Donnerstag, 29. März 2012

Grün . Green

Ein wenig blauer Himmel nur,
Sonst alles grün in vielen Tönen.
Die Lieblingsfarbe der Natur
Kann Aug und
Herz mit Pracht verwöhnen.

Grün spiegelt sich der Wald im See,
Ins Gelbe spielen Weideflächen.
Ein Goldton mischt sich unter Klee
Und kann des Grünstichs Stärke brechen.
 

Das Buschwerk, jung im Blattbehang,
Sticht ab vom Schimmerglanz der Fichten.
Der alte Wald den Kamm entlang
Mischt Dunkles in die grünen Lichten.
  

Für Hoffnung, Leben, ein Symbol,
Den Künstlern Farbenwert  der Mitte.
Ja, Grünes fördert Seelenwohl,

Erreichbar schon durch kleine Schritte.


Gedicht "Grün" © Ingo Baumgartner

Beauty is where you find it... im grünen März in der Nähe von Cadolzburg am letzten Sonntag.
Mehr Grünes gibt es heute hier

Und dann bin ich Euch ja noch die Geschichte der bemerkenswerten Begegnungen des vergangenen Sonntags schuldig. Abgesehen von den Bisams und den Fröschen waren an diesem Tag auch die Zitronenfalter im Liebestaumel und umschwirrten uns in Massen. Das war so zauberhaft, dass ich vergessen habe, es zu fotografieren. Wir konnten nicht nur den völlig aufgeregten Hasen bei ihrem Balztanz und den verliebten Enten im Weiher beim Schnäbeln zusehen, sondern auch einer Ringelnatter, die elegant durch das Wasser ihre Bahnen zog. So viele Tiere, die sich von unserer Anwesenheit kein bißchen in ihrem Liebesreigen stören ließen. 
Aber dann war da ja noch die Geschichte mit dem gruseligen Atmen unter der Erde...

Meine Schwester ist ein relativ furchtloser und auch eher in sich ruhender Mensch. Wenn sie mit panischem Blick, gehetzt und in großen Sätzen schreiend aus dem Wald springt, wo sie eben noch Heidelbeerreisig gepflückt hat, dann muss das schon ganz besonders furchterregende Gründe haben.
Sie bestand darauf, lautes, schweres Atmen direkt vor sich unter der Erde gehört zu haben, wie von einem sehr großen, wütenden Tier. Gemeinsam tasteten wir uns wieder zu der Stelle im Wald vor, an der sie vorher war, ich horchte mit meinem Ohr Richtung Waldboden und überlegte mir dabei, was unter der Erde laut atmen könnte. Da hörte ich es auch. Schnarchendes, sehr lautes Atmen, direkt unter dem Waldboden vor meinen Füßen. Spooky. 
Ein Dachs?  Ein Fuchs?  Ein Bär...?
Mit einem Stock (einem langen, vorsichtshalber) kratzte ich das Laub zwischen den Heidelbeeren an dieser Stelle vorsichtig etwas auseinander, aufs Schlimmste gefasst und fluchtbereit...

Wir hatten einen Igel im verspäteten Winterschlaf gestört, der wohl noch nicht gemerkt hatte, dass es schon Zeit zum Aufwachen ist. Und der war darüber deutlich not amused, hatte aber auch keine Lust, deshalb aufzustehen. Er stellte die Stacheln auf, grunzte und schnaubte laut und rollte ich dann noch enger zusammen, um einfach weiterzuschlafen...  und wir haben ihn brav wieder mit Laub zugedeckt.
Merke: Ein griesgrämiger Igel mit hinkendem Biorhytmus kann ziemlich furchteinflössend laut atmen und schnarchen - vor allem wenn er knapp unter dem Waldboden den Frühlingsanfang verschlafen hat und von nichtsahnenden Waldläufern aufgeweckt wird... :-)

Kommentare:

  1. Was für schöne Bilder! Die paddelnden Bisamratten sind ja zu putzig. Wie die die Nasen hochhalten. =)

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  2. Großartige Igelgeschichte! Ich mag Igel ja grundsätzlich sehr gerne, die sind einfach niedlich, trotz Stacheln. Der kleine Bär mag sie anscheinend auch, ich hab ihn aber dann davon abgehalten den Igel per nasenstupser zum Spielen aufzufodern.

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  3. Frühling ist doch einfach toll! Danke für die schönen Fotos, da möchte man gleich raus in die Natur und den laut rufenden Schreibtisch ignorieren :-)
    Liebe Grüße, Dani

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  4. *lach*
    so eine schöne geschichte!
    und die bilder sind toll. ich kann den wald förmlich riechen. das bild mit den fröschen gefällt mir am besten.
    weiterhin einen wunderschönen grünen tag
    wünscht
    die frau s.

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  5. Einen schlafenden Igel habe ich einmal für einen üblen, im Busch lauernden Lüstling gehalten.... Es ist wirklich erstaunlich, wieviel Schnarchen in so einem kleinen Tier stecken kann.

    Schön grün ist es bei Dir!

    Liebe Grüße,
    Mond

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  6. Tolle Bilder und tolle Geschichten. Ein sehr schöner Beitrag!
    Viele liebe Grüße
    Nane

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  7. Poesie mit dazu passenden Bildern...das war eine Freude für Auge und Geist!! Und Igel schnaufen nicht nur sehr laut, sondrn SCHMATZEn auch doll beim Fressen ;o)
    Grüne Grüße
    Daniela

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  8. Schön, die grüne Bilderreihe. Toll, dass ihr so viele Tiere gesehen habt. Ja, so ein Igel kann schon ziemlich luat werden. ;) Tolle Geschichte!
    Liebe Grüße

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  9. Wunderschöne Bilder! Und, wow, da habt ihr ja richtig viel entdeckt! Ich bin ja auch nicht so der Frosch-Fan, aber im Wasser können sie gerne leben. Wir haben leider noch keinen Igel gesichtet...
    Liebe Grüße! Sonja

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  10. Das Seewasser hat so schöne Farben. Und so viele Tiere tummeln sich bei euch. Du wohnst wohl auch sehr ländlich. Ein schönes Bildergedicht.

    LGubbaD.T

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  11. grün vor Neid… trotzdem liebe Grüsse (Du kannst ja schliesslich nichts dafür, dass ich in die Grossstadt gezogen bin…)

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  12. Deine Bilder sind wieder ganz besonders! Ich habe mich in das Herbstlaubblatt im grünen Wasser verguckt... Herzlich, Anja

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  13. Wunderbare Bilder!
    Und die Geschichte des biorhythmisch verwirrten Igels ist großartig.
    Beste Grüße von Nina

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  14. Liebe Katja,

    die Geschichte ist ja lustig! Ich finde auch, dass Du richtig tolle grüne Motive vor die Linse bekommen hast!

    Hab´ einen schönen Tag.

    Alles Liebe

    Amalie

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  15. Wunderschöne Fotos zum Thema, mit passendem Gedicht!

    Viele liebe Grüße,
    Imke

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  16. sind das gar biber? biiiiiebr??? ich liebe biber!

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    1. Nein, das sind Bisamratten. Also eigentlich keine Ratten, sondern riesige Wasserwühlmäuse. :-)
      Sehen aus wie ein kleine Bieber, haben aber keinen platten Schwanz.

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    2. Na dann müssen wir den wohl platt machen, wenn Mia Biber so mag ;-)

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  17. Liebe Katja,

    herrlich deine Igelgeschichte ... das ist wirklich herzallerliebst und ich wäre gerne dabei gewesen. Ich hab nämlich noch nie einen Igel schnarchen gehört.

    Und so viel schönes Frühlingsgrün tut gut! Vielen Dank für´s Teilen.

    Liebe Grüße aus dem grauen Dresden (das aber heute morgen für spannende Bilder für dein Samstagsthema gesorgt hat :-))

    Katja

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  18. Ja das wärs (Markt ins Leben rufen). Es gibt einen wunderbaren Bauernmarkt in Klosterbuch, aber nur ein mal im Monat und nicht wirklich ein Wochenmarkt für den täglichen Gebrauch ... Ich habe mir sagen lassen, die Mensche im Osten auf dem Land kaufen ihre Äpfel lieber im 6-er Pack im Supermarkt als regional und saisonal auf dem Markt. Schade. Bei Zeiten gibt es bestimmt mal Fotos vom Bauernmarkt :)

    LGbtW.T

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  19. Das Igel-Erlebnis ist wirklich sehr lustig. ;-)

    Schöne Bilder.

    LG Frau JuB

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  20. dankeschön für den naturkurzurlaub mit was fürs auge und die seele und zum lachen...
    herzliche grüße von birgit

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  21. Liebe Katja,

    Dein Post ist eine super schön gelungene Kombination : die Bilder allein schon für sich und dann mit dem Gedicht dazwischen einfach perfekt und wunderschön !!! Vielen Dank für diese Seelenstreichler.
    Ja, diese kleinen Igel können ganz schön viel Lärm machen und haben mich schon manches Mal aufgeschreckt, abends im Sommer auf der Terrasse bei Kerzenlicht.
    Ich möchte Dir auch DANKE sagen, für Deine so herzlichen Zeilen. Ich habe mich ganz schön doll sehr darüber gefreut.

    Einen schönen Feierabend wünscht Dir
    Joona

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  22. Tolle Bilder...die Geschichte mit dem Igel ist so süss...ich habe auch mal versucht, einen verwirrten Igel zu retten...das ist NICHT lustig, wenn man den hochnimmt und er sich zusammenrollt inkl. der eigenen Finger...grummel...Liebe Grüße

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  23. Wunderbare Bilder und ein schönes Gedicht! Und deine Tiergeschichten... zu schön!
    Alles Liebe,
    Dania

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  24. Ja, Spuki trifft es ziemlich genau in puncto Igelkommunikation! Das kommt mir bekannt vor. Ich bekomme ab und an von einer Tierklinik welche und ziehe sie dann auf. Irmeli ( http://maiglueckchen.blogspot.de/2012/03/august-2011-irmeli-der-kleine-igel.html ) macht das auch grad. Die rennen momentan noch ein wenig dösig durch die Welt und ruhen zwischendurch noch etwas. Das ist ganz normal mit seinem Biorhythmus

    Maiglückchengruß

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  25. Wirklich wahr! Wenn ich nicht wüsste, dass einige Kilometer zwischen uns liegen, würd ich sagen, das war die selbe Weide :-) Aber der Himmel – das war der selbe, der verbindet uns ;-) Lieben Gruss!

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Schön, dass Du hier bist. Ich freue mich über deine Worte!