Samstag, 29. August 2015

In heaven No. 180 - Königsblau

Königsblau aber nur im übertragenen Sinne, denn zwar war der Himmel über Nürnberg wirklich blitzeblau, aber zum Königsblau hätte dann doch noch mehr Farbtiefe und nicht so viel Helligkeit gehört. Aber wenn viele Könige sich in den blauen Himmel über der Nürnberger Altstadt erheben, dann darf man das schon mal Königsblau nennen, auch wenn sie nur aus Plastik sind...






"Karl der Große"
Kunst von Ottmar Hörl über dem Parkplatz Augustinerhof in der Nürnberger Altstadt.

Für mich ist "blauer Himmel" nur die Minimalversion gegenüber der beeindruckenden und faszinierenden Dramatik, zu der unser Himmel in Verbindung mit Sonne, Mond und Wolken fähig ist. Deshalb zeige ich hier jeden Samstag eines oder auch mehrere Himmelsbilder, die ich die Woche über eingefangen habe. Wer mitmachen möchte ist herzlich eingeladen, seinen Himmel und den entsprechenden Post hier zu verlinken.
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Donnerstag, 27. August 2015

Augusttisch . die strahlende Sonne

Keine Blume symbolisiert der Hochsommermonat August besser als die Sonnenblume mit ihren symbolhaft sonnengleich leuchtenden Blüten. Passenderweise blüht sie auch im Hochsommer und findet sich so meistens im Juli und August mindestens ein Mal auf meinem Tisch. Vielleicht liegt es daran, dass ich im Hochsommer zu ihrer Blütezeit geboren wurde, dass die Sonnenblume mich auf unterschiedliche Weise schon mein Leben lang begleitet. Zur Zeit meiner Geburt stand sie als Symbol der Hippiebewegung für eine friedvollere Welt, für Licht, Fröhlichkeit, Wärme und Hoffnung. Doch ihre Symbolkraft wurde nicht erst im 20sten Jahrhundert entdeckt - bereits bei den Azteken galt sie als Abbild des Sonnengottes und somit als religiöses Symbol für Fruchtbarkeit, Gesundheit und Weisheit, weshalb sie ihre Tempel mit Nachbildungen von Sonnenblumen aus Gold schmückten und ihre Priesterinnen Kronen aus ihren Blüten getragen haben sollen.



Ein sehr beeindruckendes Erlebnis waren die unendlichen Sonnenblumenfelder in Zentralspanien, das ich mit 18 Jahren durchquert habe. Dort beobachtete ich fasziniert, wie alle Sonnenblumen ihre Gesichter der Sonne entgegenreckten und ihrem Verlauf den Tag über folgten. Alle? Nein. In jedem Feld gab es einige unter Tausenden, die trotzig in die andere Richtung schauten. Ein Umstand, der mich damals tief berührte. Auch bei den Blumen gab es offensichtlich immer einige, denen der Herdentrieb abging. Passend, dass die Sonnenblume nicht nur für geballte Stärke, Lebensenergie und Großzügigkeit steht, sondern auch für Rückgrat, persönliche Kraft und Individualität. Jedes Mal, wenn ich eine solche Sonnenblume in einem großen Feld erspähe, musste ich auch heute noch unweigerlich lächeln.



Die Sonnenblume ist übrigens eine der Pflanzen, die sich des Goldenen Schnitts, beziehungsweise des Goldenen Winkels von 137,5° bedienen, um ihre Kerne anzuordnen - perfekte Proportionen und präzise Mathematik, die keine Abweichung auch nur von einem halben Grad zulässt, ohne alles durcheinander zu bringen. Jeder Kern ist dazu Teil einer rechts- und einer linksdrehenden Spirale, deren jeweilige Anzahl immer benachbarte Fibonacci-Zahlen sind. Woher kennen Sonnenblumen die Fibonacci-Zahlen? Das müsste man dann auch Pinienzapfen, Gänseblümchen, Palmen, Kohl und Ananas fragen, die sich für ihrer Struktur des gleichen Prinzips bedienen. Nichts ist so perfekt wie die Natur und wenn es auf den ersten Blick noch so willkürlich aussieht.

Monatstische 2015
 
Juni . Juli . August

Meine vergangenen Monatstische findet ihr auch nochmal alle  > hier
 
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Dienstag, 25. August 2015

Tigermond.

Wenn zwei chinesische Tribal-Drachen mit unsäglicher Wischiwaschibatik auf einem Sweatshirt zusammentreffen, dann ergibt das ein Kleidungsstück, bei dem ich dieses spontane lästige Jucken auf dem linken Schulterblatt bekomme, das mich immer befällt, wenn ich etwas unsäglich scheußlich finde. Zum aus der Haut fahren. Aber nun wurde dieses arme Shirt ja doch schon mal hergestellt und verunstaltet, kostete auf dem Flohmarkt nur ein paar Cent und ich war mir sicher, es würde in seinem kurzen Leben noch für irgend etwas Sinnvolleres gut sein, als in einer Familien-Trashdoku bei einem Privatsender auf der Couch zu landen. Die simple Eingebung kam mir, als ich das Shirt aus gehöriger Entfernung auf der Wäscheleine betrachtete und auf einmal keine Drachen mehr, sondern ein Tigergesicht sah...

Also schnitt ich die entsprechende Stelle mit einer runden Schablone (ein Teller) aus und steppte sie auf ein schlichtes blaues Shirt, das immer im Schrank blieb, weil zu langweilig. Das Ergebnis ist ein Tigergesicht - ein Tiger im Mond. Tigermond.
Was, den seht ihr nicht? Doch, er ist da - ihr müsst nur dem Stuhl ganz weit vom Monitor zurückschieben, bis das Bild ganz klein ist...

Wusst ichs doch, dass die Sache mit dem Mann im Mond ein Märchen war. Tiger.

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Sonntag, 23. August 2015

Bauerngärten.

Als ich im Alter von achtzehn Jahren zum ersten Mal nach Südengland reiste, um meine Tante udn meinen Onkel dort zu besuchen, war ich sofort hin und weg von den unglaublichen Gärten der englischen Cottages und Schlösser. Aufgewachsen zwischen dunkelbraun gestrichenen Jägerzäunen, Gartenzwergen und blanker Erde zwischen einzelnen, farbdisharmonischen Sträuchern, Stauden und Thujas, waren englische Gärten ein wahrer Kulturschock für mich. Alles sieht wie zufällig zusammengestellt aus und doch stimmt einfach alles - die Harmonie der Farben von Blüten und Blattwerk, der Blatt- und Blütenformen und das Wechselspiel aus Höhe im Hintergrund und dichtem, niedrigen Wuchs im Vordergrund. Dazu geschwungene Rasenflächen, die nur teilweise gemäht waren, um Wildblumen auch noch Raum zu geben. Ich war hingerissen.



Nicht nur der Garten meiner Tante und meines Onkels und ihrer Nachbarn als kleine Privatgärten, sondern auch Kew Gardens in London, Arundel Castle, Leeds Castle - alle hatte diese traumhaften Gemüsegärten mit Blumen, die damals hierzulande als zu banal, zu bäuerlich verschmäht wurden, als dass man sie in seinen Vorgarten gepflanzt hätte. Eine ganz selbstverständliche Mischung aus Gemüse und Beeren, Kräuter, Obstbäumen und blühenden Sträuchern. Das Holz in diesen Gärten an Zäunen und Bänken wurde nicht behandelt - wohl wissend, dass Holz sich mit dem Vergrauen selbst vor Sonne und Wind schützen kann und kein stinkendes Carbolineum braucht, durfte es in Würde altern.
 


Ich musste erst auf traditionellen Bauernhöfen in den Alpen Urlaub machen und verschiedene Freilandmuseen kennenlernen um festzustellen, dass es die bunte Mischkultur zumindest vom Prinzip her auch bei uns schon immer gab und auch noch gibt - sofern sie nicht der allgegenwärtigen seelenlosen Vorstadtvorgartengeschmacklosigkeit Platz gemacht hat.
Welches Freilandmuseum auch immer - jedes Mal bin ich begeistert von den dazugehörigen Bauerngärten an jedem Haus mit ihrer Mischung aus Gemüse, Beeren, Blumen, Kräutern und Obst, umgeben von den wunderbarsten Holz- und Flechtzäunen und träume mal wieder von meinem eigenen kleinen Bauerngarten...









Ländliche Bauerngärten sidnd natürlich einfacher gestaltet und kleiner als die Hausgartenanlagen in englischen Schlössern - aber das Gestaltungsprinzip ähnelt sich trotzdem. Es gibt einen Zaun um den Garten, direkt am Zaun entlang wachsen Hecken, Sträucher, Rosen, Stauden und Kräuter als Windschutz. In der Mitte liegen die Gemüsebeete, immer auch wieder unterbrochen von Staudenbeeten und oft in Arealen mit Buchs oder Lavendel eingefasst.
Die perfekte, moderne Interpretion eines solche Gartens findet man bei Carmen in ihrem Schweizer Gartenparadies - wie schön, dass sie uns daran virtuell teilhaben lässt.





Und in meinem eigenen kleinen Bauerngarten, da sollte dann eine Laube stehen wie diese, die etwas versteckt im Freilandmuseum Bad Windsheim hinter einem der Höfe liegt und deshalb meist wenig Beachtung findet - außer von mir und meiner Phantasie, die dadurch Flügel bekommt...




Mehr Bilder aus dem Freilandmuseum Bad Windsheim findet ihr > hier. 
Im Frühjahr findet immer auch eine thematische Führung zu den Bauerngärten im Museum statt. Wann das im nächsten Jahr der Fall sein wird, erfahrt ihr dann > dort.

Weitere historische Bauerngärten:

ttraditioneller Bauerngarten, Freilandmuseum Bad Windsheim, alte Gärten, Cottage Garten, Cottage Garden,

Samstag, 22. August 2015

In heaven No. 179 - Wolkenschaum

Als ich noch klein war, musste meine Mutter immer das billigste Schaumbad kaufen, weil das den meisten Schaum produziert hat. Mit Hilfe des Duschstrahls wurde der Schaumproduktion dann noch kräftig nachgeholfen und wenn der Schaumberg mindestens so hoch war wie die Wanne selbst, eine Höhle hineingegraben. Da drin lag ich dann und habe mir Geschichten ausgedacht und den Schaum kräftig durchs Badezimmer gepustet. Heute bin ich kein großer Wannenbadfan mehr, was womöglich daran liegt, dass neben mir nicht mehr genug Platz für einen großen Schaumberg in der Wanne bleibt. Sieht aus, als hätte jemand da oben eine sommerliche Schaumparty abgehalten und mal eben richtig kräftig reingepustet. Der Wind trug es dann davon. Himmelsschaumflocken.


Für mich ist "blauer Himmel" nur die Minimalversion gegenüber der beeindruckenden und faszinierenden Dramatik, zu der unser Himmel in Verbindung mit Sonne, Mond und Wolken fähig ist. Deshalb zeige ich hier jeden Samstag eines oder auch mehrere Himmelsbilder, die ich die Woche über eingefangen habe.
Wer mitmachen möchte ist herzlich eingeladen, seinen Himmel und den entsprechenden Post hier zu verlinken. 
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Donnerstag, 20. August 2015

Karmafleck.

Dass es Orte gibt, die ein deutlich besseres Karma haben als andere, das habe ich schon oft genug am eigenen Leib erfahren. Ob das nun durch eine Bündelung der Energien, durch das gute Karma eines Ortes, das Erdmagnetfeld oder etwas anderes zustande kommt, das kann ich nicht sagen, aber da ich es spüren kann, existiert es. Die Vertreter der Elektrokultur sagen, dass man das Magnetfeld der Erde so beeinflussen kann, dass es Pflanzen üppiger, robuster und mit höherem Ertrag wachsen lässt, weil der fließende Schwachstrom den Wuchs anregt.




Bis ich die Möglichkeit habe, das selbst auszuprobieren, erfreue ich mich an den Stellen in der Natur, in denen die positive Energie spürbar und sichtbar ist. So wie an diesem kleinen Fleck auf einer ansonsten dürren, mageren und blumenfreien Wiese im Wasserschutzgebiet zwischen Fürther Solarberg und Stadeln, direkt neben der Straße. Eindeutig ein Karmafleck. Gutes Karma.


Walter Häntzschel - Walter Häntzschel: Der Einfluß der Elektrizität auf das Wachstum der Pflanzen. Erfindungen und Experimente Band II, W. Herlet, Leipzig 1906 - Elektrokultur. (angebliche) Wirkung des Stromes: A ohne, B: mit Strom 
Elektrokultur, gutes Karma, Fürther Wiesengrund

Dienstag, 18. August 2015

Rosa Abkühlung.

Ich liebe kalte Wassermelone im Hochsommer. Leider sind Wassermelonen rund und groß - nicht wirklich die perfekten Voraussetzungen, um sie im Kühlschrank unterzubringen und auf ein Mal aufessen ist auch schwierig bei fünf Kilo Melone. Die halbe Melone wanderte dank 36°C im Schatten sofort in meinen Bauch, die andere Hälfte blockierte den Kühlschrank und wollte deshalb etwas anderes werden - für noch mehr Abkühlung an den noch heißeren Tagen, die da kommen sollten...



Wassermelonen-Granité

Zutaten:

2kg Wassermelone, 50g kandierter Ingwer
Ja, das wars schon.

Zubereitung:

Das Fruchtfleisch aus der Schale lösen, in kleinere Stücke schneiden, zusmamen mit dem Ingwer im Mixer pürieren. Ja, Kerne sind mit dringeblieben, von denen sieht man nach dem Schleudergang nichts mehr. Nein, kein zusätzlicher Zucker, ist süß genug.
In ein stabiles Glasgefäß füllen, abdecken und ab in den Froster. An nächsten Tag, wenn das Thermometer dann auf 38°C geklettert ist und man dringenden Abkühlungsbedarf hat, aus dem Froster nehmen und 10 Minuten antauen lassen. Dann mit einer Gabel mit nach unten gedrehten Zinken von der Mitte zum Schüsselrand hin an der Schüsselaußenseite das Eis rundum aufkratzen, mit dem Löffel einfangen und in ein Glas füllen. Rest wieder in den Froster. 
Strohhalm oder Löffel rein und dann auf den Gehirnfrost warten, der sich unweigerlich einstellen wird. Gehört zum Sommer dazu. :-)



Sollte es inzwischen wieder frostig kalt sein, dann bitte ich um Entschuldigung - ich habe den Post vor dem Urlaub auf den Weg geschickt, bei einer Außentemperatur von 38°C im Schatten. :-)
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