Donnerstag, 31. Juli 2014

Restekiste.

Auch im Juli blieben wieder einige Fotos in der Restekiste liegen, die es nicht in einen eigenen Post geschafft haben. Letzten Monat waren das gar nicht so viele, denn das Leben und Erleben war meistens wichtiger als das Fotografieren und das ist gut so. Einige Momente habe ich aber trotzdem eingefangen, die hier noch ein bisschen Raum finden sollen. Hier also voilà - die Restekiste vom Juli.








1. Honigbeeren mit Vanillepudding... Lieblingssommeressen
2. Abschiedsfest von der Grundschule
3. Interkultureller Garten Fürth
4. Die Katzen auf dem heißen Blechdach
5. Stachelbeeren, Johannisbeeren, Heidelbeeren
6. Trompetenblume an der Fassade gegenüber
7. Siesta im Schatten
8. Überall Unwetter - hier nur Blau
9. Borretsch vor Erdbeerflüchtlingen ..Restekiste, Juli 2014, Borretsch, Erdbeeren, Himmelblau, blauer Himmel, Interkultureller Garten Fürth, rote Stachelbeeren, Johannisbeeren, Heidelbeeren, Blauberren, Vanillepudding, Die Katze auf dem heißen Blechdach

Dienstag, 29. Juli 2014

Die Geldbotin.

Wo sie wohl hin will mit ihrem Geldumschlag unter dem Arm? So wie ich Barbie kenne: wahrscheinlich Shoppen. Oder doch zur Kosmetikerin? Nagelstudio? Schönheitschirurg? Aber man sollte Menschen ja nie nach ihrem Äußeren be- und verurteilen, denn womöglich hat sie ja doch etwas ganz anderes vor. Zum Beispiel das Geld jemand anderem bringen und damit zur Ermöglichung eines Wunsches beitragen? Sie könnte ja als Geldbotin unterwegs sein. Und Blumen bringt sie auch noch gleich mit.


Barbie Money ist keine Idee von mir, sondern von meiner Schwester und reiste zu meinem Geburtstag an - deshalb darf ich sie euch auch zeigen. Für das Verpacken von Geldgeschenken und Gutscheinen erhält Frau Barbie vom Flohmarkt so einen wahrlich sinnvollen neuen Job. Endlich.
Vielleicht habt ihr auch noch die eine oder andere faule Dame bei euch zuhause herumliegen? Schickt sie doch einfach arbeiten. Als Geldbotin... oder vielleicht als Türstopper.

Apropos: Die dramatische Geschichte, wie Barbie und Ken damals zu ihrem Job als Türstopper kamen, findet ihr als Fortsetzungsgeschichte > hier und > hier
Eine weitere Idee für die Verpackung von Geldgeschenken findet ihr > dort.
Heute reist die Geldbotin noch weiter zum Creadienstag.
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Montag, 28. Juli 2014

Fische für den Bergsee.

Wieder ein Jahr älter zu werden ist oft damit verbunden, dass man sich einige Gedanken über das Älterwerden macht. Über die positiven Aspekte der zunehmenden Gelassenheit und Zentrierung, aber auch über die negativen der damit einhergehenden körperlichen Beeinträchtigungen und des immer schneller schrumpfenden Zeitfensters. Es tut gut zu wissen, dass es vielen von euch ähnlich geht und man nicht alleine alt, wunderlich und skurril werden wird.. :-)
Danke für eure vielen Glückwünsche am Wochenende. Ich hatte einen schönen, entspannten Tag mit einem Allgäu-Gedächtnis-Essen und wunderbaren Gaben zu meiner Freude. Allen, die an mich gedacht haben mein herzliches Dankeschön. Menschen um mich herum zu wissen, die meinen Gedanken folgen, sie weiterdenken und immer so viel Fruchtbares dazu beitragen, ist wunderbar. So kann ich innerlich immer noch wachsen, auch wenn ich äußerlich schon langsam beginne zu schrumpfen. In der Höhe.




Vielen lieben Dank an Mano, die zauberhafte Fische in einer so schönen Schale zu mir schwimmen ließ, die sich jetzt neben dem Bergsee tummeln... und an Lotta für viele Päckchen mit wunderschönem Geschenkpapier. ;-)
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Holzbrett von Raumgestalt,  Geschenkpapier von Bindewerk, Strohdose vom Flohmarkt 

Samstag, 26. Juli 2014

In heaven No. 123 - Älter werden

Wenn die Zeit, die noch vor einem liegt, auf einmal kürzer ist, als die, die man schon gelebt hat, dann fängt man an, sich über viele Dinge Gedanken zu machen, die man zwanzig Jahre früher noch als Pipifax abgetan hat, lag doch alles was das Ende betrifft noch in freundlichem Nebel des Landes Ganzweitweg. Nach Jahrzehnten des Lebens als gäbe es kein Morgen und als hätte man irgendwo noch ein Leben und einen Körper in Reserve, machen die täglich zunehmenden Zipperlein immer unmissveständlicher deutlich, dass dem nicht so ist. Oben fallen Haare aus, kommen dafür an Stellen zum Vorschein, wo wirklich niemand sie gerne sehen möchte und es schleichen sich immer mehr graue dazwischen. Die Knie meckern jetzt nicht mehr nur ab und zu beim Treppensteigen, sondern eigentlich immer und der Arzt schaut beim jährlichen Checkup zunehmend bedenklich, während man darüber nachdenkt, ob man sich jetzt auch so einen Oma-Tablettensortierer anschafft, um nicht den Überblick zu verlieren. Und die neue Wohnung sucht man nicht nur nach Lage, Gefallen und Geldbeutel aus, sondern auch nach Stockwerk und danach, ob es Parkplätze in der Nähe gibt.

Anette  schrieb neulich bei Nike: "Älterwerden sucks" und jeder, der behaupten würde, es mache ihm nichts aus oder er freue sich gar darauf, sei ihr total suspekt. Dem kann ich nur zustimmen. Als bei mir selber noch nichts gezwickt hat und die Zeit, die noch vor mir lag, unendlich schien, hab ich mir auch noch ab und zu gedacht, dass das doch gar nicht so schlimm ist, das mit dem Älterwerden. So lange Beeinträchtigungen und Schmerzen von Infekten und Verletzungen kommen, die nach dem Auskurieren wieder verschwinden, fühlt man sich gerne mal unsterblich. Dann werden die eigenen Eltern auf einmal alt, hinfällig, bauen körperlich und geistig ab, man erlebt es hautnah mit und sieht seine eigenen Zukunft vor sich. Eigene Einschränkungen gehen auf einmal nicht mehr weg, die Prognose lautet bisweilen "chronisch", Nächte kann man nicht mehr so einfach durchmachen ohne am nächsten Tag Herzrasen zu bekommen, nach einer Bergwanderung braucht man zwei Tage Erholung und man überlegt sich jetzt sehr genau, sich länger hinzuknien, weil man da so ohne weiteres nicht mehr ohne Haltegriff hochkommt. Dann fängt man auf einmal an, das Älterwerden nicht mehr durch die nebulöse Brille der ewigen Jugend zu betrachten und jeden neuen Geburtstag herbeizusehnen. Dann ist Älterwerden einfach Kacke.

Man macht sich auf einmal Gedanken über Ernährung und über die psychische Hygiene, man mistet sein Leben gründlich aus und lässt all den erworbenen Lebensweisheiten endlich auch ein paar Konsequenzen folgen, wenn man für nichts mehr zu jung, aber für einiges schon zu alt ist, weil man die Zeiten, die vor einem liegen, einfach "besser" verbringen möchte, als einige der zurückliegenden. Bei all dem plötzlich aufkeimenden Gesundheitsbewusstsein stellt man aber auch fest, dass manche "Regeln" zu eindimensional und zu allgemein sind, um wirklich zu passen und man folgt deshalb irgendwann keinen Dogmen und Heilsversprechen her, sondern hinterfragt sie, fängt an, sie für sich zu adaptieren. Da gehe ich ganz mit Anette, wenn sie sagt: “Gesundes Essen ist wichtig, aber nicht alles. Gesunde Gedanken sind genauso wichtig.”
Wenn man älter wird, dann wird die geistige und psychische Hygiene immer wichter. Endlich ist man alt genug um zu begreifen, dass negative Gedanken, Okkupationen und Projektionen, Verurteilungen und Zynismus, Schuldzuweisungen und Pessimismus nicht nur hässlich und verhärmt, sondern auch alt und einsam machen, genauso wie der Wunsch es allen Recht und immer perfekt zu machen krank und unglücklich. Endlich erkennt man die Macht, die man selbst über seine Gedanken, Gefühle, sein Handeln und sein Weltbild hat und man beginnt deshalb mit vielen Dingen, die andere Menschen "Schicksal" nennen, anders umzugehen.
Man beginnt auch mit anderen Menschen anders umzugehen, kann ihre Grenzen besser achten, weil man endlich auch seinen eigenen Grenzen Beachtung schenkt, sie respektiert und deshalb mehr und mehr bei sich ist. Ich bin sehr dankbar, dass es bei mir so ist und finde es sehr schade, dass das nicht bei allen mit einem gewissen Alter eintritt. Aber man weiß irgendwann auch, dass man nicht jeden Menschen in sein Leben einladen muss und lernt langsam, bei welchen man das besser unterlässt, weil sie mit diesem Geschenk nicht umgehen können. Mit allen gut Freund zu sein verliert irgendwann an Wichtigkeit, während wirkliche Freundschaften und Bindungen an Bedeutung zunehmen. Man lernt mehr zu schätzen, was man hat und das wird irgendwann sehr viel wichtiger als das, was man nicht hat.

Wenn man älter wird, lässt dankenswerterweise auch das Sendungsbewusstsein nach, mit dem man in jüngeren Jahren gerne mal versucht hat, andere von der eigenen Meinung zu überzeugen, die man für die einzig richtige hielt. Hat man ein gewisses Alter erreicht, weiß man, dass es die eine richtige Lösung für alles ebensowenig gibt wie eine einzige Realität für alle und kann damit ganz gut leben. Älterwerden lässt den Dogmatismus schwinden und steigert die Toleranz - auch und vor allem mit sich selbst und den eigenen Schrullen.

Ja, Älterwerden sucks. Aber es hat zum Glück auch so viele bereichernde Aspekte, die dazu beitragen, jeden Tag ein bisschen klüger und glücklicher zu werden - mit sich selbst, mit anderen und mit der Welt. Genug Gründe für mich, den heutigen Tag gebührend zu feiern.
Habt ein schönes Wochenende!

Abendhimmel über dem Ammerngebirge bei Schwangau im Allgäu... das Gegenlicht war mein Freund.
Für mich ist "blauer Himmel" nur die Minivalversion gegenüber der beeindruckenden und faszinierenden Dramatik, zu der unser Himmel in Verbindung mit Sonne, Mond und Wolken fähig ist. Deshalb zeige ich hier jeden Samstag eines oder auch mehrere Himmelsbilder, die ich die Woche über eingefangen habe. 
Wer mitmachen möchte ist herzlich eingeladen, seinen Himmel und den entsprechenden Post hier zu verlinken.
Bitte ein Himmelsbild und nicht das Profilbild oder andere themenfremde Bilder des Blogposts verlinken und bei "Linktitel" nur euren Blognamen in die Zeile schreiben, nicht den ganzen Posttitel - sonst wird die Linksammlung zerhackt. Wolkenbilder, Himmel, sky, skywatch, Himmelsansichten, in heaven, einzelne Wolke, Wolkenhaufen, Haufenwolken, Wolkenschiff, Wolken-Ufo, Himmelsblick, im Himmel, Gewitter, dunkle Wolken, Himmelsloch, Wolkenloch, Loch im Himmel, Gewitterhimmel, dunkle Wolken, Himmelsloch, Gespensterlicht, nach dem Gewitter, Allgäu, berghimmel, Tegelberg, Paraglider, Schwangau, Forggensee

Donnerstag, 24. Juli 2014

Hydrangea.

Ich liebe Hortensien. Weiße Hortensien, blaue Hortensien, hellrosa Hortensien, lila Hortensien, grüne Hortensien. Die sollten eigentlich in einem Schattengarten hervorragend gedeien, aber meine tun das nicht. Also habe ich drei Hortensien ohne Blüten und eine mit. Und diese eine blüht pink. Wer mich kennt weiß, dass ich Pink für optische Körperverletzung halte. Pink war sie allerdings nicht immer, denn als ich sie gekauft habe, war sie lila. Das ist eine böse kleine Hortensie. Um ihr einen Denkzettel zu verpassen, habe ich zwei ihrer Blüten abgeschnitten und mit in die Wohnung genommen. Das hat sie jetzt davon.







Truhe und Stuhl: vom Sperrmüll
Craquelée-Vase: vom Flohmarkt
Kieselsteine: von > hier
Sisalteppich: Möbelschwede
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Mehr Blumen von mir gibt es > hier und jeden Freitag bei Helga..

Dienstag, 22. Juli 2014

Julitisch . Der heimische Bergsee

Wenn mich ein Naturort berührt, dann hallt er noch lange in mir nach. So entstand letztes Jahr aus den Eindrücken am Gletschersee der Rhône eine kühle Schale für die Erinnerung und der Besuch in der rauschenden Klamm wurde zum gläsernen Farbspiel. Die kristallklare Tiefe des Alatsees im Allgäu, den ich euch am Sonntag gezeigt habe, wollte unbedingt auch mit nach Hause kommen und so steht im Juli auf unserem Tisch eine kleine Ausgabe davon. Die Bergsee Home Edition.










Ein Glasgefäß vom Trödel, Aquarienkies, destilliertes Wasser, einige Kiesel, eine Wasserpflanze und Treibholz vom Seeufer erinnern mich jetzt jeden Tag an den Blick in das unglaublich klare Nass des Alatsees im Allgäu.

Viele verschiedene Monatsansichten versammelt auch dieses Jahr wieder Tabea immer am Zwanzigsten zum 12tel Blick bei sich. Meine anderen Monatstische findet ihr  > hier.
Mein heimischer Bergsee reist heute noch weiter zu Anke.Monatstisch Juli, Aquarium ohne Fische, Wassergefäß als Tischdeko, Glashafen, Wasserpflanzen, Bergsee, Tischdeko, D.I.Y., Do it yourself, Basteltip, Aquarium für den Tisch 

 Monatstische 2014

Januartisch . Die gestapelte Versöhnung
Februartisch . Das ungeliebtgeliebte Gelb
Märztisch . Das elfengleiche Schach
Apriltisch . Das apfelige Ostern
Maitisch . Die orgiastische Lebensfreude
Junitisch. Der Mohn im Haferfeld

Sonntag, 20. Juli 2014

Bis auf den Grund der Seele.

Wenn man Menschen tief in die Augen sieht, kann man bis auf den Grund ihrer Seele blicken. Das behauptet ein altes Sprichwort. Stimmt es? Tot und leer, melancholisch, klar, traurig, leuchtend, verschwommen, kalt, blitzend, warm, strahlend, glitzernd, tiefgründig oder nicht... was seht ihr in den Augen anderer Menschen? Meine Angewohnheit, Menschen direkt in die Augen zu sehen hat schon bei manchem Nervosität ausgelöst. Nicht jeder möchte wohl, dass man ihm bis auf den Grund der Seele blicken kann und weicht Blicken lieber aus, schlägt die Augen nieder, lässt sie unruhig umherwandern. Wenn man langsam immer mehr lernt, auf sein Bauchgefühl zu hören, dann fällt auf, wer einem direkten Blick standhalten kann und wer ihm ausweicht. Ich glaube, dass sich daraus sehr viele Rückschlüsse auf Menschen und ihre Authentizität ziehen lassen.
Darüber dachte ich nach, als ich am Ufer des Alatsees saß und in die kristallklaren Tiefen des Bergsees schaute. Nichts hat er zu verbergen, er ist tiefgründig und rein, leuchtet in den unglaublichsten Blau-Grüntönen von Aquamarin bis Smaragd und glitzert in der letzten Abendsonne wie flüssiges Gold. Der See lässt in die Tiefen seiner Seele blicken und hat die unglaubliche Fähigkeit, allein dadurch Endorphine freizusetzen. Der See macht glücklich.


" In Träumen, Spiegeln und im Wasser trifft man den Himmel und die Erde."
(Chinesisches Sprichwort)



"Ein Auge blickt aus tiefer Senke,
Novalis' Blume gleich im Blau..." *

Alatsee - von der Salober Alm aus gesehen

Den Alatsee bei Füssen umrundet man auf einem gut befestigten Weg ohne nenneswerte Steigungen in einer guten halben Stunde. Nahe des Parkplatzes befindet sich ein Gasthaus mit Hotel, Biergarten, Badestelle mit Bänken und Kneippbecken. An der gegenüberliegenden Seite des Sees befindet sich nochmal eine sehr schöne Liegewiese mit Bänken direkt an der Kuhweide, aber es gibt auch ansonsten immer wieder die Möglichkeit zu baden. Die Wassertemperatur ist erstaunlicherweise sehr angenehm für einen Bergsee und es gibt viele, viele Fische zum Beobachten - Taucherbrille und Schnorchel unbedingt mitnehmen



* aus dem Gedicht "Geheimnisvoller Bergsee" von Ingo Baumgartner  
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