergartens um etliche wunderschöne Vollholzstühle "erleichtert". Leider mangelt's auch hier an Platz. Irgendwelche kaum nachvollziehbaren Fehlentscheidungen gibt es immer und überall. Manchmal kann man vor Unverständnis und Verzweiflung nur noch den Kopf schütteln.

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  19. Das Ganze kann einen richtig wütend machen. Ich frage mich, ob es nicht etwas bringen würde, aufzubegehren, sich zu wehren? Die Arbeit der Eltern und Lehrer, die sie den Kindern zu Liebe tun wie Klassenraum streichen etc., kann ich ja noch verstehen, obwohl auch das Aufgabe des Schulträgers ist. Aber dass die Kinder nun solch' einen Schulweg haben? Da hat die Fachoberschule wohl die bessere Interessenvertretung und die besseren Beziehungen :-(
    LG, Franka

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  20. Oh Katja,
    ich habe Lottes ersten Schreibtisch entdeckt. Den Tisch mit den Eisenbeinen. Auch aus einer Räumung einer Schule.
    Und was den geforderteen Einsatz für die Schule angeht, kann ich ein Lied singen. Für die Kinder macht man es ja gerne, aber vom Prinzip her ist es eine Frechheit! Noch schlimmer finde ich die Geschichte mit der "Tausch"-Schule. Ich hatte bis dato auch immer nur in mich hinein gebrummt vor Ärger. Das mache ich nicht mehr!! Hier sollte eine 100 Jahre alte Hauptschule abgerissen werden und durch ein neues Schulgebäude ersetzt werden. Voll intakt, bis jetzt noch in Benutzung. Da konnte ich nicht mehr an mich halten. Alles wurde undurchschaubar und übereilt beschlossen. Mir ist der Kragen geplatzt und ich habe mich in Presse und bei allen Menschen die ich kannte beschwert und meinem Ärger Luft gemacht. Es hatten sich Menschen zusammen geschlossen, meist natürlich ältere, und sind massiv dagegen vorgegangen. Mit dem Fazit, dass zurück gerudert wurde und nun ein hoffentlich für alle vertretbarer Kompromiss beschlossen wurde. Und ich habe gemerkt, dass man sich wehren soll und muss. Zeigt eure Grenzen auf, macht Vorschläge und lasst euch nicht alles bieten. Die Presse ist immer gerne und schnell auf eurer Seite. So zumindest meine Erfahrung. Sammelt Unterschriften. Klar ist das mit Arbeit verbunden, heutzutage muss man leider gegen Windmühlen kämpfen. Aber oft lohnt es sich. Ausserdem will man ja wiedergewählt werden. Habt ihr bei euch nicht eine Bürgergemeinschaft (parteilich), die ihr ins Boot holen könnt??
    Nein, ich mag mir nicht mehr auf der Nase rumtanzen lassen, weil Schildbürger das Sagen haben! Und selbst wenn es nichts bringt, ich habe es wenigsten versucht, für mein Kind und auch für mich!
    Liebe Grüße und dicke Nerven
    Claudia

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  21. ohje-noch ne baustelle bei dir...ja, schule...was du schreibst, kommt mir bekannt vor. solche entscheidungen sind immer mal wieder auszubaden (nicht von den entscheidern) in zwei schuljahren sind wir wegen innenausbauten (die decken drohten einzustürzen und metallträger mussten eingebaut werden) jeden tag nach hause gekommen und mussten alle taschen abwischen, duschen und haare waschen, weil alles einen weiß-grauen schleier trug. lungenflügel konnte man allerdings nicht ausschütteln;) vielleicht bekommt ihr doch noch eine individuelle (heimliche) lösung hin - und vor allem hoffentlich mit den möbeln ein bissel geld in die kasse...
    sei liebst gegrüßt von birgit

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  22. Liebe Katja,
    auch wenn mich die Möbelstücke direkt angesprochen haben und ich sie vor meinem inneren Auge schon abgeschliffen habe - hilft alles nix, hier ist kein Platz.
    Unglaublich was du da schreibst. Kann doch alles nicht wahr sein! Die Problematik kommt mir allerdings bekannt vor. Der Kindergarten meines Sohnes wurde abgerissen, so residieren die Kinder ebenfalls im Container. Dieses Provisorium wird von der Stadt sehr stiefmütterlich behandelt. Mal abgesehen davon, dass die Eltern den Umzug komplett alleine organisieren und teilweise auch durchführen mußten (zu dem Zeitpunkt gab es für viele Monate noch nicht mal eine Kindergartenleitung), auch sieht die Stadt nicht ein, in dieses Provisorium in irgendeiner Form zu investieren. Kindgerechter Außenbereich - Fehlanzeige. Zumindest eine Begrünung gibt es jetzt - die Eltern haben sich um Sponsoren bemüht (Baumärkte, Gartenfachmärkte usw.). Unser Kind wird den Großteil seiner Kindergartenzeit im Container verbringen. Er findet seinen Kindergarten super. Ich bin es, die sich von ihrer "Romantikvorstellung" eines Kindergarten verabschieden musste.
    Die Zustände die du beschreibst, sind ntürlich noch eine Nummer härter - und vor allem gefährlich. Ich bin gespannt wie es weitergeht und wünsche euch viel Erfolg!
    Einen ganz lieben Gruß von Steffi

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  23. Liebe Katja,
    da überkommt mich die Wut, wenn ich es nur lese.
    Mehr kann man dazu eigentlich nicht sagen, wie so häufig ist es so, man wünschte sich, die Entscheidungsträger hatten genau da ein Kind, wo sie gerade ihre Willkür walten lassen. Dann würde es auch ihre persönliche Angelegenheit und völlig anders wahrgenommen.
    Sei geherzt, wir sind in Sachen Pulte und passende Stühle aus altem Schulbestand schon ausgerüstet.
    Bestens, Nina

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    1. Du glaubst ja nicht ernsthaft, dass die Kinder der Sadtentscheider unserer Bürgermeister-Monokratie auf die öffentliche Schule des Sprengels gehen? Die gehen alle in private Kindergärten und Schulen, oder die öffentlichen in den Vororten... die perfekt (mit meinem Geld) saniert wurden und denen es mitnichten an irgendwelcher Aussattung oder Lehrern fehlt.

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  24. wenn ich das lese muss ich einfach nur den kopf schütteln.
    immerhin landen die möbel nicht sofort im schredder vom sperrmüll. das ist nämlich in der turnhalle meiner tochter passiert. erst (fast ein jahr lang) waren während des sportunterrichts mit einem absperrband verschiedene bereiche abgetrennt, weil da die decke entgegenkam. dann wurde geprüft und welch ein wunder, die geräte teilweise aus den 60-er 70-er jahren waren veraltert. also es musste alles raus. zwei kontainer, hausmeister, sportlehrer und 1-2 freiwillige helfer schmissen alles in wenigen stunden weg. unser laden war etwa 50 m weit weg von dieser sporthalle, mit alten turngeräten im schaufenster, wir hätten gerne abgeholt auch alleine und auf eigene kosten.
    die kommunkation stimmt nicht und der rest auch nicht. einfach traurig.
    wäre es bloß nicht so weit von uns, würde ich alles abholen. liebe grüße, éva

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  25. Liebe Katja,
    da packt einen doch das Grausen....furchtbar!!!

    Das sind solche Entscheidungen, die nur von stupiden Büromenschen getroffen werden können, oder ??? *kopfschüttel*

    Liebe Grüsse Mia

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  26. solche fantasievollen lösungen kenn ich auch!
    interessant find ich die einkommensverteilung in fürth. bei uns sind die innenstadtviertel nahezu unerschwinglich und entsprechend sind dort auch die noblen geschäfte, büros und eben auch schulen angesiedelt.
    den rolladenkasten würd ich übrigens sofort nehmen, wenns nicht so weit zu dir wäre!
    liebe grüße,
    susi

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  27. ähnliches läßt sich leider auch vom dorfleben berichten, wenn sich nämlich 2 landkreise streiten, wo die kinder zur schule hinsollen. da werden dann 6jährige zweimal täglich 1/2 stunde mit überfüllten schulbussen durch die gegend gekarrt, obwohl ein dorf weiter eine grundschule mit platz ist - aber die eben im falschen landkreis...
    ich schick dir liebe grüße und viel energie, die man im kampf gegen bürokraten dringend braucht! mano

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  28. völlig am leben vorbei die politik..!

    (ich find´s gut, dass du so offen deine meinung sagst und namen nennst, machen viel zu wenig menschen..)

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  29. Das erinnert mich ziemlich an eine Ausmisteaktion an unserer Schule vor einigen Jahren. Es darf alles nichts kosten und ehrenamtliches Engagement wird praktisch vorausgesetzt, die "Muttis" helfen doch gerne ein bisschen....
    LG von Rana

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  30. Puhh, dass tönt alles sehr komplex. Versteht mal einer die ganze Bürokratie. Ich würde mich an deiner Stelle auch sehr aufregen, dass nicht die ganze Schule in das neue Gebäude ziehen darf. So unsinnig, die Doppellösung zwischen Schule und Containerschule! Und ich finde es eine Zumutung für die Eltern einerseits aber vorallem auch für die Kinder, deren Sicherheit bei diesem Schulweg nicht gewährleistet ist. Viel Kraft
    wünscht dir
    Sarah

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  31. Das klingt alles echt einfach unglaublich ! Für alles hat man in diesen Land Geld nur für Schulen nicht....
    Drück Euch die Daumen das sich noch eine andere Lösung auftut und Ihr ein paar Sachen verkauft bekommt,
    ♥BunTine

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  32. ...das versteh einer, ich tu es nicht! die Schränke finde ich tatsächlich teilweise gar nicht so schlecht..aber einiges an arbeit hätte man wohl sicher noch.. ich wünsch euch auch, dass sich noch eine bessere lösung auftut!
    liebe grüße!
    sarah

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    1. so nun nochmal :-)
      an den möbeln habe ich leider kein interesse aus platzmangelgründen :-(
      ansonsten sind sie toll
      aber sind denn unter den alten sachen noch weltkarten oder so ???
      die hätte ich supergerne !!!
      nicola_latisana@hotmail.com

      ganz liebe grüße <3

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  34. Die Menschen versinken in einem einzigen grossen Sumpf aus Vorschriften, Gesetzen, Erlässen, Pflichten...
    Ich könnte k...wenn ich das lese....
    Aber ja. für Fussball und Co. Ist immer genügend Geld und Helfer vorhanden.
    Uärks....ich reg mich gerade so auf, dabei bin ich ja hier nur Leserin...nicht die betroffene Mutter.
    Einmal die Woche habe ich Mittagstisch bei mir zuhause, da erzählten mir die Kinder, dass ein alter Nachbar nicht will, dass sie auf seiner Waldseite spielen und dort Stacheldraht angebracht und es mit Gestrüpp kaschiert hat. Na toll, nicht nur für die Kinder gefährlich, sondern auch für die Tiere..ein Gespräch der Eltern hat nichts gebracht.
    Lg Carmen

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  35. Unglaublich, doch leider schon lange kein Einzelfall mehr. Die Mödel sind toll, doch in unser kleinen Berliner Altbauwohnung nicht unterzubekommen.Schade, schade...


    Liebe Grüße, Christian

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Schön, dass Du hier bist. Ich freue mich über deine Worte!